Chavez verstaatlicht weitere Banken
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Die Regierung in Venezuela hat drei weitere Privatbanken verstaatlicht. Als Begründung wurden in einer Erklärung der staatlichen Bankenaufsicht «schwere administrative und betriebliche Probleme» genannt, welche die Banken in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hätten.
Bereit vor wenigen Wochen hatte die Regierung von Präsident Hugo Chavez acht andere Privatbanken und Börsenmaklerfirmen übernommen, weil diese Bankgesetze verletzt haben sollen. Am Sonntag hatte Chavez die Zwangsenteignung einer in französischem Besitz befindlichen Grossmarktkette wegen angeblicher Preisspekulationen angeordnet.
Chavez hatte zuvor mehrfach damit gedroht, Unternehmen zu enteignen, wenn diese nach der jüngsten Währungsabwertung die Preise erhöhen. Damit soll die Inflation eingedämmt werden, die im vergangenen Jahr mit 25 Prozent den höchsten Wert in Lateinamerika erreicht hatte.
Bereits in der vergangenen Woche hatten von Soldaten eskortierte Regierungsinspektoren mehr als 1000 Einzelhandelsgeschäfte vorübergehend geschlossen, um massive Preiserhöhungen zu verhindern. (tan/sda)
Erstellt: 19.01.2010, 09:38 Uhr
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