Der rechte Abschied von der Politik
Von Constantin Seibt. Aktualisiert am 08.08.2011 423 Kommentare
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Charles Moore ist Konservativer bis in die Knochen. Er war 20 Jahre lang Chefredakteur strenger und konservativer Zeitungen, zuletzt des «Telegraph». Er konvertierte zum Katholizismus, ist ein beliebter Gast des Papstes und der offizielle Biograf von Margaret Thatcher. Vorletzte Woche schrieb Moore eine Kolumne, die sein ganzes Leben in Frage stellt. Ihr Titel lautet: «Ich fange an zu denken, dass die Linke vielleicht doch Recht hat».
Moore schreibt: «Ich habe mehr als 30 Jahre gebraucht, um mir diese Frage zu stellen. Aber heute muss ich es tun: Hat die Linke doch Recht?» Und fährt fort: «Die Reichen werden reicher, aber die Löhne sinken. Die Freiheit, die dadurch entsteht, ist allein ihre Freiheit. Fast alle arbeiten heute härter, leben unsicherer, damit wenige im Reichtum schwimmen. Die Demokratie, die den Leuten dienen sollte, füllt die Taschen von Bankern, Zeitungsbaronen und anderen Milliardären.»
Dann blendet Moore zurück zu seinen Anfängen als Journalist. Damals, in den 80er-Jahren, entfesselte Thatcher die Finanzmärkte und zerschlug die Gewerkschaften. Moore unterstützte beides. Nun schreibt er: «Die Kreditkrise hat gezeigt, wie diese Freiheit gekidnappt wird. Die Banken sind ein Spielfeld für Abenteurer, die reich werden, auch wenn sie Milliarden verfeuern. Die Rolle aller anderen ist, ihre Rechnung zu zahlen.»
Und zum damaligen Verbündeten von Thatcher, dem Verleger Rupert Murdoch, schreibt er: «Murdoch argumentierte immer mit dem Recht der Leser. Aber seine Zeitungen informieren erbärmlich. Sie verschafften ihm persönlich Macht, nicht seinen Lesern.»
Moore beschreibt die «schrille» Kompromisslosigkeit der Republikaner in den USA. Und bemerkt: «Die westliche Demokratie fängt an, wie ein aussterbender Luxus auszusehen. Klar können wir Fähnchen mit dem Aufdruck ‹Freiheit› schwingen. Aber auf ihnen steht, kleingedruckt, ‹Made in China›.»
Und er endet: «Das alles ist eine schreckliche Enttäuschung für uns, die wir an freie Märkte glaubten, weil sie freie Menschen hervorbringen würden...»
Reinheit statt Politik
Gleichzeitig verzweifelte auf der anderen Seite des Atlantiks ein anderer konservativer Kolumnist. David Brooks, überzeugter Republikaner, schrieb in der «New York Times», über seine eigene Partei: «Die Mitglieder dieser Bewegung akzeptieren die Logik des Kompromisses nicht, egal wie gut die Offerten sind. Sie akzeptieren nicht die Legitimität von Wissenschaftlern. Tausend Experten können ihnen sagen, dass ein Staatsbankrott furchtbare Effekte nach sich zieht, die schlimmer als eine kleine Steuererhöhung sind. Aber sie hören sie nicht.»
Was Brooks entsetzte, war, dass die Republikaner einen gigantischen Sieg aus der Hand gaben. Sie lehnten einen fast selbstmörderischen Vorschlag Präsident Obamas ab, das Defizit durch brutale Einsparungen zu reduzieren. Und zwar, weil dabei auch Steuerlöcher gestopft werden sollten. Es war ein Vorschlag, der ihnen alles schenkte: einen Sieg ihrer Sparpolitik plus eine Spaltung der gegnerischen Partei. Stattdessen riskierten sie den Bankrott des eigenen Landes.
Warum? Weil, so Brooks, Politik nicht mehr ihr Ziel ist. «Ihr Geschäft sind Radio-Shows, nicht Gesetze», schrieb er. Und um das Publikum nicht zu irritieren, bewegten sich die Republikaner nur «im konservativen Ghetto», einem «ewigen Wahlkampf, in dem es nicht um die Sache geht, sondern um möglichst scharfe Kontraste zum Gegner, dem man in Abstimmungen grösstmögliche Probleme macht».
Die Republikaner stellten «Reinheit über Resultate»: «Sie haben sich von der Politik als der Kunst des Möglichen verabschiedet.»
Zen-Buddhisten an der Macht
Sicher, Moore und Brooks sind zwei einsame Männer. Gläubige, die denken, bleiben immer einsam. Doch Ihr Entsetzen über das, was aus der konservativen Rechten geworden ist, ist nicht ihr Privatproblem. Es ist das Problem der ganzen Welt.
Zum ersten ist die jetzige seit Jahren wie ein Schwelbrand eskalierende Krise – die schlimmste seit der grossen Depression – das Ergebnis rechter Politik: Das Resultat von blinder Deregulierung von Wirtschaft und Finanzmärkten. Zum zweiten sind die Rezepte, die gegen die Krise angewandt werden, wieder rechte Rezepte: eine blinde Sparpolitik. Und drittens ist die Rechte daran, die westliche Gesellschaft fundamental zu verändern. Die 60 Jahre Herrschaft der westlichen Mittelklasse geht ihrem Ende zu. Installiert wird eine Oligarchie.
Der Grund für den enormen Erfolg der der Rechten und der Grund ihrer Radikalisierung ist in einem einzigen Wort zu finden: Einfachheit. Sie haben ein Rezept für jedes Problem – und fast immer nur eines. Damit sind sie perfekt gewappnet für eine stetig komplexere Welt.
Ihr Aufstieg begann mit den Anfängen der Globalisierung in den 80er-Jahren. Das Rezept auf komplexere Märkte, komplexere Krisen, überforderte Verwaltung war: Entschlossen dafür zu kämpfen, möglichst nichts zu tun. Denn der Markt regelt das besser und alleine.
Dass Märkte sehr verschieden sind, dass sich in regellosen Märkten immer die Stärksten durchsetzen – die Monopolisten oder die Reichsten – spielte keine Rolle. Denn mit dem Mehr-Markt-Argument hatte man als Politiker fast jedes Problem im Griff. Ohne sich (wie die Dummköpfe, die Verantwortung wollten) in Widersprüche, Pannen und Ärger zu verwickeln.
Ausserdem ergab sich ein angenehmer Nebeneffekt. Es klopften einem die Erfolgreichsten und Mächtigsten auf die Schulter. Manchmal mit einem Geldschein.
Das Verheerende dabei war nicht einmal das. Geld und Politik sassen schon immer nahe beisammen. Sondern dass Politiker und Wirtschaftsleute anfingen, wirklich daran zu glauben, dass die Dinge sich durch das Patentrezept «weniger Kontrolle!» besser regeln liessen. Ausgerechnet die harten Kerle an der Macht, die sich deshalb als noch härtere Realisten sahen, wurden zu Träumern: zu Idealisten des Nichthandelns, zu Zen-Buddhisten im Chefbüro.
Das Vakuum
Die Träumerei verhinderte natürlich keineswegs realistische Taten: die Arbeitsgesetze, die Unternehmens- und Spitzensteuersätze, die Arbeitslosenzuschüsse wurden überall geschleift. (In den USA zahlt General Electric etwa bei einem Gewinn von 12 Milliarden Dollar nicht nur keine Steuern, sondern bekommt auch noch eine Steuergutschrift.)
Aber solche Manöver brauchten keine besonderen geistigen Anstrengungen. Das Problem war: Politiker und Bosse verlernten, ihr Metier zu durchschauen. Die cleversten Bankenchefs vertrauten blind auf die Risikomodelle ihrer Experten: Am Ende investierten sie fast alle gleich, im amerikanischen Häusermarkt. Sie hielten sich für gefährliche Wölfe. Und waren noch gefährlichere Schafe.
Es ist kein Zufall, dass die Finanzmärkte in den letzten 15 Jahren die Treiber der Politik sind. Vor der Krise wurden sie mit Gefälligkeiten aller Art umworben; nach der Krise mit tausenden Milliarden gerettet; heute sind sie auf der Jagd nach den verschuldeten Rettern. So dass die reichsten Staaten der Welt vor dem Bankrott stehen.
Denn der Finanzmarkt ist der reinste Ausdruck des zeitgenössischen Denkens: der Herde. Die Märkte sind ewig nervös, da sie nur zwei Zustände kennen – Angst und Gier – und nur zwei Dinge respektieren: Erfolg und Misserfolg. Das liefert sie nackt Euphorie und Angst – und damit dem allgemeinen Gerede aus: Die Börse bewegt nicht primär, was ist, sondern was alle darüber sagen.
Wohin zum Teufel sind die Intellektuellen verschwunden? Überall findet man sich orientierende, kaum irgendwo Orientierung gebende Köpfe. Das macht sie anfällig für Moden aller Art. Die Führungspersönlichkeit des 21. Jahrhunderts ist: das Modeopfer.
Die Macht des Geredes
Einmal, 2008 nach der Krise, sah das kurz anders aus: Die Banken krachten zusammen. Die verachteten Politiker retteten sie. Nun schien sich der Spiess umzukehren. («Wir dürfen das Geschenk einer solchen riesigen Krise nicht verschwenden», sagte etwa Obamas Stabschef Rahm Emanuel.)
Die Bankenrettung war das teuerste Unternehmen der Menschheitsgeschichte – sie kostete bis heute 15 Billionen Dollar, das Zehnfache des Zweiten Weltkriegs. Doch als sich der Staub legte, sah man, was die Banken dafür hinnehmen mussten: viel Moralpredigten, kaum Regulierungen.
Und noch schlimmer. Kaum waren die ersten Feuer gelöscht, fing das Gerede an. Journalisten, Analysten, dann Politiker sprachen immer lauter von der Vernunft: vom Sparen. Nach den enormen Ausgaben müsse man den Gürtel enger schnallen. Und zwar massiv.
Was sie dabei vergassen, war: Für ein Unternehmen wäre eine solche Strategie vernünftig. Für einen Staat war es Selbstmord. Denn wer zum Teufel sollte in der Krise investieren, wenn nicht er? Die Banken waren pleite, die Konsumenten auch und die Konzerne weigerten sich zu investieren.
Nach ersten, zaghaften Konjunkturprogrammen schnitten die USA und Grossbritannien die Ausgaben bald zurück – für die bankrotten Banken gab es Geld, für Arbeitslose, Kranke, bankrotte Hausbesitzer nicht mehr. Obwohl diese das Geld sofort wieder ausgegeben hätten. Budgets wurden gestrichen; in England entliess die neue Regierung des Konservativen David Cameron demonstrativ hunderttausende Beamte. Die Folgen waren schrecklich. In beiden Ländern stieg die Arbeitslosigkeit auf 11 Prozent. Wirkliche Armut, wirkliche Angst, wirklicher Zorn. In den USA leben heute 42 Millionen Leute von Essensmarken. In Grossbritannien rutschte gleich die gesamte Wirtschaft in die Rezession.
Doch die Jobkrise wurde nie als Priorität behandelt – alle Politiker sprachen, was alle sprachen: von der Defizitkrise. Dabei ist eine Schrumpfkur in der Rezession etwa so wirksam, wie der Ökonom Paul Krugman schrieb, «wie ein mittelalterlicher Arzt, der einen Kranken kräftig zur Ader lässt».
Als die USA diese Woche ein Rekord-Sparpaket schnürten, sah man, dass das Defizit selbst in Augen der Urheber des Geflüsters, der Börse, nicht das wahre Problem war: Seither brechen weltweit die Kurse zusammen.
Kurz: Die Politiker in den USA und in England fuhren eine Politik, die ihrer Bevölkerung viele Schmerzen bereitet. Eine unpopuläre Politik. Und unnötige Schmerzen. Und dann versenken sie dabei auch die eigene Wirtschaft. – Warum? So mächtig ist das Gerede.
Die radikale Rechte
Es sind die Rezepte der Rechten, die in diese Krise geführt haben. Schon allein, weil sie darin so erfolgreich waren, dass sie zu allgemeinen Wahrheiten wurden. Doch was passiert nun mit der Rechten?
Sie radikalisiert sich. Sie besäuft sich an ihrer eigenen Einfachheit. Ronald Reagan, das Idol der neuen Rechten, war ein Cowboy als Redner, aber als Politiker im Ernstfall Pragmatiker. Die Sowjetunion war «das Reich des Bösen», klar, aber er nahm Abrüstungsverhandlungen auf. «Die Regierung ist nicht die Lösung, sondern das Problem», sicher, aber Reagan erhöhte elf Mal die Steuern.
Heute würde Reagan aus der republikanischen Partei gemobbt. Heute müssen Abgeordnete, um gewählt zu werden, einen Eid unterschreiben, nie, auf keinen Fall Steuern zu erhöhen. Und ihre Antworten auf komplexe Fragen sind unverhandelbar kurz: Budgetkürzungen? Wenn nicht bei der Armee – immer gut. Steuergeschenke? Immer gut. Defizit? Des Teufels. Sozialprogramme? Des Teufels. Renten, medizinische Versorgung? Des Teufels. Den eigenen Verhandlungsführer niedermachen? Kein Problem. Den Staat bankrott gehen lassen? «Dann geht trotzdem morgen die Sonne auf.»
Es sind Positionen, mit denen keine Politik mehr zu machen ist, nur Revolution. In einer Karikatur sagte Obama: «Wir geben euch alles, was ihr wollt.» Worauf die Republikaner sagen: «Das ist inakzeptabel.»
Die Milliardärspartei
Das Verblüffende ist: Warum sind die Rechten in Europa und den USA so erfolgreich? Warum mit einem Programm, das weder funktioniert, noch für den Mittelstand – bei Licht besehen – lukrativ ist?
Der Vorteil der Rechten ist zum ersten ihre Energie: Schnelligkeit ist die Waffe derer, die lange nachgedacht haben. Aber auch die Waffe derer, die nie nachgedacht haben.
Dann, mit Sicherheit, fasziniert der Ton der Härte: Er passt zur Zeit, die als hart angesehen wird.
Und schliesslich funktioniert der Paket-Trick, wie ihn Paul Krugman beschrieb: «Die Rechte redet von Schulgebeten, von Waffenbesitz, Schwulenehe, Wohlfahrtsempfängern, die Mercedes fahren, sie redet von Stolz, dem einfachen Mann, der verbrecherischen Elite und amerikanischen Werten – und wenn sie an der Macht ist, beschliesst sie Steuererleichterungen für Reiche.»
Tatsächlich senkte George W. Bush an der Macht die Steuern für Reiche und Unternehmen derart, dass ein solider Budgetüberschuss in ein tiefes Minus kippte: Man rechnet mit 2 Billionen Dollar Ausfällen in den letzten 10 Jahren.
Weltkonzerne zahlen oft gar keine Steuern; und von den Superreichen nur die Hälfte den Spitzensteuersatz. Und der ist tiefer als je zuvor. Dabei hat niemand in den drei Jahrzehnten der rechten Politik so profitiert wie die Superreichen: Vor 25 Jahren besass das reichste Prozent der Amerikaner 33 Prozent des Landes. Heute sind es 40. Noch krasser ist die Situation beim Einkommen: Es verdoppelte sich von 12 auf 25 Prozent des Kuchens.
Die durchschnittliche Mittelstandsfamilie hingegen sackte leicht unter das Niveau von 1980. Für sie waren es drei verlorene Jahrzehnte.
Die Politiker der Rechten reden von Freiheit und dem kleinen Mann, aber sie betreiben das, was Joseph Stiglitz trocken «Sozialismus für Reiche» nannte. Das Resultat ihrer Politik ist unter dem Strich die Oligarchie. Kein Zufall, werden die Parteien, etwa der Tea-Party-Flügel in den USA oder auch die SVP in der Schweiz von Milliardären geführt.
Was tun?
«Ich vertraue auf die Vernunft. Wir alle sind verantwortungsvolle Leute», sagte Obama. Er sagte es vor der Bankenregulierung. Und vor den jetzigen Defizitverhandlungen. Er irrte sich.
Denn es ist ein Fehler der Linken und Liberalen, diese Parteien aus langer Gewohnheit heraus für Politiker zu halten. Es sind nicht mehr die guten alten Konservativen, die sie gegründet haben. Ihr Metier sind nicht Kompromisse, sondern Wahlkämpfe.
Obama, ein ernsthaft praktizierender Christ, glaubte das Gegenteil. Und scheitert deshalb politisch. Die Rechten nahmen der Reihe nach die Arbeitslosenunterstützung, das Konjunkturprogramm und schliesslich den ganzen Staat als Geisel. Obama gab jedes Mal nach, kürzte Programme für die Armen und verschonte die Steuerprivilegien der Reichen. Zum Dank beschimpften die Republikaner den Präsidenten als Sozialisten, islamischen Agenten und weiss-der-Teufel-was. Auch die gemässigten Liberaldemokraten in England, die mit den Tories koalierten, gingen unter. Sie wurden von der der konservativen Sparagenda überrollt. Auch Obama wurde von seinem Gott verlassen, als er seinen Gegnern die Hand reichte.
Was also tun? Zunächst ist nur klar: Man kann von dieser Sorte Rechten weder als Linker, noch als Liberaler Kompromisse erwarten. Auch kein Nachlassen. Die neue Rechte wird aus der Krise gestärkt hervorgehen: Sie werden gewählt und befeuert von der Angst und dem Hass der Verlierer, die ihre Politik schafft.
Es bleibt kein Weg, die neurechte Wir-oder-Ihr-Position zu vermeiden. Es wird ein langer, harter, zäher, frucht- und freudloser Kampf.
Das was sich tun lässt, ist den Kopf dabei nicht zu verlieren. Genau hinzusehen und das allgemeine Gerede nicht einfach zu kopieren. Wie nie zuvor regiert die Ökonomie die Welt und ihre Entscheidungen. Und trotzdem besteht sie fast nur aus Jargon. Wenn verhandelt wird, dann fast nur in Schlagworten, die als Universalrezepte verstanden werden. Meist fällt, irgendwie verlängert, der Jahrhundertsatz, den einst Margaret Thatcher erfand: «There is no alternative!»
