Die Insel der Schande
Von Christoph Neidhart, Tokio. Aktualisiert am 07.09.2010 56 Kommentare
Diego Garcia
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Das Buch
David Vine
Island of Shame: The Secret History of the U.S. Military Base on Diego Garcia. Princeton University Press 2009. 259 Seiten, circa 38 Franken.
Stichworte
Die USA sind ein Imperium, das sich mit militärischen Mitteln weltweit Einfluss und Vorteile sichert. Dafür verletzen sie selbst eigene Grundsätze, insbesondere die Menschenrechte. Zu diesem Urteil gelangt der Anthropologe David Vine in seinem Buch «Island of Shame», in dem er die geheim gehaltene Geschichte der amerikanischen Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean aufarbeitet.
Diego Garcia, das grösste Korallenriff im Chagos-Archipel, einer Inselgruppe 750 Kilometer südlich der Malediven, ist eine der abgelegensten Inseln der Welt. Zugleich ist das 27 Quadratkilometer grosse Atoll eine der wichtigsten US-Militärbasen ausserhalb Nordamerikas. Denn Diego Garcia liegt strategisch günstig zwischen Afrika, Australien, Indien und der Arabischen Halbinsel.
Tausend US-Basen
Die genaue Zahl der Stützpunkte, welche die USA über den ganzen Planeten verteilt unterhalten, ist geheim. Fachleute schätzen sie auf etwa tausend. Auf Diego Garcia dürfte das Pentagon permanent 3000 bis 5000 Mann stationiert haben, dazu B-1-, B-2- und B-52-Bomber, Aufklärungsflugzeuge, U-Boote und vermutlich auch Atomwaffen. Drei Kriege hat Washington bereits von dieser Insel aus gestartet: zwei gegen den Irak, einen gegen Afghanistan.
Auch für Kommando-Aktionen und geheime CIA-Flüge mit Häftlingen diente die Insel in der Vergangenheit wiederholt als Basis, und sollten die USA jemals den Iran angreifen, würden wohl erneut von Diego Garcia aus Kampfjets aufsteigen. Die amerikanische Marine hat unlängst angeblich ein U-Boot-Begleitschiff nach Diego Garcia entsandt mit dem Auftrag, die atombetriebenen amerikanischen Unterseeboote, die im Indischen Ozean kreuzen, mit Tomahawk-Raketen auszurüsten.
Früher waren die Briten da
Offiziell gehört Diego Garcia zu Grossbritannien, doch London hat die Insel Anfang der Siebzigerjahre Washington überlassen. Bevor das Pentagon mit dem Bau seiner Basis begann, verlangte das US-Verteidigungsministerium von den Briten, sie müssten die Insel räumen. Deshalb vertrieb London zwischen 1971 und 1973 die ganze Bevölkerung des Archipels. Die Regierung von Premier Edward Heath bestach Vine zufolge jene von Mauritius, die rund 2000 Inselbewohner aufzunehmen. Ohne finanzielle Unterstützung landeten fast alle in den Slums von Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius. Viele von ihnen sollen dort an Kummer, Hunger und fehlender medizinischer Versorgung gestorben sein.
Vine glaubt, dass weder das britische Parlament noch der US-Kongress die Verschleppung gebilligt hätten, die gegen internationales Recht verstiess. Deshalb hätten die Regierungen in London und Washington die demokratische Kontrolle umgangen. Die Rechtsform, welche die britische Regierung für den Deportationsbefehl wählte, war ein Dekret, das Queen Elizabeth II im Namen ihrer Minister erlassen kann. Ein Londoner Gericht bezeichnete das Vorgehen 2004 allerdings als Machtmissbrauch.
Präsidentenlüge
In den USA belogen derweil mehrere Präsidenten den Kongress. So wurde behauptet, Diego Garcia sei unbewohnt gewesen, nur einige Zeitarbeiter hätten dort gelebt. Und weil die Inselbewohner keine amerikanischen Bürger sind und die Verschleppung ausserhalb der USA geschah, genossen sie keinen rechtlichen Schutz. Vine vergleicht dieses Vorgehen mit der kontroversen Behandlung Gefangener durch die Regierung von George W. Bush; Terrorverdächtige wurden ins Ausland verschleppt und gefoltert, damit sie für die amerikanische Verfassung und das US-Recht «unsichtbar» blieben.
