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Clinton triumphiert in South Carolina

Deutlicher Sieg für Hillary Clinton bei den Vorwahlen: Die Demokratin startet mit Rückenwind in den Super Tuesday.

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Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat bei der demokratischen Vorwahl im US-Staat South Carolina einen überlegenen Sieg eingefahren. Dank einer überwältigenden Unterstützung durch afroamerikanische Wähler setzte sich die frühere US-Aussenministerin und First Lady am Samstag klar gegen ihren Rivalen Bernie Sanders durch. Der Erfolg wenige Tage vor dem Super Tuesday stärkt ihre Position genau zur rechten Zeit.

Wählerbefragungen im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und mehrerer TV-Sender zeigten, dass Clinton die Unterstützung von 80 Prozent der Afroamerikaner in South Carolina erhielt. Diese Wählergruppe hatte ihr vor acht Jahren noch eine verheerende Vorwahlniederlage in dem Bundesstaat gegen Barack Obama beschert. Zudem stimmten die meisten Frauen und Wähler im Alter von mehr als 30 Jahren diesmal für sie.

«Keine Barriere ist zu gross»

«An South Carolina, an die Freiwilligen im Zentrum unserer Kampagne, an die Unterstützer, die sie angetrieben haben: Danke», schrieb Clinton auf Twitter. Als ihr Sieg verkündet wurde, brach auf einer Wahlparty in South Carolinas Hauptstadt Columbia ohrenbetäubender Jubel aus. Morgen werde ihre Kampagne landesweit auf Erfolgsjagd gehen, sagte Clinton. «Wenn wir zusammenstehen, ist keine Barriere zu gross, um durchbrochen zu werden.»

Konkurrent Sanders gratulierte Clinton zu ihrem Sieg, stellte aber zugleich fest, dass seine Kampagne gerade erst beginne. «Unsere politische Revolution an der Basis wächst von Staat zu Staat, und wir werden jetzt nicht anhalten», erklärte er. Er hatte den US-Staat bereits vor dem Ende der Abstimmung verlassen und hielt stattdessen Wahlkampfveranstaltungen in Texas ab. Er rief seinen «massgeblichen Sieg» im Staat New Hampshire in Erinnerung.

Am Super Tuesday wählen elf US-Staaten

Der dortige Erfolg war allerdings der bislang einzige von Sanders. In Iowa und Nevada hatte dagegen Clinton die Nase vorne behalten. In South Carolina deutete sich in Teilergebnissen der bislang mit Abstand grösste Vorsprung der 68-Jährigen an: Nach Auszählung von knapp einem Viertel der Wählerstimmen lag Clinton bei mehr als 76 Prozent. 35 der 59 zu vergebenden Delegiertenstimmen waren ihr zu diesem Zeitpunkt bereits sicher.

Am Super Tuesday wird bei den Demokraten in elf US-Staaten und auf Amerikanisch-Samoa gewählt. Wie am Samstag stimmen auch dann in vielen Südstaaten teils grosse afroamerikanische Wählerschaften ab. Insgesamt gibt es 865 demokratische Delegiertenstimmen zu gewinnen. Am Ende braucht ein Demokrat 2383 Stimmen der Wahlmänner und Wahlfrauen, um im Juli zum Präsidentschaftskandidaten der Partei gekürt zu werden. (afo/sda)

(Erstellt: 28.02.2016, 02:40 Uhr)

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