Das ist Lüge: Ökonomie ist keine Wissenschaft, sie ist eine Kunst. Wer hinsieht, weiss: Es gibt keine Situation ohne Alternativen. Und damit beginnt jede Politik. Es ist Zeit, die selbstverschuldete ökonomische Unmündigkeit hinter sich zu lassen.
Und drittens dürfen Linke und Liberale nicht mehr eine Krise verschwenden – so wie die Bankenkrise. Kein Land hat es geschafft, seine Finanzindustrie in den Griff zu bekommen. Und aus ihr das langweilige, solide Geschäft zu machen, dass es über Jahrzehnte hinweg war.
Und schliesslich sollte man die alten Konservativen ein wenig stärken. Schon, um zu zeigen, dass es einst eine kluge, respektable Rechte gab. Es war ein Republikaner, Oliver Wendell Holmes, der sagte: «Ich zahle gern meine Steuern. Mit ihnen kaufe ich mir Zivilisation.»
Es lohnt sich, gegen die neue Rechte anzutreten: Sie sind keine konservative Partei, sondern eine revolutionäre. Sie sind eine Gefahr für die Wirtschaft. Sie sind Totengräber der Mittelklasse. Und Verbündete einer neuen Oligarchie des Geldes. Sie sind die Feinde der Zivilisation. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.08.2011, 15:20 Uhr
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423 Kommentare
Hatte vor einigen Monaten wiedermal Kontakt in die Schweiz und war erschrocken. Der alte Pragmatismus, für den die Eidgenossen mitunter verlacht wurden, scheint verloren. Man führt nun auch "Grabenkämpfe", Links gegen Rechts, Liberalismus gegen Monarchie, Christentum gegen Zen Buddhismus. Ein vielbeachteter Leitartikel, der provoziert, und vielfach verlinkt wurde. Antworten
Auch im Abstand von einigen Monaten hat sich nichts an der Erkenntnis geändert: Seibts Leitartikel ist erschütternd. Stringent und plausibel argumentierend, nüchtern analysierend. Er legt die Fakten auf den Tisch und vernetzt sie. Er beantwortet die Frage, wohin der in den letzten Jahrzehnten von sich abrackernden Menschen erwirtschaftete Reichtum verschwunden ist. Und was zu tun bleibt. Antworten
Einer der besten, wenn nicht der beste Artikel, den ich auf tagi.ch jemals gelesen habe!! Vielen Dank tut gut das auch mal von anderer Seite zu hören, oft wird ein solcher Beitrag ja schnell als "Verschwörungstheorie" abgetan, viele Leute scheinen nicht zu verstehen was sich global-politisch im Zuge der Krise abspielt und abgespielt hat.
Nochmals DANKE!
Antworten
Einverstanden mit vielem im Artikel, aber Autor macht gleiche Fehler "auf linke Seite", wie was er bei "rechten" anprangert: Populistisch übersimplifizieren! Sein Rezept gegen die (euhh, Schulden- (!)) Krise: Mehr Staatsausgaben! Wow, naiv und selbstmörderisch. Kurzzeitige Stimulation der Wirtschaft, um nach 2-3 Jahren mit noch höheren Schulden am selben Ort zu stehen? Das nenn ich "Gerede". Antworten
bin schockiert über die zustimmung zu dem total konfusen artikel. und das in der Schweiz! (ich dacht nur in BRD wollen wir den seligen sozialismus). nichts neues im artikel beliebig zu eigenem weltbild gemixt.ein beispiel: ziemlich zum schluss ruft Seibt linke und liberale zum widerstand gegen rechte auf. liberale sind bekanntlich kapitalisten. also doch nicht an allem schuld oder was? Antworten
Das ist ein typischer Fehler, der vielen Menschen, dies es sich einfach mache, die Kenntnislos das Wort liberale in den Mund nehmen.
Liberal bedeutet nicht sich in die Fänge der Unfreiheit der neuen Oligarchien zu bewegen, bemäntelt mit dem Leichentuch des vulgären Ordo Liberalismus, der nichts anderes ist als die Diktatur der ökonomisch Mächtigen.
Eine in der Tat sehr zutreffende und gleichermaßen erschütternde Analyse. Was wir in unseren westlichen Demokratien brauchen, ist ein Grundkonsens, eine offene (auch ergebnisoffene) Diskussion darüber, welche Gesellschaftsform wir brauchen und möchten.
Wenn wir den Prozeß der massiven Ungleichverteilung von Wohlstand nicht stoppen, wird das "Experiment Mensch" schon bald scheitern.
Antworten
Etwas übersimplifiziert. Sind denn die Apologeten des Finanzkapitalismus alles "Rechte"?
Dem Autor liegt es wohl in erster Linie daran, sein Feindbild - die "Rechten" - aufzufrischen, und macht einen Schwenk von der Tea-Party zur wesentlich älteren SVP.
Über die Linken kann der Autor nichts sagen, weil die Linke nichts beitragen kann.
Schirrmacher von der FAZ denkt dazu feiner und besser.
Ein guter Artikel, der für mich realistisch ist .Ich hoffe nur daß möglichst viele Menschen in USA ,Deutschland
und der sogenannten westlichen Welt dies lesen und verstehen, um bei den nächsten Wahlen ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.Denn nur so Könnten sich diese Zustände ändern,daß Reiche immer reicher
und Arme immer ärmer werden.
Hubert Amon
Antworten
Eine Darstellung, die treffender nicht sein könnte und in der Tat die Verneinung der Zivilistaion beschreibt. Diese Verneinung wird bei den Republikanern deutlich in ihrem internen Wahlkampf, dessen maßlose Lügen und Heuchelei jedem Amerikaner den Schlaf rauben müssten. Diese zwei schrillen Weiber u.a. würden, im Garten aufgestellt, verhindern, daß ein einziger Vogel in den Kirschbaum fliegt. Antworten
Toller Artikel! Aber eines stört mich: dass die Verbrecher, die hier an den Pranger gestellt werden, "Zen-Buddhisten" genannt werden. "Zen-Buddhisten" sind Leute, die das Leben ernst nehmen, sich der Realität stellen und sich nicht in die Tasche lügen. Welten trennen sie von den Lügnern und Vereinfachern, die heutzutage mit ihrer Dummdreistigkeit die Welt regieren. Antworten
Vielen Dank für diesen hervorragenden, reflektierenden Kommentar. Jedes robuste System braucht eine Vielfalt an Meinungen (ob links, echt konservativ, liberal ... alle sind wichtig). Die armseligen Propagandisten des Neo-Feudalismus hingegen, zerstären die Zivilisation (allen voran unsere "geliebte" Kanzerlin). Antworten
Romantisches Geschwalle. Wer mal in Archive schaut wird sehen, dass es so seit Jahrhunderten läuft. Die letzten Bastionen gegen diesen Bankentotalitarismus waren Monarchien die durch die inszenierten Weltkriege zerstört wurden. Jetzt sind nur noch Iran, Syrien (in progress) übrig.
Feudalismus mit modernster Technik wird bald installiert und dann werden die Sklaven es wieder nicht gewusst haben.
Antworten
Ich verstehe nicht, welches Problem Constantin Seibt hat.
Wenn die Tea Party den ökonomischen Suizid der USA betreiben will, dann soll sie das doch tun dürfen.
Schliesslich sind die USA "The Land of the Free", und jeder darf dort nach seinem eigenen Gusto politisieren.
Ich finde, der Welt entsteht kein unersetzlicher Verlust, wenn die US-Oekonomie implodiert.
Antworten
Hey, wir sinbd hie auf Facebook!! Wir sind viele! Was können wir tun? Was müssen wir tun?? Wenn wi nicht jetzt beginnen, uns wieder politisch einzumischen, wann dann? Wir brauchen Ideen, was wir jetzt organisiert und wirkungsvoll tun können, um die "Zivilisation" vor den Milliardären zu retten. Legt los! Antworten
Mir wird es etwas mulmig, wenn "die Linke" erneut "Feinde der Zivilisation" zu identifizieren glaubt. In der Vergangenheit ergab das jeweils eher grausame Resultate. Zudem ist dieser politische Dualismus, Rechts + Links, ein Irrweg. Für mich sind beide Seiten mit den falschen Analysen und damit folgerichtig unzureichenden Lösungen unterwegs. "Kriminell Inkompetent", denke ich diese Tage öfters. Antworten
Ich verstehe nicht, welches Problem Constantin Seibt hat.
Wenn die Tea Party den ökonomischen Suizid der USA betreiben will, dann soll sie das doch tun dürfen.
Schliesslich sind die USA "The Land of the Free", und jeder darf dort nach seinem Gusto politisieren.
Ich finde, der Welt entsteht kein unersetzlicher Verlust, wenn die US-Oekonomie implodiert.
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Ich kann nur ins Lob mit einstimmen. Erschreckend ist v.a. das fröhliche, egoistische weiter-herunterwirtschaften von Sozialwerken, Bildungsausgaben usw, nachdem 2008 Milliarden an Steuergeldern in alle möglichen Taschen geflossen sind. Wenn nach solchen Aktionen noch von Job Creators und Trickle Down Effect (O-Ton Tea Party) gesprochen wird, ist das einfach nur noch eklig. Antworten
Mir wird Angst und Bange, wenn ich die Kommentare hier lese. Es werden die Reichen pauschal dämonisiert, obwohl es ohne Reiche keinen Wohlstand gibt. Es wird sogar von "Umsturz" und "Zwang" gesprochen! Was stellen sich denn einige der Fans des Artikels vor? Eine Welle von Enteignungen? Kommandowirtschaft à la DDR ? Warum ist das eklatante Staatsversagen kein Thema? Antworten
Ach, Herr Hoffmann. Mir wird Angst und Bange, wenn ich solche blinden Folger sehe wie sie. Geben wir all unser Geld den Reichen, die wissen natürlich was Sie damit tun sollen. In die eigene Tasche stecken. Politische Bildung tut in diesem Land grosse Not. Woher haben die "Reichen" ihr Geld? Es wurde uns gestohlen und hat nicht mit ehrlicher Arbeit zu tun.
wie wäre es denn mal mit fairen steuern für alle? mr. buffett zahlt weniger als seine sekretärin!
Wir brauchen eine "Solidarische Ökonomie" ohne Gewinnstreben als kritische Grundhaltung gegenüber neoliberalen Ansätzen, die positiv Bezug nimmt auf den Begriff der Solidarität und die Rückbindung an soziale und ökologische Zusammenhänge.
dazu Bernd Hercksen;
"Vom Urpatriarchat zum globalen Crash? Der Aufstieg einer verkehrten Welt und die Suche nach der richtigen", TB 2010
Antworten
Dieser Beitrag wirft erschreckend realistisch auf, wovon wir "regiert" werden, und was uns in Zukunft (anhand der bisher verlaufenen Agierung der Machthaber seit der Krise) wohl noch blühen wird...
Nur: wie schaffen wir uns jetzt Abhilfe???
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bravo! endlich einmal einer, der sagt, wie es ist. ich bin schon ganz krank von all dem täglichen geschwätz. gott helfe obama, und schicke seinem volk etwas vom heiligen geist des vestandes. immerhin: unser aller polit-milliardär und oberster führer ist aus dem bundesrat geflogen (2007), was beweist, dass unsere politiker doch noch nicht von allen guten geistern verlassen sind (waren? Antworten
Per e-mail wurde ich auf den Kommenter von Constantin Seibt aufmerksam gemacht. Ich bin dafür dankbar. Wie der Sender der Mail bin ich begeistert von dieser Arbeit und vollinhaltlich einverstanden mit dem Text. Neben der nicht-gehaltenen Salzburger Festspielrede von Jean Ziegler ist es mit das Beste was ich in letzter Zeit an jouarnalistischen Arbeiten gelesen habe. Respekt und Dank Herr Seibt. Antworten
Ein ganz hervorragender Artikel. Den Autor werde ich mir merken und den Tagesanzeiger nun desöfteren lesen oder gar kaufen. Wo ist der Link, mit dem ich für diesen Artikel bezahlen kann???? Es kann ja wohl nicht sein, dass es das nicht gibt beim tagesanzeiger.ch. am besten per paypal. Antworten
Margaret Thatcher hat übrigens auch gesagt "There is no such thing like society." , .", womit sie sich offenbar ganz im Sinne des Absolutismus-Erfinders Thomas Hobbes gegen jede Art von Gesellschaftsvertrag wandte, den Jean-Jacques Rousseau später gegen Hobbes einforderte, und stattdessen nur einen Hobbes'schen Unterwerfungsvertrag unter den Leviathan gelten ließ. Antworten
Hallo Roland,
ich suche schon lange einen Nachweis für das Thatcher-Zitat.
Wo genau hat die Oberliberale dies gesagt?
Gruß Uli
Vielen Dank, Herr Canstantin Seibt, für diese zutreffende Analyse. Zum Paulus-Erlebnis des Katholiken Charles Moore fällt mir ein, dass auch Thomas von Aquin ein ihn umwerfendes Erlebnis hatte, so dass er am Nikolaustag (6.12.1273) LETZTMALS in sein Tagebuch schrieb, und zwar die Worte:
"Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir vor wie Stroh im Vergleich zu dem, was ich gesehen habe."
Antworten
Lieber Herr Seibt, vielen herzlichen Dank für diese Worte. Sie sprechen resp. schreiben mir aus der Seele!
Ich werde diesen Artikel an alle meine Bekannten weiterleiten und ihnen empfehlen das gleiche zu tun.
Danke! Danke! Merci vielmals!
Antworten
Ich bin Volkswirt und muss zu meiner Schande gestehen , dass ich in den letzten 20 Jahren auch dem Geschwätz über Deregulierung Privatisierung ,und vermeintlicher Überlegenheit des Marktes erlegen bin. Nun denn , für eine Einsicht ist es nie zu spät . Ich stimme dem Autor des Artikels aus vollem Herzen und klaren Verstand zu - nehmen wir den Kampf gegen die Feinde der Zivilisation auf Antworten
als volkswirt hätte ihnen aber schon klar sein müssen daß exponentielles wachstum grundsätzlich zum kollaps führt. bei einer begrenzten geldmenge kann kapital nur exzessiv akkumuliert werden, wenn es den anderen weggenommen wird. je größer die geldmenge ist, desto schneller wird weiteres geld angesaugt. wer hier mit professionellem wissen deregulierung fordert, tut dies mit voller absicht.
Leider ist das eine sehr gute Frage. Ich hoffe aber, der Tagi steht zu seinem besten Journalisten. Herr Seibt, ich hoffe Sie merken, wie wichtig dieser Artikel war.
analyse zutreffend, konsequenzen unzureichend! " der teufel scheißt immer auf den größten haufen!" mit reformen und und regulierungen ist hier nichts mehr zu retten. dazu ist die akkumulation schon zu weit fortgeschritten. einzig machbar ist ein echtes RESET auf null. aber das ist nur durch zwang erreichbar. kein milliardär wird seinen besitz freiwillig aufgeben, sonst wäre er ja kein milliardär. Antworten
Bin gerade dabei den Artikel zu verbreiten. Es sollte eigentlich jeder der den Artikel für gut hält, diesen über die Social Media teilen, um möglichst viele Leute zu erreichen. Und vielleicht auch den einen oder anderen begeisterten Kollegen bitten diesen auch zu teilen ;-) Antworten
Sie haben Recht mit diesem Artikel. Ich bin schon länger am Umdenken und werde wohl diesen Herbst das erste Mal im Leben die Sozialdemokraten wählen, wenngleich auch diese Seite ihre problematischen Seiten hat. Die SVP und ihre Schergen müssen bekämpft werden solange es noch geht. Antworten
Das ist das Klügste, das ich seit langem gelesen habe. Die Frage ist tatsächlich die, wielange noch die Mittelschicht(en) ihrer eigenen Abschaffung regungslos zusehen wollen. Sie sollte sich darauf besinnen, dass ohne sie das Gemein- und Staatswesen nicht funktioniert, von dem die Reichen profitieren, ohne zu investieren. Es mangelt an einem Umsturz durch die Mittelschicht. Antworten
Der Mittelstand wird noch lange zuschauen:/
Die Veränderung kommt schleichend und siehe TeaParty, die Schafe rennen doch ihrem eigenen Henker nach. Die Leute merken es doch nicht was kommt (Stichwort ESM) und ich habe langsam keinen Bock mehr, auf meine ignoranten Mitmenschen in Deutschland, die alles glauben was in den Nachrichten erzählt wird...
Wie kann man, diesen genialen Artikel, in Sprache der fanatischen Ikonen-Träger übersetzen?
- So, dass sie eigene Funktion, in diesem ekeligem Spiel begreifen - bestenfalls sind sie die Wasserträger der Oligarchen (Milliardäre)!
Revolution als Lösung – ist nie gut!
Revolution bringt die schlechtesten Charaktere nach Oben.
Ich bin für die Wiedereinführung der Demokratie!
Antworten
Diese wunderbar zusammengefasste Misere konnte sich so gefährlich entwickeln, weil die meisten Massenmedien einen Großteil der Arbeit übernehmen. Ein Mut machender Aspekt ist aber, dass diese Absurdität nur im geschlossenen Rahmen gut funktioniert - von außen aber leicht erkennbar wird. Es gibt nur sehr wenige Tea Party Befürworter außerhalb der USA, und das gleiche gilt für SVP, FPÖ, FN, Jobbik.. Antworten
Erstaundlich ist, dass bei über 360 Kommentaren kein sogenannt 'Rechter' ein griffiges oder belastbares Argument gegen diesen Artikel vorzuweisen hat. Hat es ihnen die Sprache verschalgen oder sind sie gard am (Um-)denken? Letzteres wäre zu begrüssen. Antworten
Ich kann mich der großen Zahl der euphorischen Glückwünsche nur anschließen, dieser Artikel, ich möchte ihn schon fast ein Manifest nennen, ist schlichtweg brilliant.
Eines muss ich Ihnen sagen: Auch wenn Ihnen das wahrscheinlich nicht beusst ist: Sie sind Anonymous. Genau das ist die Idee Anonymous. Und mit Ihrem Artikel haben Sie viel zu ihr beigetragen.