Nicht nur von Diego Garcia seien Menschen verschleppt worden, schreibt Vine. Dasselbe Schicksal hätten auch Einwohner anderer Inseln erlitten, die 15 weiteren US-Basen weichen mussten. Ein Beispiel sind die Marshall-Inseln. Der frühere US-Aussenminister Henry Kissinger soll auf Bedenken erwidert haben, dass nur 90'000 Menschen betroffen seien. «Who gives a damn!?», soll er gesagt haben, auf Deutsch: «Wen kümmert das schon!?»
Ehemalige Sklaven
Dabei würden die Chagossier, wie sich die ehemaligen Bewohner von Diego Garcia nennen, alle Kriterien erfüllen, um als kleine Nation zu gelten. Entstanden ist sie aus afrikanischen und indischen Sklaven, die vor zwei Jahrhunderten zur Zwangsarbeit auf die Kokosnussplantagen der Insel verschleppt worden waren: Die Chagossier sind die Nachfahren der Opfer früherer Imperien.
In ihrer Erinnerung sei Diego Garcia ein Paradies, in dem sie arm, aber zufrieden gelebt hätten, schreibt Vine. Im Buch kommt Rita Bancoult, die 1928 geborene Mutter des heutigen Leiters der Chagossier-Flüchtlingsgruppe, ausführlich zu Wort. Sie verlor ihren Mann und drei Kinder bei der Deportation.
Ihr Sohn kämpft bis heute um das Recht auf Rückkehr. Britische Gerichte haben ihm in den vergangenen Jahren mehrfach recht gegeben, doch die Regierung in London hintertrieb die Urteile. 2008 gab auch das britische Oberhaus den Chagossiern recht, die letzte juristische Instanz in Grossbritannien. An eine Rückkehr ist freilich nicht zu denken, denn die USA wollen davon nichts wissen, zumal sich der Konflikt mit dem Iran verschärfen könnte.
Produktionsstätte für Kokosnüsse
Die Idee, das Korallenriff Diego Garcia, auf dem eine Kolonialfirma seit dem 18. Jahrhundert Kokosnüsse produziert hatte, als Militärstützpunkt zu nutzen, hatte Stuart Barber, ein früherer Nachrichtenoffizier der US-Navy. Er beugte sich 1958 über die Weltkarte und fand, die Vereinigten Staaten müssten das Vakuum füllen, welches das zerfallende Britische Empire hinterlasse. Nur so könne die im Zweiten Weltkrieg errungene Kontrolle über weite Teile der Welt gesichert werden. So wurde Diego Garcia zu einem der etwa tausend Stützpunkte, welche die USA zwischen Grönland und dem Südpazifik unterhalten.
Von diesen abgelegenen, oft auf Inseln errichteten Basen aus können die USA weite Gebiete mit ihrer Luftwaffe erreichen. Das ist laut Vine ein entscheidender Unterschied zum Britischen Reich, das seinen imperialen Anspruch einst mit Kanonenbooten und Truppen vor Ort durchsetzte. Die Amerikaner hingegen würden ihren Machtanspruch von fernen Stützpunkten aus signalisieren, von Diego Garcia aus vor allem im ölreichen Nahen und Mittleren Osten.
Vine zitiert den amerikanischen Militärexperten John Pike mit der Aussage, selbst wenn sämtliche Staaten in der östlichen Hemisphäre die US-Truppen hinauswürfen, könnten die amerikanischen Streitkräfte 2015 «den Planeten von Guam und Diego Garcia aus beherrschen».
Selbstversorger-Insel
Für dieses sogenannte Strategic Island Concept sollten die Stützpunkte möglichst isoliert und selbstversorgend sein, wie dem ursprünglichen Plan zu entnehmen ist. Das weltweite Netz permanenter Militärbasen sollte weder vom Wohlwollen der lokalen Bevölkerung abhängig sein noch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen. Das Konzept zeigt Vine zufolge, dass die Kriege im Irak und in Afghanistan keine «abweichenden Aktionen einer einzelnen US-Regierung waren, sondern (. . .) die Erfüllung der Vision zur Kontrolle weiter Teile Asiens und der Weltwirtschaft».
So ähnlich der Anspruch und der Zweck des amerikanischen Imperiums jenem des britischen Vorgängers auch sei, so dramatisch anders seien Washingtons Werkzeuge und Methoden der Herrschaft, betont Vine. Denn die USA kontrollierten andere Nationen nicht mit Kolonien, sondern via die zahlreichen Stützpunkte sowie mit wirtschaftlichem und politischem Druck. Die USA seien deshalb ein Imperium der «Unsichtbarkeit und der Fernsteuerung».
