Die Geliebte von JFK
Von Martin Kilian, Washington. Aktualisiert am 07.02.2012 2 Kommentare
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Es war einmal ein Geheimnis: Mimi Alfords Memoiren.
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Sie war 19. Er war 45. Sie war eine Praktikantin aus bester New Yorker Familie. Er war ein gut aussehender amerikanischer Präsident. Und miteinander hatten sie eine anderthalbjährige Affäre. Nun beschreibt Mimi Alford in einem am Mittwoch erscheinenden Buch, das bereits vorab Aufsehen erregt, ihre Beziehung mit John F. Kennedy.
Die Sache erinnert an Bill Clintons Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky, geht aber weit darüber hinaus. Und Alford, inzwischen eine 69-jährige Grossmutter, lässt wenig aus. Dass sie Kennedys Gespielin war – eine von vielen – , steht ausser Frage. Ein Mitarbeiter des sexbesessenen Präsidenten hatte sie bereits vor Jahren identifiziert, der bekannte Präsidentenhistoriker Robert Dallek schon 2003 über die Beziehung berichtet.
Nun also kommt Alford in ihren Memoiren mit dem sinnigen Titel «Once Upon a Secret: My Affair with President John F. Kennedy and its Aftermath» zu Wort. Spätestens seit dem sensationellen und von der Kennedy-Familie entsprechend angefeindeten Enthüllungswerk des Investigativ-Reporters Seymour Hersh («The Dark Side of Camelot») ist Kennedys ausschweifendes Sexualleben bekannt. Hersh zitierte Leibwächter des Präsidenten, die von Sexpartys und Prostituierten berichteten und den Präsidenten als einen ausser Rand und Band befindlichen Sex-Maniak beschrieben.
Vom Schwimmbecken ins Schlafzimmer
Alfords Geschichte ist zärtlicher, aber nicht weniger aufregend. Kaum im Weissen Haus, erregt die hübsche junge Frau im Sommer 1962 Kennedys Aufmerksamkeit. Sie wird zum Schwimmen im Pool des Weissen Hauses eingeladen, wo Kennedy sie anmacht. «Mimi, nicht wahr?», fragt er. «Jawohl, Sir», erwidert sie. Am gleichen Tag noch wird Mimi vom Präsidenten in Jackies Schlafzimmer entjungfert. Sie sei völlig durcheinander gewesen, schreibt Alford, JFK hingegen «tat, als ob das, was sich soeben ereignet hatte, die natürlichste Sache der Welt war». Kennedy küsste sie niemals, aber er schlief mit ihr. Wieder und wieder.
Eines Tages, als sie wieder einmal zusammen schwammen, zeigte er auf den am Beckenrand sitzenden Freund und Mitarbeiter Dave Powers. «Mr. Powers sieht ein bisschen angespannt aus», so Kennedy. «Willst du ihm nicht ein bisschen helfen?» Mimi half mit Oralsex, derweil Kennedy zusah. Und sie beschreibt eine wilde Party im Haus des Hollywood-Entertainers Bing Crosby, bei der Kapseln mit dem Aufputschmittel Amylnitrit die Runde machten. Der Präsident habe ihr eine unter die Nase gehalten, obwohl sie zuvor abgelehnt hatte, schreibt Alford. Sie sei daraufhin «weinend aus dem Zimmer gelaufen».
Immer wieder habe Kennedy mit ihr geschlafen, ohne dass Jackie auch nur einmal in der Nähe gewesen sei, so Alford. Als der Präsident Mimi aufforderte, seinem kleinen Bruder Teddy ebenfalls zu Diensten zu sein, habe sie jedoch abgelehnt. Der immense Abstand zwischen ihr, der jungen Praktikantin, und ihm, dem Präsidenten, habe verhindert, dass die Beziehung jemals ernstlich wurde, schreibt Alford heute. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.02.2012, 18:56 Uhr
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2 Kommentare
Nicht gerade die feine Art, aber ich finde Sex (mal abgesehen von den konservativen Kräften in den USA) wesentlich weniger problematische als die Waffenindustrie, das willkürliche anzetteln von Kriegen und eine Zentralbank, welche das weltweite Fiskalsystem zum Einsturz bringen kann. JFK war meiner Meinung nach einer der Besten Politiker, den die Welt jemals sah - Das wurde ihm zum Verhängnis... Antworten
Buch hin Buch her, das ist doch Geld machen. Naja wer es braucht soll es kaufen.
Der Mann hat den dritten Weltkrieg (Kubakrise) verhindert durch sein besonnnes Handeln. Er hat aber auch seine Hand schützend über Berlin gehalten. Bitte nicht vergessen. Unsere Politiker haben auch keine Persil-Weste.
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