Vielen Dank
Antworten
Frage: Warum ist der aktuell 'konservative' Aufschwung in der Politik (USA, Europa) überhaupt möglich?
Nur die guten Wahlkampfbudgets der 'Rechten' zu sehen ist etwas einfach.
Vielleicht auch, weil es sich immer mehr sog. Linke als Cüpli-Trinker gut gehen lassen, schön und viel schwätzen, kein spührbares Gegengewicht generieren und sich leider meilenweit von der 'working class' entfernt haben
Antworten
Brillianter Artikel, Herr Seibt, exzellent analysiert + auf den Punkt gebracht! Ihre Worte und der Applaus der Leser lassen hoffen, dass es um Vernunft + Pragmatismus im Westen noch nicht geschehen ist. Jon Stewart gelang es letztes Jahr, über 200'000 Menschen an seiner "Rally to Restore Sanity" in Wash. DC zu vereinen. Die Ressourcen sind da: starten wir einen globalen Feldzug für die Vernunft! Antworten
Schließe mich den Glückwünschen an! Der Kampf gegen diese Maschinerien muss nicht "frucht- und freudlos" sein. Positive Alternativen zu dieser Lebenssituation, die Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit - was gibt es schöneres? "Revolutionär" sein ist für diese Politiker ein kurzsichtiges Druckmittel und Pose im radikalen Verteidigungskampf gegen technische und transnationale Erneuerungen. Antworten
Späte Einsicht aber immerhin. Ich hab allerdings das Gefühl, dass der Autor sich plötzlich nicht mehr zugehörig fühlt, weil auch sein Geld bedroht ist, denn was er schreibt ist doch nichts Neues und jedem vernünftigen Menschen eigentlich klar. Antworten
danke für diesen großartigen artikel!
ich werde ihn ausdrucken, verteilen, rundmailen, vortragen, vorsingen, vortanzen - habe noch nie so eine klare, kluge, einleuchtende argumantation gelesen.
wem eine soziale+solidarische marktwirtschaft am herzen liegt, weil nur sie einen vernünftigen ausgleich zwischen wohlstand für alle, nachhaltigkeit und solidarität ermöglicht - steht zusammen und kämpft!
Antworten
Dann gehört man allerdings auch zu den Vereinfachern, die zu keiner Politik mehr fähig sind, sondern nur revolutionäres Zeugs schwafeln.
Ach und die linken retten dann die Welt?Nach Stalinismus,Sozialismus gehört den linken mal wieder die Zukunft?Der Artikel tropft nur so von Wunschvorstellungen des Autors.Zwei ehemals rechte Denker,sind noch nicht der Untergang der Konservativen,genauso wenig wie zwei Schwalben einen Sommer machen.Momentan sind die konservativen in den USA und Europa weiter auf dem Vormarsch und das ist gut so. Antworten
Die "Opfer" der Konservativen beschäftigen z.Zt anderswo die Polizei. Was mich an den Reps in den USA am meisten stört, ist, dass die Reps und die Tea-party einen auf heilg machen. Aber dem schwerkranken Nachbarn wollen sie nicht helfen, durch eine moderne Gesundheitsreform. Schäbig.
Kann das sein, das hier ein Opportiunist, geblendet von der Einfachheit der vorgelegten Rezepte, weiterhin an die da 'oben' glaubt? Nein, der Artikel will wohl nicht den Weg in einen neuen Sozialismus ebenen, sondern eher an die Vernunft appelieren, ansonsten besteht die Gefahr, daß das Ergebnis dem des letzten Feudalsystems (http://www.brainworker.ch/Geldtheorie/feudalismus.htm) gleich kommt.
Der Artikel ist absolut zutreffend. Was passiert aber mit einer Gesellschaftt, in der Oligarchen alle Macht in den Händen halten und Politik(er) und Demokratie zu leeren (Wort-)hülsen (s. George Orwell "1984) verkommen? Der Rest der Gesellschaft lebt als Sklaven - was ohnehin schon der Fall ist., aufgrund der Akkumulation des Kapitals (Zinseszins und Geldschöpfung der Banken). Antworten
Dann trag ich mein Kapital zu GLS und Umweltbank und entziehe dem System einen kleinen Teil seines Kapitals. Wenn das alle Mittelstaendler täten würden sich die Banken der Welt umsehen...
Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich das Tagi Abo vermag....aber dank diesem Artikel sehe ich das in Zukunft als SPENDE! Herrvorragend auf den Punkt gebracht, Herr Seibt. Dieser Artikel gehört ins Editorial jedes Wirtschafts- und Politologie - Schulbuches. Antworten
der Kostenvergleich mit dem zweiten Weltkrieg ist falsch. Im Krieg werden Sachwerte zerstört: Häuser, Fabriken, Infrastruktur. In der Finanzkrise wurde nichts zerstört, alle Häuser und Fabriken stehen noch, alle Eisenbahntrassen und Straßen sind noch da. Daher ist auch kein Schaden entstanden. Das Produktionspotential muß "nur" umverteilt werden. Antworten
Jaja, die Rechten sind die bösen und die Linken haben das Patentrezept gegen alle Gefahren unserer Zeit. Und alle Tagi-Leser applaudieren... Definitiv ein Grund den Tages-Anzeiger nicht mehr zu lesen und auf Qualitätszeitungen wie die NZZ zu setzen. Antworten
Jaja, vor Dingen, die man nicht lesen möchte, kann man natürlich die Augen verschließen. Welch intellektuelle Souveränität!
Ein Gegenargument: Da sich der TAMEDIA Verlag in den letzten Jahren nicht gerade als arbeitnehmerfreundlich gezeigt hat, bin ich nun erstaunt, ob dieses Kommentars im Tages Anzeiger! Die Frage lautet nun: Gilt jetzt was Seibt, der Schreiberling, kommentiert oder gilt was Herr Kall, der Verlags - Geschäftsleiter, sagt! Oder hat diese Zeitung einfach ein Doppelgesicht; leider wird es so sein!
Ich bitte Sie, lesen Sie doch den Artikel noch einmal durch und bringen Sie hier zumindest ein zwei Argumente gegen die einzelnen Aussagen vor die Sie so sehr stören oder als falsch erachten. Übrigens, es applaudiert hier jeder, der ein bisschen was von Journalismus versteht.
Vom Newsnetz bzw. Tagesanzeiger wünsche ich mir für die Zukunft eine Niveauangleichung an diesen Artikel.
Ein hervorragender Artikel: analytisch, kritisch, verständlich. Vielen Dank Herr Seibt, Sie wünsche ich mir als Chefredakteur in den deutschen Medien. Menschen wie Sie, kritisch denkend und Zusammenhänge nachvollziehbar erklärend, können wir in Deutschland dringend gebrauchen. Antworten
@Peter Huber; Wo habe ich geschrieben, dass der obrige Artikel falsch ist? Na?
@Stefan Mens; Ich habe familiäre Verbindungen zum ehemaligen Ostblock. Alles klar?
damian hat uns noch immer nicht sagen können, was am obigen artikel denn falsch ist...
Na dann erzähl mal, lieber Damian, wie die andere Seite der Medaille denn aussieht..
Werter Christan, es gibt nicht nur schwarz oder weiss, links oder rechts. Extremismus hat noch nie Frieden und eine homogene Gesellschaft hervorgebracht. In diesem Artikel wird nur die eine Seite der Medaille beleuchtet. Dementsprechend die Reaktionen. Und diese Reaktionen sind leider oft nicht besser als diejenigen Deren, über welche man sich derart echauffiert. Soviel zu meinem blöden Post.
Auwei. Da agiert mal wieder jemand komplett hirnfrei.
Die Welt steht am Abgrund, dank der reaktionären und neoliberalen Politik der letzten Jahrzehnte und Dir lieber Damian fällt nichts blöderes ein, als weiter vor der "anderen Richtung" zu warnen.
An Frau Wirz: Dasselbe habe ist mir auch durch den Kopf gegangen. Sehr wahrscheinlich haben Sie den Artikel nicht verstanden.
Ja, das ist wirklich eine Erleichterung. Nur, ich frage mich schon, wo auf einmal all die Kommentarschreiber geblieben sind, die hier sonst tausendfach ins neue rechte Rohr blasen, so dass einem manchmal Angst und Bange wird?
die Grundhaltung, die Werte dieser $-Parteien sind destruktiv. Keiner stört sich an der Verbandelung der $VP mit den rechtsradikalen in Europa: man schaue auf die Auslandreisen des NR Freysinger. Warum reagiert niemand in der Politik auf diese Extremisten? Antworten
1. Wir hatten noch nie freie Märkte. Jeder der sich mal in die Österreichische Schule der Volkswirtschaftslehre (Mises, Hayek, etc.) eingelesen hat, versteht was ich meine. 2. Machen weder die Rechten noch die Linken was sie vor den Wahlen versprechen. Das hat nichts mit der Gesinnung unserer Politiker zu tun, sondern mit dem korrupten System, welches sie zu Hampelmännern der Wirtschaft macht... Antworten
...Das Resultat ihrer Politik ist unter dem Strich die Oligarchie. Kein Zufall, werden die Parteien, etwa der Tea-Party-Flügel in den USA oder auch die SVP in der Schweiz, von Milliardären geführt.... Zitat-Ende. Leider ist das die traurige Wahrheit und dennoch sammelt die $VP Wähler, die glauben, diese vertrete die Interessen der "Kleinen". Antworten
Was sagt mir das? Soll ich noch im hohen Alter die Ausbeuter bekämpfen? Die junge Generation steht zur Zeit im "Hamsterrad" des Arbeitslebens, kaum Zeit und Finanzen eine eigene Familie zu unterhalten. Die Wut und Kraft zum Widerstand entsteht vielleicht durch " Solidarität " mit Gleichgesinnten in NGO`s und sonstigen Zusammenschlüssen. Ein anderes System wird erforderlich, Genossenschaftswesen. Antworten
Interessanterweise wird von der Tea-Party-Bewegung eine gesetzliche Krankenversicherung als Sozialismus oder Kommunismus diskreditiert. Wer klärt diese Leute mal auf, das diese das erste Mal von einem der größten Sozialistenfresser seiner Zeit, nämlich Otto von Bismarck, 1883 Deutschland eingeführt wurde. Antworten
Gemessen am zeitschriftlichen Durchschnitt ist dieser Artikel bemerkenswert. Dies ist unbedingt ein Weg, den ihr weiter zu verfolgen gedenken solltet. Die eine oder andere "News" oder Promi-Meldung weniger, dafür mehr Journalismus und kritisches Denken stellt exakt die Maxime dar, welche sich quer durch die Medienlandschaft inakzeptabel oft schmerzlich vermissen lässt. Antworten
@Andre Meier
haben Sie den Text verstanden? Die zentrale Aussage haben Sie offenbar nicht mitbekommen:
es gibt eine neue Art von "Revolutionären", die unsere gesellschaftliche Ordnung gefährden.
Und nein, es sind nicht die Linken, es sind erfahrungsresistente Spielerkönige, die sich als Konservative geben.
Ist Charles Moore oder der Autor auch bloß neidisch auf die Reichen? Wohl kaum.
Antworten
Mein Kommentar begann mit "Trotzdem:", ich verstehe sehr wohl die Probleme, die eine "Radikale" mit sich bringt. Der Text setzt jedoch jene mit den übrigen Rechten gleich, dass ist falsch. Moore? Odr noch besser DSK odr Al-Gore? DSK: Salonkommunist. Al-Gore: Flog mit seiner Gulfstream nach Oslo um seine Friedensnobelpreis entg. zu nehmen... nat. CO2 neutral...
Hervorragender Artikel! Nur sollte er noch in vereinfachtem Deutsch verfasst werden, dass ihn ein "Weltwoche-geschädigter" SVPler nicht nur lesen, sondern auch verstehen und interpretieren kann. Einzelne Kommentare lassen den Schluss zu, dass der Artikel in dieser Form die Zielgruppe nicht erreichen kann. Antworten
Zuerst: Sehr guter Artikel. Trotzdem: Der Kapitalismus und die Leistungsgesellschaft sind die einzig empirisch geprüften und funktionierenden Gesellschaftsstrukturen. Wir leben alle gut. Die "Überwindung des Kap." ist keinerlei Alternative. Die Linken haben alle zwei Dinge gemeinsam: Leistungsschwäche und Neid. Das System passt Euch nicht, und trotzdem geniesst Ihr alle Vorzüge. Erbärmlich! Antworten
@Vera Schmidt: Sie haben meine Aussage überhaupt nicht verstanden und verdrehen sie. Sehn Sie, der Arzt kann den Saal auch selbst vorher reinigen, die Putzfrau aber nicht das Herz transplantieren...got it? @ O. Brozek:"Nach Kap. Trad."? Genau, alle verurteilen das High-Life der Banker, und trotzdem sehne sie sich danach...jööööö
@andre meier, wenn aber die putzfrau nicht den operationssaal putzen täte, dann könnte die herztransplantaion wegen null hygiene gar nicht erst durchgeführt werden!
schon mal darüber nachgedacht?
und welche leistung bitteschön haben die banker und zocker geliefert? die welt an den abgrund geführt! finden Sie also voll ok, dass diese weiterhin millionen auf kosten der allgemeinheit verdienen?
Sie haben verdammt recht! Man muss Verantwortung für sein Handeln übernehmen und es sollte Konsequenzen haben, wenn man schlecht wirtschaftet. Wenn man Leuten Geld gibt, die das niemals zurückzahlen können, ist das wohl kaum die Schuld der Kreditnehmer. Die nehmen sich in bester kapitalistischer Tradition nur das, was sie kriegen können. Aber wie genau stellen sich die Banker ihrer Verantwortung?
@O. Brozek: Mein Kap.? Jener sieht nicht vor, dass kleine Leute masslos über Ihren Verhältnissen leben! Und jetzt? Alle wundern sich wie die Idio***, dass ganz Am. völlig überschuldet ist??? Sorry, übernehmt Verantwortung! Sicher, die bösen Banker sind schuld, die Euch Kredite gaben, odr? Genauso wie der Zigarettenherst., nicht??? Hoffen wir nur,künftige Genera. verkom. nicht in dieser Dämlichkeit
Ich bin ausdrücklich nicht dafür,dass jeder das gleiche bekommt,sondern dass man nach Leistung bezahlt wird. Ihr vergleich zw. Chirurgen und Putzen hat nichts mit meinem Kommentar zu tun.
Sie scheinen aber nicht zu erkennen dass ihr geliebter Kapitalismus derzeit nicht so richtig funktioniert, sonst hätten wohl kaum Staaten Banken retten müssen.Oder soll das freie Marktwirtschaft in Reinform sein?
@O.Brozek: Ich setze garnichts gleich. Sehn Sie, Leistung im Kap. wird i.d. REGEL danach bewertet, wieviel Prozent fähig sind, etwas auszuführen. Sorry, aber es ist keine Kunst, den Boden zu wischen! Ein Herztransplantation eher schon!!! Und verdammt: Es braucht Wille und Effort für sowas. Es ist ok, wenn der nicht jeder hat. Aber nach 20 Jahren in Selbstmitleid zu versinken ist einfach lächerlich
Erbärmlich, wie wahr!
Die Linken? Wie soll ich das nun verstehen? politisch? real? theoretisch? oder nur was der alte Mann in Herrliberg sagt, denn in diesem Sinne, ist bzw. kann ja alles nur links und somit des Teufels sein, was nicht unter dem Banner des lachenden Sünneli läuft.
Ebenso kann man nicht jedes krit. Argument mit Neid erklären. Leistungsschwäche? Schau blos das Wählerprofil an...
@Andre Meier, 00:23 Uhr
Welchen "Neid" meinen Sie? Jenen der finanzkräftigen "Eliten" auf die "üppigen" dt. Hartz IV-"Leistungen"? Von welcher "Leistungsschwäche" der Linken fabulieren Sie? Sie bewundern offensichtl. eher die "Leistung" der mit mio-schweren Boni gepäppelten Finanzjonglöre, die mit ihren beinahe schon kriminellen Finanzgeschäften die Welt an den Rand des Abgrunds geführt haben!
Erbärmlich sind Leute wie Sie, die Leistung mit Einkommen gleichsetzen und nicht sehen, dass man trotz eines Millioneneinkommens ein absoluter Minderleister sein kann und Milliarden verzockt, während jemand der tatsächlich etwas leistet kaum seine Familie ernähren kann. Oder stagniert die Leistung des (amerikanischen) Mittelstands seit 30 Jahren, während nur die Oberschicht besser wird?
Gute Beschreibung einer Seite der Medaille, die andere beträfe das Herdenvieh, man darf gespannt sein, ob der Verfasser die Kraft findet, eine ähnliche Statusbeschreibung des modernen, verführten Zeitgenossen zu erstellen.
zum Grusse
Antworten
Hervorragend guter und fundierter Artikel. Einige Fakten und Schlagworte finden hoffentlich den Weg in die Wahlpropaganda der (noch) vernünftigen und denkenden Parteien und Politiker im Herbst! Aber leider laufen wir Gefahr uns an "Massenimmigration" und anderen Nebenschauplätzen aufzureiben und werden so gekonnt an den wahren Problemen vorbeimanövriert! Antworten
Die Realität ist doch, dass wir es mit einer Krise zu tun haben, die auf massivem Staatsversagen durch eine disziplinlose Ausgabenpolitik gründet, ebenso wie auf der fatalen Vorstellung, es müssten sich alle alles leisten können (Immobilienkrise durch zu billiges Geld). Gerade hier zeigt sich die besonders zerstörerische Gier, die durch fremde statt eigene Leistung (Umverteilung) befriedigt wird. Antworten
Aber Sie wollen uns nicht sagen dass Banken überdurschnittliches leisten und Veratwortung übernehmen. Wenn Leute von Leistungsgesellschaft reden kann ich nur lachen. "Chrampfe" mit Händen und Füssen, oder geniale Ideen von Ingenieuren, Erfindern, Erziehung usw. sind Leistungen. Aber doch nicht das Verwalten von Geld und Spekulationen an den Börsen?