Gut recherchiertes Buch
David Vines sorgfältig recherchiertes Buch ist eine wütende Anklage. Sein Kronzeuge ist kein Geringerer als der verstorbene Navy-Offizier Stuart Barber, der sich das Konzept weltweiter Militärbasen ausdachte. Sein Sohn Richard Barber versichert im Epilog und in einem Brief an die Zeitschrift «New York Review of Books», sein Vater sei schockiert gewesen über die Grausamkeit, mit der die Einheimischen von Diego Garcia vertrieben worden seien. Militärische Gründe für die Räumung der Insel habe es keine gegeben.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.09.2010, 10:59 Uhr
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56 Kommentare
@Bähler: Diego Garcia ist mir schon länger bekannt. Die Anzahl der Basen erscheint glaubwürdig und sicherlich gibt es noch mehr, von denen wir nichts wissen sollten, z. Bsp. Haiti - sorry aber es wird so sein/kommen! =] Man nehme ein Landkarte und zeichne alle bekannten Basen ein, das ist schon furchterregend, nicht? Wir können das auch gemeinsam bei einem Kaffee machen, plaudernd über VT's! =] Antworten
@ Herr Adler: also DIE Frage gebe ich herzlich gerne an Sie zurück: woher in aller Welt wollen Sie denn wissen, wer wieviel Geld in Obamas Kampagne gesteckt hat? Waren Sie Mitglied seines Wahlkampfstabes, arbeiten Sie bei Goldman-Sachs, ja? Sie behaupten einfach wahllos Dinge, die Sie unmöglich wissen können. PS: Ein grosser Teil der Gelder wurde von den US-Bürgern übers Internet gespendet. Antworten
"Die Information in diesem Film ist wichtig, um die Freiheit Amerikas und der ganzen Welt schützen zu können. Barack Obama ist nur ein Werkzeug zur Umsetzung des grossen Plans der globalen Elite. Die Aufgabe des Films ist die Maske hinter der Obama sein wahres Gesicht verbirgt weg zu reissen, damit die Menschheit sich gegen die Neue Weltordnung wehren kann". Siehe Video u.a.: THE OBAMA DECEPTION Antworten
@Bähler: Verfolgen sie mal die Geldflüsse....wer hat Obama finanziert? sind seine Berater von der Wallstreet, Goldman Sachs & Co.? ja, ausnahmslos ALLE! Wussten Sie das Obama mit Cheney und Bush verwandt ist? das ist alles Belegt! ;) Paul wurde von den Medien unterdrückt, ja nichtmal aufgeführt, wenn er gute ergebnise hatte, auch das ist BELEGT! also muss ich mich fragen wie Sie sich informieren?! Antworten
@Bähler: es erscheint Ihnen glaubwürdig, aber haben Sie das geprüft?Also glauben Sie was Sie für richtig halten! Ohne glaube an etwas gibt es keine Meinung.Man kann ales hinterfragen. Ich finde es schlimm andere Meinungen als lächerlich zu bezeichnen. Da Ihre Meinung nicht über den der anderen steht! Doch di definition ist mir bekannt, wieso fragen Sie? habe ich anlass gegeben das zu hinterfragen? Antworten
@ Ryf: Gemeint war natürlich Ron Pauls Wahl ins Weisse Haus, nicht in den Kongress (er kandidierte 2008 als Pres.). Hätte er jene gewonnen, dann hätten wir einen ganz anderen RP erlebt. Als Senator ist das natürlich was anderes, da kann er einstehen, wofür er will. Übrigens: Ihre Aussage, Obama hätte sich von der Wallstreet kaufen lassen, ist eine unsportliche und nicht belegte Behauptung. Antworten
@Bähler: Interessant wie man sich als mündiger Bürger (Vermutung) und freidenkendes Individuum von den Massenmedien "einlullen" lässt und die Neugierde nach Information nicht nachkommt sondern sich bedienen lässt. Die US-Gürtelrose ist komplett um den Globus gezogen. Was darauf folgt entspringt hoffentlich Ihrer Fantasie und nicht der vorgekauten Theorie der Massenmedien Demokratie und Frieden!? Antworten