Am Untergang der Sowjetunion waren dass wohl auch die Rechten schuld? Gigantisch aufgeblasener Staatsapparat in Griechenland - auch die Rechten? Der Crash des (von den Linken gewollten) Euros, auch die Rechten? Kommt schon, so ein undifferenzierter Artikel... Antworten
Ein guter Artikel, der allerdings einseitig die Schuld an der Finanzmisere der "Rechten" zuschiebt. 2008 wählten die Ameriikaner nicht den "Rechten" McCain sondern Obama. Dieser konnte während 2 Jahren mit klarer Mehrheit im Kongress regieren. Hat er in dieser Zeit Wall Street gebändigt oder die Staatsverschuldung gestoppt? Nein. Merke auch: Die reichsten 5% der Amis zahlen 58% der Federal Tax. Antworten
Der Grundaussage möchte ich ja zustimmen, aber vieles ist auch hier sehr vereinfacht. Z.B. sollte man die Republikaner aus dem 19. und frühen 20. Jhd. (siehe Oliver W. Holmes) nicht einfach mit denen vom Schlage Reagan vergleichen - das war etwas völlig anderes. Auch haben Reagen und Thatcher die heutige Stärke der "schlechten" Konservativen ziemlich aufwendig vorbereitet Antworten
Schweizer wählen NICHT SVP!
Dass sich die SVP nur für die Reichen einsetzt, ist schon lange klar. Steuern senken = Staatliche Leistungen mindern (AHV, IV, ALV, öffentlicher Verkehr, ...). Und diese Leistungen kommen am meisten der Unter-/ und Mittelschicht zugute...
Antworten
Wie schön, dass auch Konservative endlich merken, dass dieser Weg des Neoliberalismus ein Irrweg ist, der die Bevölkerung spaltet, die Demokratien aushöhlt und vielen Menschen überhaupt keine Lebensperspektiven mehr bietet. Ja, man muss gegen diesen Irrweg ankämpfen. Leider haben diese Kreise schon dermassen viel Geld und damit auch Macht angehäuft, dass es immer schwieriger wird. Antworten
Als die SP vor einem Jahr in ihrem Programm vom Überwinden des Kapitalismus gesprochen hat, ist von den Rechten auf hämischste ausgelacht worden und wurde in die kommunistische Ecke gestellt. Man hat nicht mal gefragt, was damit gemeint ist. Der Kapitalismus hat versagt. Es ist ein neues unsägliches Feudalsystem entsanden. Die Rechte macht auf l'etat c'est moi und spricht dazu noch von Demokratie. Antworten
Dem schliesse ich mich an. Eine hervorragende Analyse, sehr scharf und auf den Punkt! Sollte eine Pflichtlektüre für alle sein, deren einziger Antrieb Angst und Gier zu sein scheint.
Wer diesen Artikel liest und anschliessend an die neuen Plakate der SVP denkt, die momentan grossflächig das Land pflastern, der muss eigentlich, nein der kann gar nichts anderes als zu dem Schluss kommen, dass der Autor mit diesem Artikel zu 100% richtig liegt. Antworten
Es gibt anscheinend sehr viele Menschen in diesem Land, denen der Stil dieser Plakate gefällt. Und leider gibt es noch viel mehr Menschen in diesem Land, denen das gleichgültig ist. Welches Ziel verfolgt die SVP? Weiss das die SVP-Basis selbst? Oder lässt diese sich nur instrumentalisieren ohne auch nur zu Ahnen, was der geheime Masterplan der "Führung" ist? Es mach auch mir ANGST!
Beim Anblick der neuen SVP Plakate wird es mir flau in der Magengegend und die Wucht (sie hägen ja überall) lässt mich fragen; was ist wohl der wahre Grund so viel Geld auszugegeben, was versucht man zu vertuschen und wer lässt sich durch die Plakate kaufen? Im Blick auf den Herbst, kann sich jeder vorstellen, wie die Partei aus allen Rohren krass medial und verbissen verbal schiessen wird!
Super Artikel. Die Umverteilung findet statt, auch wenn es selbst den Urkonservativen den Magen umkehrt. Der Artikel "redet" Klartext. Sozialismus für Reiche ist zutreffend. Bei uns werden ja auch demokratische Mittel ausgesetzt, damit den Banken keine weitere Auflagen gemacht werden können. Antworten
Wie bei jedem radikalisierten Glauben, kommt es auch beim radikalisierten Geld zu extremer Vereinfachung komplexer Zusammenhänge. Und es bildet sich eine kleine, machtvolle Gruppe von Führern und Nutzniesern, denen die große Gruppe der gläubigen Mitläufer zuarbeitet. Als Gegner wird eine andere radikalisierte Glaubensrichtung aufgebaut.
Wir erleben nichts anderes als religiöse Radikalisierung.
Antworten
Es ist zu einfach, die Rep’s gegen die Dem’s auszuspielen. Der 'Glass-Steagall act' wurde 1999 unter Clinton aufgehoben (Haupt-Ursache für die Finanzkrise 2007). 1994 unterzeichnete Clinton die ‚NAFTA‘ (Freihandelszone), was die Vernichtung von 100‘000’+ qualifizierten US-Jobs zu Folge hatte. Die Zauberworte des nächsten Wahlkampfes werden nicht mehr ‚yes, we can‘ sein, sondern ‚Jobs, Jobs, Jobs!‘ Antworten
In Folge der NAFTA hat die USA die tiefste Arbeitslosigkeit seit den 60er Jahren erlebt. Dass sowohl die Regierungen Clinton wie auch W. die Bankenderegulierung vorangetrieben haben stimmt natürlich.
Komplimet! Einer der besten Beiträge zu dem Thema seit Jahren. Ich kam wie einige andere Votanten auch schon vor Jahren zum gleichen Schluss und habe das Gefühl, ich predige in meinem Umfeld gegen den Sturm. Das Problem ist wirklich: Einfache Rezepte, die keine sind, die aber als solche erscheinen und die damit das Volk verführen. Für die Schweiz besteht zumindest noch Hoffnung. Antworten
Zuviel Staat (bequemes Schalten und Walten ohne Konsequenzen für nicht erbrachte Leistung zu fürchten) ist genau so falsch wie zuviel Privatwirtschaft (egozentrische Kurzsichtigkeit maximal bis zur nächsten Bonirunde). Von der "vernünftigen schweizer Politikergarde" erwarte ich Gegensteuer wenn sich diese Extreme manifestieren und nicht Huldigung des ENTWEDER einen ODER anderen Meisters. Antworten
Danke, Herr Seibt! Schon lange her, seit ich das letzte Mal so einen klugen Bericht gelesen habe. Ein Leitartikel im besten Sinne: Erhellend und trotzdem mit einem zuversichtlichen Unterton! Ich glaube, ich muss jetzt den Tages Anzeiger abonnieren. Antworten
Wie auch immer eine andere/neue Ordnung aussehen mag, weder Politiker von rechts noch von links, sollten damit etwas zu tun haben. Es braucht neue, nicht von der Politik verseuchte, Menschen. Sollten die Linken Lösungen/Alternativen besser sein (wie auch immer die aussehen mögen),dürfte es ja ein kleines Opfer sein, wenn Herr Politiker von Links oder Rechts sich verabschieden für eine bessere Welt Antworten
Bin schon vor 10 jahren zum gleichen schluss gekommen. Trotz gutem einkommen und ausbildung und mgmt job bei einer grossbank hab ich mich von rechts-liberal zu grün/moderat-links gewandelt und sehe heute der kapitalismus sehr skeptisch.
Die beweise zeigen einfach dass wirtschaftlicher elend meistens von konservativen verursacht wurde, und dazu auch noch eine grosse ungerechtigkeit.
Antworten
Interessant, dass sich zu diesem Thema kaum ein SVPler meldet. Für die meisten dieser Leute sind nämlich diese Zusammenhänge zu kompliziert. Und diejenigen, die Antworten hätten, halten sich absichtlich zurück. Es ist ihr Manipulationsapparat, um möglichst viel Profit in die eigene Tasche zu generieren. Das Thema Überfremdung wird vor allem als Marketinginstrument eingesetzt. Antworten
Die eigentlichen Schmarotzer und Nutznießer des gesammten Steuersystem sind nun einmal Konzerne, mittelständische Unternehmen und Reiche. Der normale Bürger hat nur in geringem Maße die Gelegenheit steuerliche Schlupflöcher auszunutzen. Antworten
angenommen c. seibt hat recht, und die "neue rechte" ist wirklich so radikal. schon mal darüber nachgedacht, dass diese radikalität vielleicht auch eine ursache hat, d.h. antwort auf eine entwicklung ist, die in den augen der "radikalen" vielleicht ebenso radikal ist? bsp. schuldenberg der usa.mal ehrlich,braucht es da nicht eine radikale umkehr der politik? wer will denn griechische verhältnisse? Antworten
@N. Meier: und ich denke, dass die Globalisierung eine Folge der neuen Kommunikationsmittel sind und nicht unbedingt eine Folge deregulierter Finanzmärkte. Im übrigen anerkenne ich, dass mehr Handelsfreiheit etc. unter gewissen Rahmenbedingungen (!) zu mehr Wohlstand führt. Aber im Falle der Deregulierung der Finanzmärkte war hier reines Wunschdenken und eine sehr schädliche Ideologie am Werke.
@N. Meier: "Wollen wir mehr Freiheit oder mehr Zwang" Ich finde diese Frage ist zu pauschal gestellt. Die Deregulierung der Finanzmärkte bedeutet vor allem mehr Freiheit für einige wenige, während es für viele andere Zwang bedeutet (z.Bsp für den normalen Bankangestellten, dessen Arbeitsplatz nicht mehr sicher ist oder den durchschn. Steuerzahler, der diesen Irrsinn bezahlen darf)...
Herr Meier, Sie vergessen wohl und gerne, dass wir die Misere den Rechten, de Republikanern unter Reagen, den beiden Bush usw mit Ihren SINNLOSEN und TEUREN KRIEGEN, zu verdanken haben. Für das Sozialwesen haben die KEIN Geld. nur für Kriege und um in die eigene Tasche zu Wirtschaften. Ubrigens, die Thatcher war nicht besser. In der Schweiz übernimmt di $VP diese fragwürdige Rolle!
@: s. vitelli: das stimmt zwar. aber vergessen sie nicht, dass erst die deregulierten finanzmärkte die globalisierung ermöglichen, welche im moment gerade milliarden von asiaten den weg aus bitterster armut ermöglicht.... solide länder wie die schweiz werden von den finanzmärkten nicht abgestraft. im kern geht es doch um die frage: wollen wir mehr freiheit oder mehr zwang- ich bin für freiheit!
@Meier: Dass der griech. Staat über seine Verhältnisse gelebt hat bestreite ich gar nicht (im Übrigen wuchs der Schuldenberg auch unter der griechischen Rechten) aber GR hatte schon immer ein chronisches Defizit und dessen Auswirkung war meist national beschränkt. Dass dies nun solch massive Auswirkungen hat, ist u.a. eine Folge der deregulierten Finanzmärkte. Und es hat ja nicht nur GR Schulden..
@ s. vitelli: wenn Sie sich unvernünftig verschulden und ihre schulden am schluss nicht bezahlen, ist also der böse darlehensgeber schuld...? hören sie doch auf. Die griechische tragödie ist die folge der misswirtschaft der griechen- nichts anderes. wer so verquer denkt, wie viele linke, öffnet der "radikalen rechten" meiner meinung nach tür und tor...
Der Schuldenberg der USA ist vor allem unter dem Republikaner G. Bush enorm gestiegen. Ausserdem stört die Neue Rechte offenbar nicht, dass die Militärausgaben einen grossen Anteil an dem Schuldenberg haben. Und Griechenland ist eine direkte Folge der von der neuen Rechten forcierten Deregulierung der Finanzmärkte. Ja es bräuchte eine radikale Umkehr, aber garantiert nicht im Sinne der Tea Party..
völlig korrekter komentar.
beispiel pensionskassen.
früher ahv, mit einer verwaltung.
heute tausende pensionskassen mit tausenden verwaltungen mit enormen lohnkosten für das management.
PK kauften billigen wohnraum,bauten teuren wohnraum, ergebnis,
die mieten haben sich vervielfacht.
bankenregulierung und besteuerung der spekulativen geschäfte ist ein ausweg,und verstaatlichung aller pensionskasse
Antworten
"Es ist ein sonderbar Ding um das Menschengeschlecht!" (aus Faust, Goethe).
Dieser Artikel bestätigt mir meine eigenen Gedanken, die mich als Nicht-Linker schon länger
beschäftigen. Unsere Gesellschaft braucht wieder mehr Kohärenz, bessere Köpfe und eine Renaissance
eines für alle Stake Holders gesunden Sozial-Liberalismus. Den dazu grössten Hebel sehe ich in der
Erziehung unserer Kinder.
Antworten
Diverse US-Bundesstaaten haben ausgebaute direktdemokratische Institutionen, z..B. Kalifornien seit über 100 Jahren (intensivst genutzt notabene!), trotzdem ist es nicht frei von all diesen Problemen. Wir stellen fest, sie verschreiben also Amerika ein Medikament, dass die schon lange Schlucken.
Au ja! Dann können die Tea-Party-Leute endlich die Initiativen für reduzierte Wahl- und Abstimmungsrechte von Farbigen und für Zwangschristianisierung einreichen und direkt den Staat in die Handlungsunfähigkeit führen...
Intressant ist, dass in den USA jeder der etwas soziales entscheidet, ein Verräter ist und mit Kommunist / SOZIALIST Nestbeschmutzer verunglimpft wird. Die Republikaner insbesondere die Tea-Party Abgeordneten sind Extremisten, die nur an den reinen Kapitalismus glauben. Alle Andersdenkenden und nicht weisse Rasse müssen vernichtet werden. Wer hat die Schulden mit Krieg angehäuft. Republikaner/Bush
"Der Vorteil der Rechten ist zum ersten ihre Energie: Schnelligkeit ist die Waffe derer, die lange nachgedacht haben. Aber auch die Waffe derer, die nie nachgedacht haben."
Wer dies glaubt, hat nicht kapiert, wie clever die Republikaner sind. Sie haben länger und intensiver nachgedacht, wie sie gewinnen. Das tun Liberale und Linke längst nicht mehr.
Lesetipp: The political Brain.
Antworten
Und genaus das ist der Trugschluss! Republikaner wissen wie man gewinnt, aber es geht darum dem Land zu dienen. Das beste für Land und Leute zu erwirtschaften. Da muss man grösse haben und Kompromisse eingehen können. Es geht nicht ums gewinnen. Nicht so à la : 3:1 für die Republikaner. Capisce?
Wenn die Politik in €land noch etwas Hirn besitzt, dann kommt kein neues Hilfspaket, sondern sie lässt die Märkte (und auch die Wirtschaft) zusammen krachen. Wenn dann alles am Boden liegt, kommt eine Enteignung der reichsten 10% und ein Haircut bei den Staatsschulden. Dann kann es wieder besser werden. Die Schweiz kann mit gutem Beispiel voran gehen. Die SNB Mrdn zur Fr-Rettung sind Vergeudung. Antworten
Ja, weil naemlich wenn nicht in allen fuehrenden Staaten wie USA, Schweiz, England, usw. die Kolumnisten an der Macht waeren, welche uns nur in die EU fuehren wollen und fuer die Personenfreizuegigkeit verantwortlich sind, dann haett es nie eine Krise gegeben. Das ist nur deren Schuld. Weil die die Mehrheit haben und nur das Geld an die Reichen verteilen. Also sind die Verantwortlichkeiten klar. Antworten
Den in den Kommentaren erwähnten Kommunismus gab es auch im Ostblock nie. Tatsache ist, dass dort genau das gleiche System herrschte, auf das Tea Party und SVP jetzt zusteuern möchten: Oligarchie, ein paar wenige (aka Ch.B.) haben und bestimmen alles und das Volk hockt im Dreck Antworten
Lieber Herr Zürcher, wenn Sie doppelt soviel wie die "knauserigen" Sozialdemokraten (Sozialisten gibt es in der Schweiz kaum) spenden, errechne ich, dass Sie pro Jahr rund 20 % Ihres Einkommens spenden. Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Grosszügigkeit. So etwas sieht man selten.
Frau Tante: Ihre Frage ist leicht zu beantworten, ich spende etwa doppelt soviel wie ein knauseriger Sozialist! Nun können Sie es selbst ausrechnen, wieviel das ist! Ich gebe zu, folglich sind meine Spenden klein!
Man schaue sich einmal das magere Sammelergebnis des Arbeiterhilfswerks ( heute Solidar Suisse) an und dann frage man sich, ja wieviel Geld zu spenden sind denn eigentlich die sozilistischen Millonäre bereit? Antwort: Diese "Geizhälse" geben praktisch nichts. Und solche Leute sollten nun plötzlich gut sein und das Sagen haben? Seibt irrt, denn mit diesen wird es nur noch schlimmer werden!
Es kann schon sein, dass in der SVP nur zwei Milliardäre sind. Fakt ist aber, dass diese Partei genau das tut, was der eine dieser Milliardäre will. Und was die Millionäre in der SP betrifft, die es zweifellos gibt, so haben diese ZUSAMMEN nicht annähernd soviel Geld wie die 2 SVP-Milliardäre. Auch zielen die SP-Millionäre nicht darauf ab, sich zu bereichern und möglichst wenig Steuern zu zahlen.
Frage: Wieviele Milliardäre sind denn eigentlich bei der SVP dabei? Nach meiner Berechnung Zwei! Die übrigen Mitglieder sind echter Mittelstand oder durchschnittliche Arbeitnehmer und Pensionierte. Also, es wäre vielleicht einmal fair, wenn man diesem ewigen $VP statt SVP aufhören würde und gelegentlich einmal kontrollierte, wieviele Millionäre bei der SP dabei sind. Ich schätze 350!
Da ich mich als überzeugter Konservativer ohne negative Ausrichtung wie auch als überzeugter Sozialdemokrat genauso verstehen könnte, glaube ich, Amerika muss endlich seine Schulden zahlen und sich reformieren. Radikal, ehrlich und so das die Mensche mit Kapital erkennen, was es sie kosten wird, wenn Amerika pleite geht. Niemand außer den Amerikanern, die es haben kann Amerikas Schulden begleichen Antworten
@Fr. Singer, "Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Mißbrauch getrieben wird, als mit dem Wort "frei"! Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit für alle will - jeder will sie für sich." Aussage von Fürst Otto von Bismarck (1815 - 1898).
Welche Freiheit meinen Sie denn. Die Freiheit einiger wenige alles an sich zu reissen und dabei jeden niederzuschreien der sich dagegen auflehnt? Und alles im Namen der Wirtschaft und der Freiheit. Wohin das führt dürfen wir jetzt wieder erleben. Wünsche eine frohe Tea Party
Aus Schillers Wallenstein: Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt... Die Einsichten in diesem Bericht in allen Ehren aber es ist zu spät das Ruder herumzureissen. Die Nachkriegszeit ist definitiv zu Ende. Zitat: Die Bankenrettung war das teuerste Unternehmen der Menschheitsgeschichte – sie kostete bis heute 15 Billionen Dollar, das Zehnfache des 2. Weltkriegs! Und wer ist der Dumme? "Der kleine Mann"... Antworten
@Ambuel: das grosse Plus der SVP ist es zweifellos, dass sie in den letzten Jahren Tabuthemen wie Asylwesen / Sozialmissbrauch / Islamisierung / Ausländekriminalität etc aufgeriffen hat. Die SVP hingegen die Finanzpolitik machen lassen, heisst: wenigen Reichen zuzudienen, und den Rest der Bevölkerung zahlen lassen. Schweizer und Schweizerinnen wacht auf, bevor es zu spät ist! Antworten
@ Hanspeter Zürcher: Hochfinanz, Pharmaindustrie, Internationale Grosskonzerne, Rohstoffkonzerne.
Die SVP Mittglieder mögen vieleicht zum grossen Teil KMUler sein, obwohl EMS das garantiert kein KMU ist, die Politik machen sie für andere. Schauen sie doch mal wer zum Beispiel jeweils gegen Parallelimporte von Medikamenten stimmt.
Und - nicht die Bauern vergessen bei den $VP-lern! Die leben nun einmal zum grössten Teil von Subventionen, haben aber (wenn ich den benachbarten Bauern so sehe) ständig neue Autos, Maschinen usw. Klar arbeiten sie, aber das tun andere auch, ohne Subventionen zu bekommen und dazu noch immer nur zu jammern!
MWSt soll 0,4 Prozent gesenkt werden, parallel dazu möchte Blocher die Kosten bei IV senken, Sparvorschläge bei der Bundesverwaltung realisieren. Auch den Unternehmenssteuersatz will der SVP-Stratege von 8,5 auf 7 Prozent reduzieren und die Stempelsteuer ganz abschaffen. Dann ACHT MILLIARDEN Steuergeschenk bei Unternehmsteuerreform, im April!!! Dies hilft den Aktionären und den BONIBEZÜGERN.
Wie heissen denn diese Reichen der SVP, denen zugedient wird? Ist es Blocher, der kein Abzocker ist, sondern ein Unternehmen geführt hat auf eigenes Risiko hin. Oder ist es Spuhler, für den gilt doch dasselbe wie Blocher! Also bitte, wie heissen denn die SVP Millionäre denen zugedient wird? Die SVP Mitglieder sind in der Tat KMU Leute oder einfache Arbeitnehmer und Pensionierte, so ist es!
Seibt bringt die Analysen (die weltweit in liberalen und linken Kreisen gemacht werden) auf den Punkt. Exzellent! Die globale Tendenz der Machübernahme durch Feudalherrschaften (Geldadel Oligarchen) Auch in Russland, das sich den "Umweg" (zivilisatorischen Leistung = RS) erspart hat. Wozu noch kämpfen? Die Verteidigung der Zivilisation ist es wert! Antworten
Was den Bürgern beleibt: Hebt alles Spargeld ab und vergräbt es. Hebt die "Mächtigen aus den Angeln. Holt es leise wieder hervor und gebt es den Unternehmern, den Patrons.
Dann seid ihr Aktionäre der Zukunft aus eigenem Entscheid.
Bezahlt keine Schulden den Grossbanken zurück, übergebt den geschuldeten Betrag den Patrons zur Rettung eurer Arbeitsplätze. Kredit an die bedürftige Nachbarschaft.
Antworten
Keine Sorge C.Seibt,
in ein paar Jahren, wenn die EU total kollabiert, die Zuwanderung endlich wieder reguliert wird, krimminelle Ausländer endlich konsequent ausgeschafft werden, der Mittelstand wirkungsvoll von übermässigen Gebühren und Abgaben entlastet wird, CH-KMU vom Joch der überbordeten Verwaltung befreit werden, dann werden noch viel mehr Bürger merken, dass die SVP eben doch recht hatte.
Antworten
Gott sei Dank, Herr Ambuel, gibt's keinen Weg 'zurück' in die Anker-Schweiz der Ewiggestrigen, der 'Melker' wie Euren Toni Brunner ! Die Pfarrer Künzli-CH wird nicht wieder entstehen, und die SVP hat auch keine griffigen Rezepte, die propagierten Steuergeschenke für Unternehmen haben in USA gerade anschaulich zum Desaster geführt !
hat ihnen die svp auch gesagt, wie sie dies machen möchten, oder nur dass sie dies machen möchte... träumen sie weiter...
Genau dies war im Text gemeint mit "einfache Rezepte"...
@Jonas Bischof
Sie unterliegen dem Irrglauben das der Staat eigene Ressourcen besitzt, dies ist aber offensichtlich nicht der Fall sonst müsste er ja nicht Steuern und Abgaben erheben. Infrastrukur und Bildung wären auch ohne Staat finanziert, nur ohne sinnlose prestige Objekte, NEAT ohne Nord/Süd-Anschluss oder sexuelle Erziehung von 4 Jährigen usw.
Spätestens dann, wenn die hälfte der kleinen schweizerischen KMUs pleite ist, die grossen Industriebetriebe weiter gezogen sind, ein grosser teil der schwer arbeitenden Gastarbeiter das Land verlassen hat, keine Touristen mehr kommen, da es zu teuer ist, spätestens dann wird der letzte Bauer der Schweiz verstanden haben das irgendetwas schief gelaufen ist. Jedes Rindvieh sucht sich seinen Metzger.
Zuwanderung brauchen wir für die Wirtschaft.
Kriminelle, die ausgeschafft werden, sind ein Randproblem. Das (wirtschaftliche)Problem des Mittelstandes sind sie nicht.
Die KMU hätten bestimmt lieber weniger Abgaben. Auch die Verwaltung kann man bestimmt optimieren. Lasst uns das tun! Deswegen müssen wir doch nicht den Staat verteufeln. Immerhin ist er es, der Infrastruktur, Bildung usw. bezahlt.
Schuld sind immer die anderen: Ist es doch die SVP die eine regide Sparpolitk verfolgt und damit die Binnennachfrage abzuwürgen droht. Sie fiel auch der Nationalbank in den Arm als sie Devisen aufkaufte und ist für Steuererleichterungen für die Reichsten. Die Wirtschaftskrise vor diesem Hintergrund den Ausländern zuzuschreiben, leuchtet nicht ein.
So viele Menschen haben diesen Artikel empfohlen wie nie zuvor. Einmal "Like" klicken reicht aber nicht. Ich hoffe, der Text führt dazu, dass sich die Menschen endlich mehr engagieren. Die Rechte ist nur darum so stark, weil die "vernünftigen" Leute in den letzten Jahren lieber vier Wochen Urlaub in der Toscana gönnten, anstatt politische Knochenarbeit zu leisten. Antworten
Genau! Die Zeit ist reif, dass wir das Blatt endlich wenden. Warum kann die SVP Tausende von Buure-Zmorgen organisieren? Weil sie motivierte Mitglieder hat. Es wird Zeit, dass wir dem etwas entgegensetzen. Denn WIR sind der Mittelstand, nicht die SVP und die FDP!
Bleibt noch hinzuzufügen, dass die Sparpolitik der neoliberalen noch nie zum Erfolg geführt hat, sondern die Armut in allen betroffenen Staaten massiv förderte - verbunden den entsprechenden Ängsten, sozialer Unrast und in der Konsequenz mit dem Aufstieg faschistoider Bewegungen, wie der SVP, die einerseits für diese Politik steht und andererseits für die Schäden andere verantwortlich macht. Antworten
Es ist ja irgendwie bezeichnend, dass es für viele Schreiber hier nur entweder trickle-down Neoliberalismus oder DDR gibt. Die Aelteren (Schweizer, nicht DDR-Bürger) werden sich erinnern, dass die Schweiz (nicht DDR) einmal eine soziale Marktwirtschaft (nicht Kommunismus) hatte, die allen - nicht nur den Reichen - das Erarbeiten eines kleinen Wohlstands erlaubte ("Mittelstand"). Aber eben *seufz* Antworten
Wer Arbeiter ist und seiner Gewerkschaft vertraut, der sollte den letzten Jahresbericht lesen. Dort steht, dass der Mittelstand durch die konservative (rechte) Steuerpolitik benachtteiligt wurde. Es gibt eine Umverteilung von Vermögen von Arm/Mittelstand zu den Reichen. Und der Grund? Bürgerliche Politik. Das sagt der schweizerische Bund der Gewerkschaften und nicht irgend eine Sozipartei. Antworten
Tragisch dass "Teile und herrsche" auch heute noch funktioniert... Ansonsten eine der besten Analysen die ich in den letzten Jahren gelesen habe, Respekt Herr Löpfe! Nur Ihre Hoffnung teile ich nicht: Der Mob ist längstens los und die Wirtschaft geht gleichzeitig den Bach runter. Jetzt noch gesunder Menschenverstand zu erwarten ist unrealistisch. Good night and good luck Demokratie + Solidarität! Antworten
Die Analyse ist gut und beschränkt sich im wesentlichen auf Zitate. Insofern handelt es sich nicht um eine Autorenmeinung. Nur macht der Autor dann das, was er oben selbst bemängelt. Er hat keine Alternative. Diese Rechte zerstört nicht Zivilisation, nur unsere Form dieser. Es wäre nicht die erste Revolution, die das Gegenteil von dem durchsetzt, was sie wollte. Sollen sie! Antworten
Ich werde das Gefühl nicht los: Die meisten empörten Kommentarschreiber haben den Artikel nicht wirklich gelesen, nicht gewürdigt. Sie greifen zum Hammer: Constantin Seibt? = ein notorisch Linker den man gar nicht zu lesen braucht.... USA?..sofort wird die UDSSR ins Feld geführt..etc. Auch hier das simple Muster der Rechten: Schlagworte als Antworten auf einen sorgfältigen, ehrlichen Artikel. Antworten
Absolut korrekt! Sehr gut recherchiert und geschrieben. Es ist wichtig hinzuschauen: Die Totengräber der Mittelklasse und Vebündeten der neuen Oligarchie des Geldes geben sich als die einzig wahren Patrioten. Auch in der Schweiz. Darum: richtige Schweizer wählen sicher nicht SVP. Antworten
Super Resümee. Mensch sieht erst hin wenn es weh tut. Jetzt beginnt es weh zu tun u. jeder täte gut daran mal sein eigenes Verhältnis zum "Geld" zu überprüfen. Mit welcher Emotion man z.B. seine Steuererklärung ausfüllt. Einkommen mögen (abartig) verschieden hoch sein, bis anhin kenne ich aber niemand der bei der Steuererklärung nicht dafür sorgt am Ende möglich wenig davon bezahlen zu müssen. Antworten
So lange Erleichterungen für real existierende Lasten gewährt und in Anspruch genommen werden, ist das doch in Ordnung. Wenn aber jemand, Konzern oder Person, Milliarden*gewinne* einfährt, keine Steuern entrichtet und sich dann noch "arm" rechnet, um aus dem Topf einen Zuschuss zu erhalten, dann mag das clever sein - moralisch ist es zumindest fragwürdig, politisch schlicht änderungsbedürftig.
Was für ein Konglomerat von linkem Galubensbekenntnis, Halbwahrheiten, verdrehten Fakten und vor allem Spekulationen und Unterstellungen. Obama ist politisch gescheitert, weil er ein praktizierender Christ sei? Das ist schlicht absurd! Obama ist ein Multimillionär mit TV-Austrahlung und geschliffener Rethorik. Er scheitert, weil er als Präsident absolut nichts taugt und nichts tut ausser reden. Antworten
Das Hauptproblem der Linken ist, dass sie sich gar nicht die Mühe nehmen die kapitalistische Ökonomie zu verstehen und zu durchschauen (wie damals Marx). Um den Feind zu schlagen, sollte man diesen genau kennen. Ausserdem basiert ihre Ideologie immer noch auf den veralteten Strukturen der Industriegesellschaft. Dabei wandelt sich der Westen weg von der Produktions- hin zur Brainpower-Industrie. Antworten
Man lasse sich nur einmal kurz vorstellen, wie das Gegenstück dazu, die UDSSR, war und zum Teil noch ist oder wird. Das linke Wesen ist total unfähig einen Staat zu führen. Wer Leistung nicht honoriert, sondern alles über einen Kamm schert, hat von Anfang den Absturz in sich. Nirgends hat der realexistierende Sozialismus funktioniert. Antworten
Geehrter Herr Tanner,
Ich stimme Ihnen zu, dass auch die linke Seite keine besseren Resultate herbeigeführt. Ich denke der Artikel sucht auch die Lösung nicht in der radikalen Linken sonder viel mehr einen Weg durch die Mitte. Mit Sicherheit ist dies kein einfacher Weg, da die Komplexität der heutigen Welt kaum einfache Lösungen zulässt.
Dann ist das Gegenstück zum Neofeudalismus also der Kommunismus, und dazwischen gibt es – wieder einmal – keine Alternative: Die soziale Marktwirtschaft hat es nie gegeben, Keynes war der Bruder von Abel, Bretton Woods ist ein Golfspieler und die Jahre von 1950 bis 1980 haben die Linken erfunden, genauso wie Eveline Widmer-Schlumpfs birth certificate -
Das ist genau das Problem - solang die Rechtspopulisten die UdSSR als Gegenstück der aktuellen, bedingungslosen Kamikaze-Marktwirtschaft darstellen, kommt nie was Schlaues dabei raus. Sinnvoll ist etwas dazwischen - Staat mit Mass, Marktwirtschaft mit Regeln, Banken mit Kontrolle, Abzocker einschränken. Kommunismus und bedingungslose Marktwirtschaft funktionieren beide nicht, wie wir jetzt wissen!
Glauben Sie wirklich, dass es nur entweder totalen Sozialismus auf der einen Seite oder auf der anderen Seite einen Staat ohne irgendwelche Regulationen irgendeiner Art gibt? Genau das ist auch das Problem der Tea-Party-Bewegung, meiner Meinung nach. Es werden zwei extreme Positionen geschaffen und für eine von Beiden muss man sich entscheiden. Die Welt funktioniert aber nicht in Schwarz-Weiß.
Herr Tanner, leben wir hier und jetzt in der alten UDSSR oder in der Schweiz mit dem heutigen Rechts-Populismus ?
Ich wiederspreche Ihnen nur ungern, Sire, aber einen real existierenden Sozialismus gabs bislang noch nirgends auf der Welt, Sozialismus blieb bislang nur eine Theorie. Was ist das geanu, 'das linke Wesen'? Gibt es nur eines? Finden Sie es nicht gar etwas einfach, Linken jegliche Qualifikation abzusprechen, wenn Sie gleichzeitig mitansehen dürfen, wie die Neoliberalisten gerade die Welt plündern?
Weil es ebenso eine Extremposition war. Die Lösung liegt weder in linken, noch in rechten Extremen, sondern in Kompromissen. Ausserdem war die UDSSR am Ende kein bisschen sozialistisch mehr, sondern eine reine Diktatur, die mit den ursprünglichen Ideen etwa so viel zu tun hatte, wie die Tea Party mit Tee.
Die UDSSR ist nicht das Gegenstück, sondern bloss die gleiche idealistisch-demagogischer Verblendung in neuen Gewändern. Mit dem gleichen Argument könnte man behaupten, dass das rechte Wesen unfähig ist einen Staat über längere Zeit zu führen, siehe Hitler. Ideale + Visionen zu haben ist gut; nicht bereit sein Kompromisse einzugehen, sich allwissend aufzuspielen ist der sichere Weg in den Abgrund.
Ich verkehre oft in den EX-Ostblock-Staaten. Hat sich z.T. nicht viel geändert. Arbeit lohnt sich nicht, der Staat schaut dann schon. Aufträge, die ich vergeben habe, wurden abgelehnt, obwohl mit einer Kaufkraft von ca. 2500 CHF durchaus gross, für einen Handwerker. Korruption wo das Auge hinschaut. Unter ca. 100 CHF kommt ein Handwerker erst gar nicht. Und die EU zahlt und zahlt sich dumm.
Eine geniale Analyse von Constantin Seibt, welche im medial gehypten Rauf-und-Runter-Zirkus der Amerikaischen Politik die 'Ziele' der Rechten, bzw. eben deren ziellosigkeit entlarvt und die gleichzeitig einen Abriss über die Folgen eines falsch verstanden Kapitalismus und Liberalismus darstellt. Die Reichen werden reicher, politische Macht ist immer mehr auch im Westen käuflich! Antworten
Wenn sich jemand fragt, wieso Gruppen wie die Tea Party/SVP so erfolgreich sind, sollte sich 2 Fragen stellen:
1.) Im Vergleich zu den Eltern (als sie in unsrerem Alter waren): Zahlten sie mehr oder weniger Steuern + Gebühren?
2.) Gleiche Ausgangslage wie 1: Haben sie mehr oder weniger für ihren Steuerbatzen erhalten?
Die Leute können rechnen und sehen ja, dass sie ein Moloch füttern...
Antworten
Jawohl, wir zahlen mehr Steuern. Und wissen Sie auch wieso? Weil die Superreichen nur noch einen Bruchteil von früher an Steuern zahlen. Die Rechte positioniert sich wieder mal als Lösung von ihr verursachter Probleme!