@ Bähler Sie können sich ja mal das Abstimmungs-Verhalten des Ron Paul Vor und Nach seiner Wahl in den US-Kongress anschauen. Und dann können sie mal schauen wie Herr Dr. Paul seine Kampagnen finanziert. Vielleicht geht ihnen dann ein Licht auf. Es gibt noch andere Realitäten als sich wie Obama von der Wall-Street kaufen zu lassen um dann nach der Wahl die meiseten seiner Versprechen zu brechen. Antworten
@Ueli Kaiser Anstatt dass man in der Schweiz Landepisten für US-Langstreckenbomber zur Verfügung stellt, könnte man sich mal überlegen, ob man das westliche "verlogene, doppelmoralige und scheinheilige Demokratieverständnis" mal überdenken sollte. Die Terrorfrage würde sich dann nicht stellen und wir müssten auch nicht mit kriegerischen Nachteilen rechnen. Antworten
@Adler: Warum glauben Sie überhaupt etwas? Können Sie sicher sein, dass Napoleon je existierte? Sehen Sie, schon wirds lächerlich. Genauso lächerlich wie die Behauptung, das Erdbeben in Haiti wäre mithilfe der HAARP-Anlage ausgelöst worden. Kann es sein, dass Ihnen die Definition einer VT nicht klar ist? Ich glaube an die Basen, weil mir die Quelle glaubwürdig erscheint -> darauf kommt es an! Antworten
Frau Bähler. wieso glauben sie das mit den Basen und die andern Sachen nicht? Weil es im Tagi steht??? und wieso bezeichnen Sie die andern von ihnen erwähnten Punkte als VT? können sie belegen dass es nur VT ist? oder ist es ganz einfach das, was sie glauben wollen? und für den Nahost sagte Napoleon einst: Wer Palästina regiert, regiert die welt! ;) soviel zum thema terrorismus! Alles geostrategi Antworten
@Schaller. Die von mir aufgezählten Punkte sind allesamt VT und VT sind Dreh und Angelpunkt von Infokriegern. A la "böse, lügende Medien". Aber die 1000 Basen der Amerikaner sind Fakt. So man dem Buch glaubt. 1000 hochgerüstete global verteilte Stützpunkte, auf Selbstversorgung ausgerichtet, und von denen weder Senat noch Volk wissen, was sich auf ihnen abspielt... Man bedenke die Möglichkeiten.. Antworten
Das Problem sind wie immer, nicht die USA, sondern die Strippenzieher, die die USA missbrauchen... Die Bilderberger, Skull and Bones, die Trilaterale Kommission, Wall Street usw... Aufwachen Leute, lasst Euch nicht den Kopf einlullen von irgendwelchen Ablenkungsmanövern.... Informiert Euch nicht nur in den herkömmlichen, gleichgeschalteten Medien.... Antworten
@ Ryf: Vor der Wahl lässt es sich leicht versprechen, aber im Amt könnte Paul nicht mal ein Bruchteil dieser Ideen umsetzen. Man nennt das auch politische Realität. Obama erging es genauso. @ Schaller: ich bin mit der Materie bestens vertraut. Haarp-Erdbeben in Haiti, tödliche Zahnpasta und Chemtrails. Lauter durchgeknallte Luftschlösser, die findige Infokrieger als Wahrheiten verkaufen wollen. Antworten
@Nils Leuzinger Von wegen "partnerschaftlich und freiheitlich" Sie machen Witze. Würden Sie sich wohl fühlen in einem Staat, welcher demokratisch gewählte Regiegungen stürzt (wie z.B Iran 51, Chile 73). Noriega wurde zunächst geehrt wegen "guter Zusammenarbeit bei der Drogenbekämpfung, Saddam wurde aufgrüstet (auch mit Giftgas) . Beide wurden "eliminiert" als sie nicht mehr ins Konzept passten Antworten
Es ist schade, aber immer offensichtlicher: Die USA sind eine Lügen- und Heuchler-Nation: Irak und die Lüge der Massenvernichtungsmittel - Menschenrechte predigen und immer noch Guantanomo betreiben - Demokratiehüter spielen und Karsai stützen - die UBS strafen und bei Goldmann Sachs wegschauen - BP anklagen, aber korrupte Ölbehörden haben und Klimagesetz sabotieren. Doch der Abstieg beginnt... Antworten
@Franziska Bähler Ron Paul war gegen die Kriege im Irak, Afghanistan und den Patriot Act. Er spricht sich dafür aus, dass die USA die meisten Militäerbasen auf der Welt schliesst und aufhört Welt-Polizist zu spielen. Er will die verbrecherische CIA auflösen. Er ist für ein ausgeglichenes Budget der USA und will das Monopol der Federal Reserve Bank brechen usw. Ich finde diese Ideen mehr als Super! Antworten