Die Frage lautet: Aus welcher politischen Ecke kommt dieser Kommentar. Wenn ich dann lese, Constantin Seibt, ist damit eigentlich alles gesagt. Man kann glauben, was er bietet oder man kann sich sagen, seit 1986 schreibt der Autor politisch immer dasselbe: Links gut-Rechts schlecht!
Hoffnung besteht: Es gibt zum Glück immer wieder Linke, die plötzlich erkennen, dass rechte Politik mehr bringt!
Antworten
@Zürcher, es ist nicht interessant ob einer mehr rechts oder mehr links steht. Die Frage die sich stellt, wie gut seine Argumente und wie richtig seine Fakten sind. Und hier argumentiert Herr Seibt sehr gut und scheinen seine Fakten auch zu stimmen. Sie meinen Link zum Schweizer Fernsehen weiter oben.
@schrader, natürlich gibt es Linke in der Schweiz nur gehört die SP und/oder die Grünen nicht dazu. Erstere ist eine Mitte Partei und zweitere ist Grün und das nur. Geben würde es die ausser Parlamentarische Linke und die PdAS. Aber Sie haben schon recht sie ist verschwindend klein.
Ich muss Herrn Longis 100% recht geben. Hört endlich auf nur zu schauen WER etwas sagt und hört stattdessen genau hin WAS gesagt wird. Die Ideologiebrille war noch nie ein geeignetes Instrument um logische, vernünftige Schlüsse zu ziehen...
@Winkler: Sie vergessen die Weltwoche.. (die rechter ja nicht sein könnte) und neuerdings auch die BAZ (deren Chefredaktor) ja von dort kommt. Ich lobe mir aber schon ein bisschen einen diffrenzierten Journalismus als nur denjenige der aus diesen Ecken kommt und keine anderen Meinungen akzeptiert.. (Sie haben offensichtlich auch etwas Mühe damit)
Man kann sich auch fragen, ob es eine Rolle spielt, zu welcher politischen Ecke sich der Autor zählt, bzw. in welcher er von seinen Lesern versorgt wird. Man kann auch selber denken und das Gebotene kritisch aufnehmen.
@Winkler. Stimmt nicht ganz: NZZ und Weltwoche sind als einzige Medien rechts, aber der BLICK ist eindeutig linkspopulistisch (Frank. A Meyer etc.).
wieso trollen Leute wie zB sie beide oft bei den Tagi Kommentaren rum. Lest doch die Weltwoche und last uns in Ruhe mit Eurem Journis sind Links Gewäsch!
herren zürcher und winkler: hut ab. sie bestätigen genau die haltung von tea-party/svp/fdp/economiesuisse-getöse welches herrn seibt gerade beschreibt. was ich aber nicht verstehe: weshalb verschwenden Sie Ihre zeit mit TA-lesen? wenn Sie doch wissen dass das alles linke sind. der SP oder grüne hören Sie ja auch nicht zu. freiwillig macht das doch keiner? oder wollen Sie nur kritisieren?
Kommentare in den Schweizer Medien (ausgenommen NZZ und Blick) kommen immer aus der linken Ecke.
Es fehlt eindeutig ein rechtes Medium, die SRG hat mit de Weck in Linksdrall gemacht, dass einem schwindlig wird.
Das ist gutes Oel ins Feuer der USA-Hasser. 2 Männer, die bisher niemand kannte, konvertieren Richtung Linke, und das will nun Newsnetz als Wandel in den USA verkaufen. Die Welt ändert sich, die USA, Europa und Asien. Doch mit Spott und Hohn über den Teich zu spucken ist dumm, denn geht es den USA schlecht, geht es Europa auch schlecht und schlechter. Wollt ihre chinesische Träger im Mittelmeer .. Antworten
@ Ernst Winkler, ich echauffiere mich nicht über links oder rechts eingefärbte Erzeugnisse; es gibt ja von beiden genug, man kann sich ja aussuchen wie man sich informiert. Hier wie dort haben wir nur noch Share-/Stakeholders, kurzfristiges Profitdenken, nach mir die Sindflut, die nächsten Quartalszahlen sind wichtig.. Und wen wunderts jetzt ist halt SINDFLUT.
Roman Knöpfel: Was hier serviert wird, seit Jahren, ist einseitig und links eingefärbt. Kaum jemand hat ein wirkliches Bild von Amerika, da muss schon oft drüben gewesen sein, und auch andere Medien als Nn lesen. Aus Asien raus, absolut richtig. Ich versuche, diesen Ramsch zu vermeiden. Doch schliesslich zählt dann im Migros nur der Preis, bei den meisten, und ohne Made in China gibts ja kaum was
Es gibt hier nicht sehr viele USA-Hasser, eher einige Realisten die Ihre eingefärbte Brille abgelegt haben. Zudem scheint trifft diese Krise Linke wie Rechte gleichsam. Wenn man aber eine neue Richtung einschlagen will, soll man die ausgelagerten Produktionsstätten wieder aus Asien zurückholen, halt wieder Qualität produzieren, statt dem ewigen "Geiz ist Geil" zu huldigen.
alleine die USA betrachtet , so zeigt die grade beendete debatte , dass die überfällige debatte über bewährte amerikanische werte neu aufkommt . gut so . anders sieht das bild dagegen aus , wenn Vergleiche mit europäischen zuständen herangezogen werden . dann atmet der artikel sozialistisches gedankengut . gegenpositionen zu beziehen , lößt noch keine Probleme .
...herr winkler von genau solchen verbledeten menschen wie ihnen ist hier die rede. es geht nicht darum um die USA schlecht zu machen, sondern aufzuzeigen um was für eine sorte von menschen es sich handelt, die alles beherrschen wollen, die unsolidarisch denken, die andere ansichten mit den füssen treten. herr winkler sind sie einer von ihnen? oder merken sie einfach nicht was gespielt wird.
Voellig richtig gesehen, der Mittelstand stirbt aus. Nur welche Partei denn waehlen die das verhindert? Waehle ich rechts gibts bald keine Kopftuecher mehr sonst aendert sich nichts. Waehle ich Mitte gibts fuer die Banker mehr Bonus sonst aendert sich nichts. Waehle ich Gruen geht der Strompreis rauf sonst aendert sich nichts. Waehle ich Rot sind wir bald in der EU und sonst aendert sich nichts... Antworten
Ja, zum Glück können wir auf unseren Wahllisten panaschieren. Ich wähle quer durch alle Parteien immer nur jene Menschen, die mir durch ihre Sachlichkeit und Schlagwortlosigkeit auffallen. Und vermeide möglichst die medienkompetenten Alphatiere! Das befriedigt, auch wenn man am Ende des Wahlsonntags zu den Verlierern zählt.
Genau so geht es auch mir. Jede Partei von links bis rechts sorgt sich um ihr Kernthema und nicht um das Ganze.
Bei unseren Politikern gibt es nur ganz Wenige, denen neue Gedanken und Wege zuzutrauen sind.
Gesucht sind neue kreative Köpfe und neue konstruktive Bewegungen, die sich über die verfilzten Strukturen hinweg zu setzen wagen.
Wir wählen Individuen, nicht primär Parteien. Wir brauchen kein Parlament, das gefüllt ist mit Leuten, die zu allen Themen uniform dasselbe wie ihre Parteioberen sagen. Suchen Sie sich parteiübergreifend die Leute heraus, die gewillt sind, ganzheitlich zu denken und daneben womöglich noch ausgewiesene Spezialisten in einzelnen Gebieten sind. Der Mix ist die Stärke der Schweiz. Brillanter Artikel!
Ein Meisterwerk gratis im Internet. Merci! Das ist der erste Artikel im Newsnetz, der es mit dem Niveau der deutschen "Zeit" aufnehmen kann und endlich mal eine tiefgründige Analyse der Vorgänge in dieser harschen Welt liefert. Ob links oder rechts spielt keine Rolle, dieser Artikel muss man gelesen haben. Wer sich nach der Lektüre angegriffen fühlt, steckt schon zu tief im extremo- Sumpf. Antworten
Unsere Demokratien stammen aus dem 19. Jhrt. und sind formal überholt. Wegen der veralteten Strukturen kommen die Parteien nicht mehr aus dem Streit heraus und berhindern den zügigen Fortgang der Geschäfte (USA) .In der Schweiz: SVP gegen den Rest. Die Verfassungsinitiative wird missbraucht. Jeder Wahltermin wird zur Existenzfrage. Die Frauen bringen Emotionen in`s Geschehen. Time for a change! Antworten
Die Verfassungsinitiative wird missbraucht. Selbstverständlich muss die direkte Demokratie erhalten bleiben. Aber der Missbrauch der Verfassung indem ständig neue Artikel in der Verfassung plaziert werden, um partikulare Parteiinteressen in den Verfassungsrang zu heben. Die Verfassungsinitiative muss auf die Kantone und das Parlament beschränkt werden.
@Bruhin, das Trennbankensystem wurde 1933 mit dem 2. Glass-Steagall-Act in den USA eingeführt und 1999 unter Präsident Bill Clinton und nicht unter Ronald Reagan, wie Sie schrieben, mit dem Gramm-Leach-Bliley Act schließlich komplett aufgehoben.
Gratuliere, Herr Bruhin, wenn Sie und/oder Ihre Mitschüler in der Lage waren, in der Oberstufe einen Bericht in dieser journalistischen Qualität zu verfassen wäre für uns die PISA Studie kein Thema. Vielleicht ist es auch umgekehrt..
@Bruhin: Die Finanzkrise wurde durch die US-Politik verursacht. Sie liess es zu und förderte es sogar, dass Immobilien bis über 100% beliehen werden konnten, und das hauptsächlich von Leuten wie Staatsangestellten, die weder eigenes Vermögen noch genügend Einkommen für die Zinsenbegleichung hatten. Das Geld aus Hypothekenerhöhung wurde für Konsum ausgegeben, man lebte auf Pump. Nun ist Pay-Day.
In der Politik geht es nicht zuletzt darum, wie die Ressourcen (und dazu zählen die Finanzen) eingesetzt werden. Wer hier eine Trennung fordert, der verlangt letztlich, dass das Gemeinwesen nicht über den sinnvollen Umgang mit der wichtigsten Ressource bestimmen können soll. Verlangt also eine Entmündigung der Bürger. Viel zu lange schon sind wir diesen Flötentönen gefolgt. Zeit aufzuwachen.
Politik u. Finanz trennen. Die Finanzkrise ging von den New Yorker Banken aus. Für mich von "Lehman Brothers". Deshalb ist es kein Zufall, dass diese Bank als einzige exekutiert wurde. In der Politik steht man vor unlösbaren Problemen, die die Politiker selbst herbeigeführt haben. Die westlichen Demokratien gingen von homogenen Staaten und objektiver Berichterstattung aus. Das ist vorbei!
@Buhrin: sie gehören wohl einer bürgerlichen Partei an und wollen mit allen Mitteln verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. 30 Jahre bürgerliche Misswirtschaft in den USA (Firmen wie GE, die Mrd Gewinne machten zahlen 0.0$ Steuern) und nun ist der Staat am Ende! Der Kollaps droht auch hier in Europa. Der Staat und die Mittelklasse wurden gnadenlos abgezockt, Milliardäre aber umso reicher!
Man muss die Politik und die Finanz auseinanderhalten. Die Finanz ist in den USA durch das Aufheben der Trennung von Sparkassen und Brokern durch Reagan völlig verludert. In der Schweiz begann es mit der Fusion von SBG und SBV. Die UBS bezeichnete sich als "Internationaler Player". Eine seriöse Schweizer Bank und "Spieler"? Die UBS wollte tatsächlich die amerikanischen Banken überholen. Hochmut!
Einseitig und verwirrt sind subjektive Begriffe, nicht so aber unrichtig, also nenen Sie bitte zumindest dies beim Namen!
Eine Klarstellung, dann geht's ins Bett > Was viele Nicht-Amis aus politischem Eigennutz nicht verstehen wollen/können, ist die Tatsache, dass die Republikaner, im Vergleich zu schweizerischen Verhältnissen, ideologisch weit RECHTS von der SVP stehen! Seht euch mal vor Ort um > Bible Belt, God's Land, bewaffnete 'Patrioten', Todesstrafe etc. etc.! Die SVP > in den USA nur eine Mitte-Rechts Partei! Antworten
Grossartig, ein Kandidat für den Artikel des Jahres! Nicht nur Charles Moore sondern auch Constantin Seibt hat spürbar nachgedacht - dabei ist eine Analyse herausgekommen die das, was wir heute von der Tagespresse erwarten können bei weitem übertrifft. Wie schmerzlich spiegelt sich gerade auch die Schweiz - das kleine Amerika - in den eigentlich die USA betreffenden Aussagen. Antworten
Das ist doch auch hier zu Lande so. Entweder werden von der Rechten Krisen herbeigerufen oder bereits vorhandene Krisen PR-günstig bewirtschaftet und den anderen Parteien in die Schuhe geschoben. So einfach läuft die politische Kultur in unserem Land. Antworten
Ein sehr guter Artikel!
Ich persönlich finde jede politische Stossrichtung in Ordnung, sofern sie konsequent ist. Allerdings neigt der Neoliberalismus dazu, ebendiese Konsequenzen zu vernachlässigen. Gras, beziehungsweise hier in Zürich Blumen, wachsen nicht von heute auf morgen über jede Sache.
Antworten
Der Abschnitt "Reinheit statt Politik" trifft den Nagel auf den Kopf der SVP. Sie verhält sich gleich ideologisch wie z.B. die Jusos. Als 30% Partei ist das aber einfach verantwortungslos. Ich denke die SVP will wirklich die Schweiz zurück "revolutionieren". Das schafft man aber nicht mit Kompromissen, sondern nur mit der Mehrheit (51%). Tschau Demokratie, hallo Mehrheitsdiktatur. Antworten
Was auf jeden Fall auch bei uns gilt: Superreiche, CEOs, Politiker, Unternehmer und Kadermitglieder spielen ihre Macht aus und bereichern sich in teilweise auch weit übertriebenem Mass. Niemand hält ernsthaft dagegen,
weder Stimmbürger, noch Mitarbeiter dieser Firmen, noch Kunden oder Konsumenten.
Und so können wir uns zwar weiter ärgern, aber das Spiel geht munter weiter.
Antworten
Dies ist der beste Artikel zur aktuellen (Welt-)Politik, den ich seit langem gelesen haben. Obwohl bereits der 2.-beliebteste Artikel auf Facebook, bleit hier die übliche Pro/-Contra SVP Diskussion aus. Daran sieht man wie konsequent und überzeugend hier argumentiert wird. Bitte mehr davon. Antworten
Exzellent! Aber: Situation abhängig vom Land. Transformationsländer wie Serbien und Mazedonien leiden darunter, dass es dort noch zu wenig Marktwirtschaft und Kapitalismus gibt. In Mazedonien sind die Preise 2x so hoch wie in Österreich! Serbien teurer als BRD! Dort sind Unternehmer die Einzigen, die das Land in Schwung bringen können. Es herrscht noch zuviel Kommunismus in den Köpfen! Antworten
Herr Antonovi, was Sie schreiben ist schlichtweg falsch. Weder ist Serbien teurer als Deutschland, noch ist Mazedonien teurer als Österreich. Ich schreibe dies aus eigener erfahrung.
Herr Bojan Antonovi es geht hier nicht um den Kommunismus. Charles Moore meint mit Linken Sozialdemokraten. Nur so nebenbei; Österreich hat einen sozialdemokratischen Bundeskanzler und einen sozialdemokratischen Bundespräsidenten.
Ergänzung: Ein zu linkes System ist fatal. Der Kommunismus scheiterte an der Praxis. Das kann auch nicht die Lösung sein! Der Autor sagte etwas sehr Gutes: Wir müssen (wieder) unser eigenes Gehirn einschalten! Merke: Blocher kann sich Milch leisten, wenn 1 Liter Fr. 10.- kostet. Der Durchschnittsschweizer aber nicht!
Warum wurde dieser Artikel auf der Kulturseite abgedruckt? Weil man die Kulturjournalisten in die Zwangsferien geschickt hat? Ist das die im Artikel angesprochene «Oligarchie», welche aus Leuten mit verengter Weltsicht besteht, die heute aus ökonomistischer Sicht bestimmen wollen, was Kultur, Moral + Wissenschaft ist? Antworten
Es erstaunt dass sog. intelligente Leute jetzt plötzlich auf diese Weisheit verfallen. Glaubte man wirklich dass die Entwicklung der letzten 10-20 Jahre so weitergehen würde ?.Der Geldhaufen ein paar Reicher wird immer grösser, der Mittelstand schrumpft, dem Staat nimmt man das Geld weg und die Infrastruktur vergammelt. Ha ha welch eine Erkenntnis dass das nicht gutgehn kann .... Antworten
Sehr guter Artikel. Beschreibt die heutige Situation absolut richtig. Aber nun das Problem: Welche Partei soll man denn wählen?? Sicher nicht die SP, wenn ich die oberschwachen Wirtschaftskommentare von Levrat und Frau Oberholzer lese! Das erinnert mich dann wieder an die DDR? Also, wer steht für eine vernünftige Wirtschaftspolitik, die für die ganze Bevölkerung gute Politik macht?Ich bin gespannt Antworten
Ich zitiere: Es lohnt sich gegen die neue Rechte anzutreten: Sie sind keine konservative Partei, sonder eine revolutionäre.....
(sie sind eigentlich wie der Jungsozialist Wermuth, der ist doch auch ein Totengräber des Mittelstandes)!
Daher sollte man solche Artikel, wie diesen, mit Vorsicht lesen, denn das heimelige Linke wird, wenn einmal an der Macht, schnell echt unheimelig!
Antworten
Der Artikel ist korrekt bzgl d Republikanern, aber trotzdem sehr irreführend: denn auch ohne d Republikaner blieben d Demokraten z gr.T grossfinanzhörig! Unter Clinton zB ging's in vielem in die gl Richtung (Glass-Steagall-Act Aufhebung etc). Die Welt muss d Schuldengeld-verbundenen Zwang zur giftigen 'Wirtschaftsentwicklung' umkehren. Das hätten in den USA ev die Grünen mit Ralph Nader versucht. Antworten
wir haben bis zur Abwahl von BR Metzler gut gelebt und angeregt politisiert. Danach bekam C.B. wohlverdient eins aufs Dach und seither müssen 6 Mio Menschen unter seinem angekratzdem Ego leiden. Ich wünsche mir wiederum eine normale konservative wie linke Politik. Ohne Bildli und Angstmacherei. Merci Antworten
Ein brillianter Artikel, den ich wohl wegen den vielen Aussagen noch mehrmals lesen werden muss. Für mich der beste Artikel, der dieses Jahr im TA publiziert wurde. Der sollte nicht einfach auf die Hinterseiten wegrutschen, es wäre äusserst spannend, wenn ein ebenso gut informierter Journalist anderer Meinung dazu eine intelligente Replik schreiben könnte. Antworten
Dieses Fazit gilt es sich zum merken und mutig auszusprechen: Es lohnt sich, gegen die neue Recht anzutreten: Sie sind keine konservative Partei, sondern eine revolutionäre. Sie sind eine Gefahr für die Wirtschaft. Sie sind Totengräber der Mittelklasse. Und Verbündete einer neuen Oligarchie des Geldes. Sie sind die Feinde der Zivilisation. Antworten
Herr Seibt, ihr Kommentar ist das Beste was ich in letzter Zeit gelesen habe! Leider wird es nichts mehr nützen, ich denke die Dämme sind schon gebrochen. Weltweit REAGIEREN Politiker nur noch... Spätestens seit der Minarett-Abstimmung ist es offensichtlich, dass in der CH die grosse Masse zu faul ist selber zu denken. Der Mob ist längstens los... Good Night + Good Luck Helvetia + Zivilisation.. Antworten
"Ich fange an zu denken, dass die Linke vielleicht doch Recht hat", das kann man doch nicht auf SP & SVP herunterbrechen hier, die "Linke" in den USA, die Demokraten, sind wohl eher mit einer Mittepartei hier vergleichbar als mit SP oder Grüne. In den USA gibt es keine sozialistische Partei. Auf CH: Bewahren wir ein Mehrparteisystem, alleinige SP oder SVP Macht wäre verheerend fürs Land ! Antworten
Und noch etwas, George Freeman: Charles Moore ist Engländer, nicht Amerikaner. Mit den Linken meint er die brittische Labourpartei, eine durch und durch sozialdemokratsiche Partei.
Eîn bisschen scheinen sie sich zu irren. Die SP ist nicht die sozialistische Partei, die ihnen offenbar vorschwebt. Sie praktiziert die soziale Marktwirtschaft. Interessant: Bill Clinton, der demokratische Präsident, besuchte jeweils dîe Treffen der szialistischen (sozialdemokratischen) Internationale. Etwa die Hälfte der US-Demokraten können als Sozialdemokraten bezeichnet werden.
Ahäm, die WOZ hatte noch nie einen Chef. Sie hingegen scheinen sich eine Welt ohne Chefs nicht vorstellen zu können.
Und was bitte hat dies nun mit der Eigenschaft einer hervorragenden Veröffentlichung zu tun ? Ich kenne Herrn Seibt nicht, aber sein Beitrag gehört zu
den Sternstunden des heutigen Journalismus.
Wenn Sie darüber in dieser Art polemisieren, nehme ich an, daß sie eine kategorisch-fundamentalistische Denkweise vertreten, die sich jedwedem Zugang zur eigenen Reflektion verweigert. Schade eigentlich!
30 Jahre sind etwas gar lang, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Das Leben ist ein gigantischer Fäulnisprozess und die einzige Triebfeder des Menschen ist die Gier. Sie macht ihn zum Raubtier ohne Gefühl für andere. Wer heute noch davon träumt, mit harter Arbeit reich zu werden, der überlege, ob der Esel, der die Kornsäcke ein Leben lang zur Mühle schleppte, diese am Ende auch erwerben konnte... Antworten
Vielleicht wurden die Linken und die FDP nicht mehr gewählt, weil sie versuchen, die Dinge so zu sehen, wie sie sind und sie viel zu eng mit ihrer eigenen Ideologie verknüpfen. Die SVP macht gar nur letzteres und hat Erfolg.
Wenn wir weiterkommen wollen müssen wir endlich alle unsere Ideologiebrille ablegen! Man kann auch links/rechts sein, ohne gleich hoffnungsloser Idealist zu sein!
Antworten
Schade, dass es immer noch so dumme Rechte gibt, die in den etlichen linksfreundlichen Tages Zeitungen Werbung für ihre Produkte machen. Dazu kommt: Natürlich weiss Herr Seibt, Autor dieses Artikels, nur zu gut, woher eigentlich sein Lohn kommt, er weiss auch, wieviele Leute sein Arbeitgeber in den letzten Jahren entlassen hat. Also wieso ist er denn noch Mitarbeiter bei einem solchen Blatt? Antworten
Die Linke hat eben nicht recht. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass durch die übermässig angebotenen Strukturen durch den Staat, die Individualität in grossem Masse gefördert wird, zu Lasten der Kohäsion in der Bevölkerung, was es erst möglich macht, dass rückwärtsgerichtete Rechtsparteien mit ihrem vermeindlichen Gemeinschaftssinn solch einen grossen Zuspruch erhalten können . Antworten
Wenn wir uns mit unseren Eltern vergleichen, als sie in unserem Alter waren - haben diese mehr oder weniger Steuern und Gebühren bezahlt? Und haben sie für den Steuerbatzen mehr oder weniger "Service Public" erhalten?
Wenn man diese zwei Fragen ehrlich beantwortet, kann man erahnen, wieso Anti-Etatismus so populär ist.
Antworten
...aber wenn es so weitergeht wird auch in der CH die Mitte wegbrechen, $VP und FDP sei Dank. Hoffentlich merke es die Wähler bei den nächsten Wahlen, dass sich $VP und FDP nur für Geldadel einsetzen.
Aber auch in der Schweiz ist es dasselbe Muster. Die Reichen werden reicher die Armen ärmer und der Mittelstand wird auch kleiner und driftet langsam zu den ärmeren. Aber wir in der Schweiz haben keine Ausrede. Wir (das Volk) wählen diese Rechte die uns arm macht. Umso ärmer wir werden umso mehr wählen wir sie (unser Tea Party alias SVP)
Ein sehr guter Artikel, welcher die Machenschaften der neoliberalen Rechten vor Augen führt. Sie betreibt eine unmenschliche Politik, welche nur einer kleinen Elite dient. In Sachen schweizer Politik, finde ich es tragisch, dass viele Schweizer diese Ideologie direkt (durch Wahlen) oder indirekt (Passivität) unterstützen. Besinnt euch wieder auf demokratische Werte, bald sind Wahlen! Antworten
Am Stammtisch wird zwar beklagt, dass die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden. Also Steuern runter (einfaches Rezept). Dass aber jede Steuersenkung eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet, das merken sie nicht. Ja es ist schon so: die Kälber wählen ihre eigenen Metzger; und sind noch stolz darauf (R.W. Külling). Direkte Demokratie: Wie weit hast du es gebracht! Beschämend! Antworten
Was die USA betrifft, so meine ich, dass die, welche sich heute konservativ nennen, in Tat und Wahrheit einfach völlig verblendet sind. Sowohl Reagan als auch Thatcher werden sich im Grabe drehen.
Ich beobachte, wie die SVP in der Schweiz in die selbe Richtung ziehlt.
Antworten
Die Linke hat doch Recht! Wenn das ein ausgekochter Konservativer wie Charles Moor sagt, muss es ja stimmen. Charles Moor meint mit der politischen Rechten allerdings nicht jener wilde, moralische verwahroste Haufen von Fremden-, Islam- und Sozialistenhassern. Er meint damit die Anhänger der reinen liberalen Lehre. Diese Menschen haben sich geirrt, wir Linke zollen ihnen dennoch Respekt. Antworten
Interssant dass gegen Ende unter dem Titel "was tun?" der Mut gefehlt hat das auszusprechen was ohnehin in der Luft lag: Der neue Klassenkampf der immer mehr fällig wird je weniger der Mittelstand zu verlieren hat. Die Mittellosen haben vielleicht nicht die Kraft das anzuzetteln, aber die betrogenen schuftenden Mittelständler wenn man ihnen das letzte nimmt können es. Siehe Arabische Länder. Antworten
Irgendowo stimmt doch die Argumentation nicht. Wer hatte das grösste Budget bei den letzten Präsidentschaftswahlen, das waren nicht die Republikaner, sondern die Demokraten, also die LInken. Woher macht dieser Mann einen Vergleich zur SVP. Das hat alles miteinander nichts zu tun. Dieser Mann schwärmt von Sozialismus pur. Hat er denn überhaupt keine Ahnung vom Zerfall der sozialistischen Staaten? Antworten
"...dass sich in regellosen Märkten immer die Stärksten durchsetzen – die Monopolisten oder die Reichsten"
ja, so ist das. die, die anständig sind und nicht ellbögeln, gehen unter. der mittelstand - es war einmal. demokratie - ein märchen aus längst vergangenen zeiten, wo das wohl aller bürger noch das ziel der politik war...
Antworten
Frau Müller: "Demokratie, das war einmal" - unrecht haben Sie nicht, es erscheint doch auch der Eindruck zu bestehen, dass die Menschen hier und anderswo mehr als satt sind und sich nicht um die Demokratie kümmern, wenn sie gebraucht werden. Abstimmungen und Wahlen mit weniger als 30-40% Beteiligung sprechen das Ihrige.
Ich bin deshalb für Steuererleichterung (nicht Busse!) bei Wahlbeteiligung!
Nachtrag: «Murdoch argumentierte immer mit dem Recht der Leser. Aber seine Zeitungen informieren erbärmlich. Sie verschafften ihm persönlich Macht, nicht seinen Lesern.» Und so habe ich mich wiederholt beim TA auch beklagt, dass sich heute hier nicht die Frage der Presse-Zensur, sondern die Frage nach der Zensur der Leser durch die Presse stelle. Dabei waren die Gedanken nicht andere wie hier. Antworten
Da Sie offensichtlich wenig Ahnung vom Zeitungswesen haben, seien Sie hier aufgeklärt: Ein Kommentar innerhalb einer Zeitung ist immer explizit Ausdruck der Meinung der Autoren. Andernfalls wäre es kein Kommentar, sondern ein Artikel, Hintergrundbericht, eine Meldung. Suchen Sie "neutrale" Berichterstattung, dann abonieren Sie doch diverse Presseagenturen. Dort gibt es selten Kommentare!
Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie die Rechte schamlos nach Staat schreit, wenn es gerade nicht so gut läuft. Jüngstes Beispiel: der Bund soll nun für die Tourismusregionen die Landschaftsverschandelung "Skipisten" finanzieren (nachdem er schon die Erschliessung blechen darf). Und dann heulen sie wieder, es gäbe zu viele Staat, etc. .. Scheinheiliges Egoisten-Pack! Antworten
Ausgezeichneter Kommentar! Neo Liberalismus, Sozialismus etc. sind Gebilde der Politik und können die globale Wirtschaft nur über gewisse Zeiträume beeinflussen. Bedauerlicherweise oder Gott sei Dank - regelt am Schluss die Auswüchse immer Mr. Market. Der kennt keine Gnade und wenn die Banken doch einmal den Schaden blechen müssen - wird die Welt düster aussehen - aber immerhin wieder sauberer ! Antworten
Der Artikel von Constantin Seibt braucht nicht ergänzt zu werden, er spricht für sich. Eine klare, erstklassige Analyse. Danke Herr Seibt! Wir sollten den Artikel im Gedächtnis haben, wenn sich diesen Wahl-Herbst die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien zur Wahl stellen. Bleiben wir dann kritisch genug. Antworten
Respekt - ein Artikel von Weltklasse. Wenn er dazu verhilft, dass Einsichtige der Strasse ins Verderben, dem ungezügelten Pseudoliberalismus, abschwören und nach einer besseren Welt streben, wäre das ein wichtiger Schritt. Zum Ende des Kommunismus hofften wir, dass das Fegefeuer erlischt. Stattdessen ist es nur sinnlos heisser geworden. Es braucht mehr Tagi und weniger Weltwoche oder Blocher TV. Antworten
Doch doch. 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Ostblocks vergisst man halt schon die eine oder andere "Errungenschaft" zu der Kommunismus, Sozialismus oder was auch immer fähig war. Der Mensch vergisst schnell, Herr Moore noch schneller. Antworten
Aha. Die Seibt'sche Lösung: Regulierung, Ausgaben- und Steuererhöhungen werden uns also die Mittelklasse wiederbringen.
Schade, dass das Geld, dass die Politiker drucken lassen, um den Status Quo zu retten, nichts Wert ist, ausser dem Wert, den ihm die Spekulanten einhauchen. So wenig wertvoll wie die ewigen Kompromisse zwischen Links und Rechts.
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Eine ideologische Schreibe, die in alter und bewusster Manier die Schuld an der amerikanischen Misere dem politischen Gegegner zuordnet. Die Staatsverschuldung wird hauptsächlich durch einen überdimensionierten und inneffizienten Staatsapparat sowie durch unbezahlbare Sozialleistungen verursacht, und das in Kombination mit politischer Unfähigkeit und Fehlregulierungen. Dafür steht Obama. Antworten
Ausgezeichneter Artikel gratuliere! Und wer erkennt hier nicht Parallelen zur Schweiz? Was Brooks zu den Republikanern sagt gilt hier für die SVP: Ihr Geschäft sind nicht mehr Gesetze sondern Radio-Shows (Initiativenflut!). Dann 'ewiger Wahlkampf in dem es nicht um die Sache sondern um Kontraste geht'. Und wichtig: 'Sie haben sich von der Politik als die Kunst des Möglichen verabschiedet'. 100%SVP Antworten
Ein sehr, sehr anregender und erhellender Artikel, welcher die geistigen Abgründe einer manichäischen, dualistischen Weltsicht (rein, unrein / gut, böse) der Neokons hüben wie drüben in einer Klarheit aufzeigt, wie man es nur selten liest. Gratuliere!! Antworten
Wer die politische Einstellung des Autors kennt und den Artikel mit der nötigen Zurückhaltung liest, dem werden doch ein paar interessante Zusammenhänge aufgezeigt. Der heutige Rechtspopulismus hat nichts mehr mit dem staatstragenden Konservatismus des 20. Jhs. zu tun. Den neuen Rechten geht es nur um Deregulierung, den Staat schwächen und die eigenen Pfründe sichern. Humanismus adé. Antworten
So lange sich der Mittelstand in sinnlosen, ideologisch geprägten links-rechts Schuldzuweisungen verstricken lässt, statt endlich zusammenzustehen und gemeinsam gegen die wahren Verursacher zu kämpfen - so lange werden sich die gierigen Oligarchen an der Macht halten können und mit uns machen was sie wollen. Antworten
Die ehemals staatstragenden Partei FDP ist zu einer Grossbanken und multinationale Konzerne tragende Partei geworden. Die SVP wird von Multimillionären getragen und hält die Probleme am Kochen um sie zu bewirtschaften und Wählerstimmen zu generieren. Antworten
Hervorragend. Bis zu den Wahlen sollte man diesen Artikel jeden 2. Tag publizieren und an alle Haushalte verteilen, bis es auch der letzte Mittelständler merkt, dass die Rechte FDP und SVP die wahren Totengräber der Nation und der westlichen Welt sind. Antworten
Die neue Rechte entwickelt sich zu einer Gefahr für ein zivilisiertes, aufgeklärtes, republikanisch-demokratisches System. Was einst ein Wesensmerkmal von Faschismus bzw. Kommunismus war, gilt zunehmend auch für die neue Rechte. Eine totalitäre,argumentationsresistente Ideologie, welche den politischen Gegner als Feind denunzierte und ihn physisch und politisch zu eliminieren versuchte. Antworten
Absolut beeindruckende Analyse dessen was jeder fühlt, aber nicht so treffend zum Ausdruck bringen kann. Danke!
Und jetzt? DAS ist für mich das nachfolgende Problem! Im Herbst habe ich ja die Möglichkeit das Parlament zu wählen. Wie und wer kommuniziert den Wählerinnen und Wählern diese Wahrheit? Und was soll ich mit sog. Mitte-Parteien, die längst auch in diesem Sumpf abgesoffen sind. Ratlos ...
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Wirklich ein sehr gut geschriebener Artikel! Ich hoffe, dass ihn auch Leute lesen, die sich als rechts einstufen. Und vielleicht einmal nachdenken, ob es richtig ist, wenn die Reichen immer reicher werden und der Mittelstand verschwindet ... Ob wir mit Wut (z.B. auf Ausländer) und Neid (z.B. auf Staatsangestellte) weiterkommen ... Oder ob vielleicht ein Umdenken gefordert ist, ein Miteinander ... Antworten
Es ist ein alter Trick der Linken, die Rechte zu spalten in halbwegs gute Rechte und böse Rechte, In der Schweiz sind die ersteren die FDP, die CVP (soweit nicht schon links) und einige Kleinparteien, während zur bösen Rechten die SVP und "weitere Rechtspopulisten" gehören. In den USA sind die guten Rechten jene Republikaner, die Obama schonen und die bösen die "populistischen Tea Party Anhänger". Antworten
Der Stratege der SVP hat den Inhalt dieses analytisch sehr guten Artikels in seinem Sinne schon lange begriffen und ist dabei, genau dieses unseelige System der Tea-Party, mit der MACHT SEINER MILLIARDEN UND DER ANGST VOR FREMDEM, in der Schweiz umzusetzen. - Leider gibt es viele Wähler die keine Zeitung lesen oder solche Artikel nicht verstehen, dafür auf die SVP hereinfallen. Antworten
Traefe Analyse des neufeudalen rechten Geldadels. Und wer analisiert endlich die als Sozialdemokraten von Arbeitervertretern von 1919 zu Arbeiterverraetern von 2011 als selektive Neoglobalkommunisten ala Komintern, aber Steigbuegelhalter des Kapital- und femokratischen Sozialschmarotz Mutierten? Neorechts laesst die Loehne implodieren, neolinks die Abzockrate des Arbeitseinkommens explodieren.... Antworten
Einer der wahrsten Artikel Ihrer Zeitung der letzten Jahre. Also handeln wir danach. Und zwar nicht nur in e i n e m Land.Der Gegner ist nämlich überall. Aber er ist auch überall dazuhin noch feige und dumm , weil er sich seinen eigenen Ast absägt:.Und Prototypen dieser egoistischen Schmarotzer sind der Steuerhinterzieher und die Kräfte, die ihn schützen.. Antworten
Das ist eine "Muss" Lekture für alle Denker und Lenker! Stark, wahr und erhellend! Wenn wir diese Dumpfbacken und Maulhelden nicht bremsen, werden wir eine ähnliche Gesellschaft wie in den USA erhalten...ein Ort, an dem ich nicht leben will!