Im 2. Weltkrieg hat die Schweiz spezielle Landepisten für die Alliierten gebaut. Es ist höchste Zeit, dass diese ausgebaut und für die Amerikanischen Langstreckenbomber geöffnet werden. Kommt endlich mal auf die Welt ihr Schweizer, die Welt ist kein Garten Eden. Antworten
@Bähler: Infokrieger versuchen die Wahrheit des Weltgeschehens ans Licht zu bringen, die Lücken zu füllen und Unwahrheiten aufzudecken, die die Massenmedien verursachen bzw. in die Welt setzen. Lesen Sie bzgl. NWO mal etwas über die Bilderberg-Konferenzen oder schauen Sie sich mal den Film "Kriegsversprechen" an, da wird Ihnen hoffentlich ein Licht aufgehen! Antworten
@Nils Leuzinger: Sanfter US-Imperialismus: Sie sind entweder hoffnungslos naiv oder haben einige bedauerliche Geschichtslücken: Was ist sanft an am Niedermetzeln der Ureinwohner und an der Sklaverei, am Auslöschen von Dörfern in Vietnam, an der Hiroshima-Bombe, an der Kriegslüge im Irak und jetzigen Terrorchaos und am sinnlosen Afghanistan-Krieg, wo die USA nur korrupte Regimes an der Macht halten Antworten
@ Ryf: Ankündigungen sind nichts wert, solange nicht geliefert wird. Aber der Ihnen so holde Ron Paul propagiert jede Menge abstrus-utopischer Ideen - und sitzt im selben Boot wie David Icke, von dem besagte "Lizard-Theory" stammt. Man nennt diese Menschen auch Infokrieger; sie geben "denen da oben" die Schuld für ihr kümmerliches Leben. Eigenverantwortung sieht anders aus - Realität übrigens auch Antworten
Betrachten muss man nur wie ACTA derzeit verhandelt wird Amerika hat bereits mehrfach verhindert das die Verhandlung transparent werden während auch hier dieses "Agreement" an demokratischen Kontrollen vorbei verhandelt wird und versucht mit ACTA das Amerikanische Urheberfechtverständnis und die Bedürfnisse der Amerikanischen Content-Industrie weltweit durchzusetzen. Antworten
Die Vertreibung der Bevölkerung von Diego Garcia ist nur ein Aspekt - ein zweiter ist die Zerstörung der lokalen Flora und Fauna durch die Besatzer. Wie viele Inseln im Meer, hatte Diego Garcia ein einmalige Tier- und Pflanzenwelt mit einer vielzahl endemischer (nur dort vorkommenden) Lebensformen. Das meiste dürfte inzwischen ausgestorben sein - Untersuchungen fehlen, mangels Studien. Antworten
@Franziska Bähler Sie lesen wohl zuviel Science Fiction Filme, oder wurden sie von einem Ufo entführt? Senior Bush, Gordon Brown usw. scheinen an eine Neue Welt Ordnung zu glauben, sie haben sie schon mehrmals öffentlich angekündigt. Wenn sie ihre angeregten Gedanken, betreffend imperialer Geo-Strategie vertiefen möchten, empfehle ich ihnen die Lektüre von Zbigniew Brzezinski: The Grand Chessboard Antworten
@ Brambeller - sie sind ja wohl des wahnsinns fette beute! wie können sie einerseits scheinheiligst behaupten, das erfahrene leid der bevölkerung fänden sie "schockierend", nur um gleich darauf zu betonen, wie dankbar wir für diese basen zu sein haben, ohne die gründe dafür zu nennen. Antworten
Wie schockierend dieser Bericht auch ist. Wieviel Leid die Bevölkerung erfahren hat, rückgängig zu machen ist es nicht mehr. Nicht dass ich damit das Geschehene gutheissen will, aber seien wir doch ehrlich: gut gibt es heute solche Basen. Auch wenn ich den Aufschrei schon höre: was fällt ihnen ein, Imperialismus der USA, Unterdrückung Minderheiten, und und und... dennoch: gut gibt es sie! Antworten
@ A. Frey: der antiquierte Ausspruch Napoleons weist auf die Zeit, als er noch gültig war. In heutigen Kriegen aber geht es nicht mehr um die Besetzung eines Landes oder eines Hafens usw. Moderne Kriege sind Kriege um Informationen, es sind weitaus verschärfte Wirtschaftskriege als es noch im 2. WK der Fall war. Wer früher an Infos als andere gelangt, der schwingt beim ewigen Wagenrennen obenaus! Antworten