Also lasst und verantwortungsvolle und zukunftsgerichtete Politik machen und erteilen den "Problembewirtschaftern" eine klare Absage!
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das Geilste sind ja die ausländlichen stockkonservativen Studis. Nach ihrer Ideologie sollen die wieder nach Hause und dort gefälligst Studiengebühren zahlen a la USA. Gleich bizarr ist der Mittelständler, der die SVP-Milliardärspartei wählt. Sachen gibts! Antworten
Die Feindbilder sind klar, doch braucht es eine differenzierte Betrachtung. Erstens sind grosse Liberalisierungsschritte der Finanzinstitute unter Bill Clinton geschehen, zweitens ist die Tea Party keine Partei, sondern eine Protestbewegung und drittens fällt mir kein Land ein, dass unter dem Sozialismus ein ähnlich hohen Wohlstandsstandard erreicht hat, wie jene der freien Marktwirtschaft. Antworten
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sehen wir uns im Westen zunehmend der Konkurrenz von Billigstarbeitskräfen ausgesetzt, deren Billigprodukte wir zugleich konsumieren. Somit profitieren wir alle von der Globalisierung, die uns zugleich bedroht! Diese »double-bind-Situation« (zu deutsch: Verlogenheit) führt zu einer Desorientierung, in deren Folge die Lämmer bei den Wölfen Zuflucht suchen. Antworten
Das einzige was wir von den USA lernen können, ist dass es bei uns niemals so weit kommen darf.Natürlich hat es auch bei uns viele die sich einbilden dereinst bei der "obersten" Klasse mitmischen zu können und merken gar nicht dass sie nur als williges Werkzeug verwendet werden. Statt bindlings Parteipolitik zu züchten, als wäre es eine Droge, wäre es besser über die Rechte des Volkes zu debattier Antworten
Nietzsche schrieb manchmal in kurzen, prägnanten, polemischen und mit Pathos beladenen Sätzen, deren Sinn sich einem nach langem Nachgrübeln erst erschloss. Nietzsche durfte das, weil diese Sprache Ausdruck seines rigorosen analytischen Scharfsinnes war. Letzteres ist wahrscheinlich nicht die Stärke von Herrn Seibt. Seine Rede ist eine schlechte Kopie, der Duktus weinerlich und platt. Schade. Antworten
Auf auf, Herr Longins! Was wäre denn ein alternativer Duktus, aktiv und differenziert?
Bei meinem Quartier-Metzger in Bern hängt ein Bild von einem Menschen mit einem Kalb. Es ist betitelt mit XXX XXX, 'Berufskälbermäster'. Ohne darauf einzugehen, wer hier was von Beruf ist, denke ich, dass es für das Kalb (ob beruflich oder evtl. als Liebhaberei) schon Sinn machen kann, sich seinen Metzger - um den es ja nicht herumkommen kann - selber auszuwählen.
Die Verursacher dieser Krise kennen keine polit. Gesinnung, sondern nur Raffgier und Eigennutz. Denen ist's völlig egal, ob eine Regierung links oder rechts steht.
Was das Lernvermögen der Sozialisten angeht: Ich persönlich empfinde es eher so, dass sich diese z'zeitlich richtiggehend gezwungen sahen einzulenken, aber eben bereits wieder in ihre alten (Hpt.sache Anti-Mitte/Rechts) Muster verfallen
@ Antonio: Sie haben recht, vieles in der linken Politik "lag während Jahren bös im Argen" (Asylwesen / Sozialmissbräuche / Ausländerkriminalität / uvm). Aber vielleicht sind ja auch die Linken lernfähig :-) Auf jeden Fall "schläckt kei Geiss äwäg", dass die Verursacher der globalen Finanzkrise auf der politisch rechten Seite anzusiedeln sind. Und deren Argumentationen verfangen noch zu oft!
Seh ich auch so. Völlig grotesk ist, dass in in der Schweiz grosse Teile des Mittelstandes Parteien wählen, die in allererster Linie Finanzpolitik für die Reichen betreiben. Und dies mit der immer noch geglaubten Argumentation, nur so lasse sich der Mittelstand vor den Linken schützen. Schweizerinnen und Schweizer, wacht auf, bevor es zu spät!
Ein exzellenter Kommentar. Die heutigen "Konservativen" verraten in der Tat jeden konservativen Wert, den es gibt. Sie sind zu einem geldgierigen Schiessbudenverein verkommen, einem rechten Mob, der mit Konservativismus rein nichts zu tun hat, ausser dass er den Konservativismus als noble Etikette missbraucht (Etikettenschwindler). Ähnlich verhält es sich hierzulande mit den sogenannt "Bürgerlichen", die heute allenfalls noch als schildbürgerlich zu bezeichnen sind. Antworten
Jaja, die neuen Rechten sind die alten Linken. Vielleicht ist es an der Zeit inks und rechts durch etwas Verständlicheres zu ersetzen, wie z.B. Rudelleute und Individualisten. Natürlich wollen die Rudelleute in die EU oder den Staat ausbauen (wenn sie denn in den USA sind), ob für diese allerdings Ronald Reagan, John Wayne oder auch nur Winnetou Vorbilder sind wage ich zu bezweifeln. Antworten
...oder einfach durch verweichlichte Realisten und egoistische Opportunisten...
Ja Sie Herr Suter, jetzt verwechseln sie aber etwas. Das wäre ja was ganz neues, wenn die Rudel von SVP-Parolen-im-Chor-Nachsinger-Schäfchen jetzt plötzlich in die EU wollten... oder denken Sie, die sind Individualisten, weil Schafe ja keine Rudel- sondern Herdentiere sind?
Neoliberal ($VP & FDP) möchen weniger Staat und mehr Privat. dumm nur, dass Privat (die Reichen & Superreichen) Geld horten (Aktien kaufen) und somit wenig zu dem notwendigem Konsum beitragen. Der Staat hingegen gibt jeden Franken aus, also zurück in die Wirtschaft. Somit, wenn der Staat zum sparen gezwungen wird fehlt dieses "gesparte Geld" zum grössten Teil als Konsum, also der Wirtschaft. Antworten
Herr Schnyder, wenn die Reichen Aktien kaufen, erhalten dadurch die Unternehmen Kapital, um neue Produkte zu entwickeln, neue Maschinen zu kaufen usw. und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Der Staat hingegen kann nur Geld ausgeben, das er vorher der Wirtschaft entzogen hat, zusammen mit dem Geld, das in die unproduktive Staatsbürokratie fliesst. Oder er macht Schulden. Resultat: Siehe Griechenland.
Das Heer von Staatsangestellten kann ohne weiteres reduziert werden. Der grösste Teil davon produziert nichts, sondern verwaltet nur irgend etwas. Freiwerdende Staatsangestellte sollen in die Privatwirtschaft integriert werden (sofern sie dort brauchbar sind?). Auf diese Weise müssten Unternehmen weniger ausl. Personal rekrutieren. Verwaltungkosten sparen u. Einwanderung reduzieren!
Ich glaube Urs (16:37) interpretiert ihr 'zerrinnt' im Sinne von 'für die Wirtschaft verloren'. Bei Staatsangestellten kann man aber davon ausgehen, dass sie den grössten Teil ihres Lohns verbrauchen, das Geld bleibt im Umlauf. Reiche hingegen bauen anteilmässig eher ihr Vermögen auf und nehmen so Geld aus der Wirtschaft (exkl Banken).
Lieber Herr Antonio Andreano. Auch wenn Sie in ihren Beiträgen permanent Ihre Tiraden auf die Staatsangestellten loslassen, werden ihre falschen Argumente nicht wahrer. Fakt ist, dass die CH eine der tiefsten Staatsquoten in Europa hat, Fakt ist auch, dass sich die CH-Staatsquote über die letzten 10 Jahre nicht signifikant verändert hat. Also bitte, denken + informieren Sie sich bitte zuerst!
Hmm, heute scheinen mald die Sozialisten die "Gefällt mir" Tasten dutzendfach zu drücken, anders kann ich mir die hohe Zustimmung für Ihr ahnugsloses post nicht erklären.
Wo schreibe ich denn, dass Staatsangestellte nicht konsumieren würden, oder superreich sind? Bloss, dass wir zuviele haben und so viele deren Jobs nunmal überflüssig sind, oder sie Steuern zu verschwenden mithelfen.
@A. Andreano: Gellen Sie - tief im Inneren wissen Sie schon, dass Sie hier wiedereinmal einen absoluten Schwachsinn abgesondert haben? Sie tun so, als ob Staatsausgaben nur unproduktive Personalkosten und Zuwendungen an unnütze Kulturschaffende wären. Der Staat zahlt aber auch zB Milliarden an den privaten Sektor zum Auf- und Ausbau sowie den Erhalt der Infrastruktur.
Sehr geehrter Herr Andreano
Ihre Reakton beweisst, dass Sie keine Ahnung haben. Staatsangestellte sind nicht Superreiche, das heisst sie brauchen ihr Einkommen um zu leben! Sie geben den Lohn aus das heisst sie konsumieren! Sie kaufen vielleicht Ihrem Arbeitgeber Leistungen ab damit Sie Ihren Job behalten können!
Aber Sie glauben vermutlich trotzdem weiterhin den Mist den Miliardäre erzählen.
..wird man wohl eher auf ein paar Polizeibeamte verzichten, bevor man einen Hafenkran nicht bauen könnte (Ausgenommen, es stünden gerade Wahlen vor der Tür, da gibt sich rot/grün eher etwas konservativ - man weiss ja schliesslich niue).
Aber wenn das dann die Einwohner weiterhin goutieren, ist es dann ihr Bier.
Simpel (wie es sich ja für Liberale oder auch Konservative ja so gehört, gell..)
"..zurück in die Wirtschaft" ist doch wohl ein Scherz, oder? Ein ganz grosser Teil geht v.a. in die Taschen von Staatsangestellten oder deren treuen Zudiener (links, wie rechts). Bei soviel Geld, welches einfach irgendwo zerrinnt, wäre Admin-Reduktion und etwas mehr Spardruck eben wirklich das einzig richtige. Es fragt sich dann eben einfach wo einzelne Behörden sparen werden. In Zürich z.B...
Ein guter Bericht!!! Doch das entscheidende Problem dabei ist, dass keiner dieser so (auf die Schweiz bezogen) SVP Slogan Fans ihn je lesen wird. Klartext, die meisten sind zu einfach gestrickt, denn ohne eine gewisse breitgefächerte Schulbildung, sind Slogans verständlich, etwas anspruchsvollere Artikel aber zu mühsam und überfordernd. Traurig, aber leider jeden Tag von neuem erlebbar!!! Antworten
Die Masse der einfachen Schweizer glaubt ja auch jeden Mist. Hauptsache er ist einfach erklärt und möglichst kurz. Warum? Sie denken mit den Händen und Füssen. Das Hirn dient der Alkoholaufnahme und der seichten TV-Befriedigung. Das wird sich wohl erst ändern, wenn das Geld dereinst dafür fehlt und der Hunger sich meldet. Leider. Die Linke sollte mit mehr Emotion und weniger Intellekt argumentiere Antworten
Herr Martinelli, fragen Sie gewisse SVP-Vertreter. Die können Ihnen Ihre Frage beantworten.
@Martinelli: Wenn hier jemand mit Emotionen Stimmungsmache betreibt, dann aber wirklich nur die SVP. Sieht man aktuell an den "Masseneinwanderung Stoppen" Plakaten: Schwarz, rot, überdimensionierte Schuhe die einem suggerieren überrollt zu werden. Da werden sändig dumpfe Ängste geschürt, wahr oder nicht, das spielt keine Rolle. Hauptsache es wird Stimmvolk geködert. Zählen Sie mal die Milliadäre
@Martinelli: Das war nun von mir etwas unüberlegt. Ich hatte Sie mit A. Andreano verwechselt - vermutlich aufgrund des sehr ähnlichen Stils und der sehr ähnlichen Stossrichtung. Hoffen wir, dass ich mich wirklich geirrt habe ... Gruss - Kurt Schwob, Solothurn
@Martinelli: Das scheint einfach zu sein - Sie, Herr Martinelli, machen uns Lesern das ja täglich vor. Was Sie in Ihren heutigen Kommentaren zu dem hervorragenden Artikel von CS schreiben, hat tatsächlich viel mit Rundumempörung und wenig mit Intelligenz zu tun. Bitte gehen Sie doch auf Argumente ein, statt zu schimpfen.
Noch weniger intellekt und noch mehr Emotion? Wie soll das gehen?
Und der nächste WoZ'ler, der findet er müsse jetzt auch noch ein bischen Wahlkampf betreiben. Klar, man kann immer schön bravo noch "Kommentar" unter die Überschrift setzen, trotzdem bleibt's Propaganda und würde entweder nicht in eine "neutrale und ausgewogene Berichterstattung" gehören, für welche sich doch so manche Zeitung immer gerne rühmt. Oder ansonsten eben zumindest ein head2head mit... Antworten
Entschuldigung Herr Andreano, aber Herrn Seibts Kenntnisse anderer Denkrichtungen dürften Sie kaum genauer kennen - ausserdem stellt der Autor seine eigenen Gedanken klar, dezidiert und vor allem mit Argumenten unterstützt dar. Kommentare sind in jeder Zeitung normal. Argumentieren Sie doch mal überzeugend gegen Herrn Seibt. Andere Meinungen mal schnell "Propaganda" zu nennen ist eher einfach.
Ich verstehe Sie vollkommen Herr Andreano. Die Analyse von C. Seibt muss Ihnen verdammt schwer im Magen liegen. Sie ist zu scharf, scharfsinnig wohlgemerkt, und zeigt die Probleme ungeschminkt wie sie sind.
Entschuldigung Herr Peer, aber Constantin Seibt kennt bloss eine Ansicht/Richtung, nämlich die aus der er gekommen ist. Ich hatte schon mal angeregt, dass wenn Herr Seibts Ansichten schon nicht im Polit-Blog veröffentlicht werden, man doch zumindest seine Artikel/Kommentare mit gelbem Hintergrund und roter Schrift online stellen.
Btw, ich kaufe den Tagi auch ab und zu am Kiosk, aber immer seltener
Antonio Andreano, der Artikel von Seibt ist doch mal einer, 'der eine andere Sicht aufzeigt.' Das finde ich gut.
Die Mehrheit der Bevölkerung hat langsam genug von den immergleichen Slogans (mehr Markt, mehr Freiheit, weniger Staat), die am Ende nur eine Ziel haben: Wenigen Reichen zuzudienen, und den Rest der Bevölkerung zahlen zu lassen.
..jemandem, der eine andere Sicht aufzeigt. Aber das bleibt bei mancher Zeitung auf der Strecke. Beim newsnetz leider sogar bald die Regel - da dürfen dann Kommentatoren einspringen.
@C.Seibt; Kleine Anekdote aus den späten 90er: Vater eines Freundes hat 30 Jahre linke Politik gemacht in Italien. Er meinte damals, er würde sich lieber den Arm abschneiden, bevor er nochmals links wähle. Tja..
Herr Iseli. Das ist falsch. Unser CHStaat schreibt schwarze zahlen - selbst in der Krise.
@Schmid: Um Himmels Willen, Sie empfehlen nicht etwa, dass nun SP, Grün oder AL gewählt werden sollte!!? Bedenken Sie, dass es sozusagen 'Gottes Hand' war (auch Maradona lässt grüssen!), die den Linken durch Katastrophen wie Fukushima, Oslo etc., half, sich trotz wirren Queruleien und surrealen Parteiprogrammen vor dem langsamen aber sicheren Niedergang zu retten... Dann schon lieber BDP oder GLP!
@Hans Iseli: "Die letzten, besten Jahre" ist schon fast grotesk zynisch. 2008 platzte die Bankenblase und mit ihr krachte die ganze Wirtschaft zusammen - fast zumindest, dank kräftigen investitionen der öffentlichen Hand. Und die rot-grüne Stadt Zürich zum Beispiel steht viel solider da als der bürgerliche Kanton. Warum wohl?
@Hans Iseli: Können Sie mir mal sagen, wo es in der Schweiz eine Beamtenflut gibt?
Wenn die Rechten angeblich sparen wollen, weshalb erhöhen sie dann das Budget für's Militär auf 5.1 Milliarden und wie will die Rechte damit Kriege gewinnen, wenn sie gleichzeitig die Abhängigkeit von ausländischen Energieträgern erhöht?
Als Vergleich: Die Schweiz gibt im Jahr nur 0.02 Milliarden für Schweizer Stromdächer mit Schweizer Arbeitsplätzen mit Schweizer unabhängigen Strom aus...
Sie, Herr Heiri, haben zwar recht. Jedoch sollten Sie nicht zu viel hoffen. Sie werden enttäuscht werden.
Sehe ich nicht so. Sie sind immer noch die Einzigen, die sparen wollen. Und das ist klar: Links und Rechts haben in den letzten, besten Jahren Geld wie besoffen ausgegeben und sinnlos Schulden angehäuft.
Aber einverstanden: Steuererleichterungen sind auch bei uns ein Witz! Das Asylantenwesen, die IV-Missstände, die Beamtenflut, die Regelungswut usw. allerdings auch.

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