@Hans Imfeld: Das Problem sind doch Information verbunden mit (mit meist ungenügender Sprachkenntnis) politisch/wirtschaftlicher Steuerung. Leider können die meisten Medien diesen Anspruch nicht mehr erfüllen, weshalb ich seit Jahren auf Bücher ausweiche und beste Erfahrungen damit mache, weil längere Zeiträume überblickbar sind. Antworten
Ist das eine mögliche Rechtfertigung für die EU. Nebst Frieden, Finanzausgleich und einem riesigen Binnenmarkt, vertritt die EU die Interessen dieses Kontinentss auf globaler Ebene... oder nicht? Vielleicht noch nicht heute, aber morgen.. hoffentlich! Antworten
Am meisten schockiert einmal mehr die Aussage von Henry Kissinger, der heute als 'elder statesman' auf allen TV-Kanälen als Friedensnobel-Preisträger herumgereicht wird, obwohl er wie kein anderer die US 'arrogance of power' symboliisiert. Auch der aktuelle Friedensnobel-Preisträger im Oval Office hat an den mitliärischen Hegemonial-Ansprüchen der USA gar nichts geändert - unbelehrbar ! Antworten
Keine Angst, auch das US-Imperium wird zerfallen und auf dem Abfallhaufen der Geschichte landen. Fragt sich nur, was danach kommt. Die heute schon sichtbaren 2 Alternativen werden dann allerdings noch manchen Altlinken das US-Imperium zurückwünschen lassen: Islamismus (Iran, Taliban, inkl. Shari'ah) oder China (siehe Tibet)... Antworten
Wieder einmal schaut man im Westen oppositionslos zu. Die USA können sich heute erlauben, die UN-Beschlüsse zu ignorieren und gegen die ganze restliche Welt ein Veto einzulegen. Muss die Welt im Blick auf die 1000 weltweiten US-Militärstützpunkte eines Tages um einen US-Totalabsturz froh sein, um nicht in weltweite Kriege (bzw. Nato-Bündnisfälle) verwickelt zu werden ??????? Antworten
@ Ryf: bitte verschonen Sie uns mit diesem lächerlichen New-World-Order-Gezeter. Leute wie Sie denken ja allen Ernstes, die birtische Königsfamilie bestünde aus sprechenden Eidechsen. Dennoch gibt mir dieser Artikel zu denken. 1000 Stützpunkte? Antworten
@ R.Schumacher; Ganz unrecht haben sie nicht. Denn wenn die CH die Armee abschaffen sollte, würde wahrscheinlich die NATO (D,F und I sind ja bereits in der NATO) über unser Land wachen und entsprechende Forderungen (Bewachung bezahlen und/oder CH-Männer nach Afghanistan) stellen. Denn es gilt nachwievor der Spruch; „Jedes Land hat eine Armee – entweder die eigene oder eine fremde…“. Antworten
Das Buch sollte auf Redaktionen Pflichtlektüre werden, damit Kommentare gegen die USA nicht mehr unterdrückt werden. Letztlich schaden sich die Amis selbst, weil im Nahen Osten alles vorbereitet ist, den Oelfluss abzubrechen, womit der Westen nicht mehr überleben kann. Die wahren Schurken sind längst erkannt, und der friedliebende Islam (nicht die Terroristen) wird weiter Zulauf erhalten. Antworten
Aber die USA sind doch seit Obama die Guten! Schon erschreckend, wie aller Hass auf die Amerikaner nur George W. Bush angelastet wird und jetzt mit Obama die USA plötzlich wieder hip ist. Dabei hat sich doch absolut gar nichts verändert (und wird sich auch nicht). Friedensnobelpreis.... das ich nicht lache! Antworten
Auch wenn mir die amerikanischen Methoden nicht allesamt sympathisch sind, so können wir doch froh sein, dass ein weitgehend freiheitlich und partnerschaftlich gesinntes Land wie die USA die globale Führungsrolle inne hat. Wenn dereinst China eine dominierende Rollen spielen wird, erinnern wir uns vielleicht mit Wehmut an den "sanften US-Imperialismus" zurück. Antworten
Die Geschichte wird diese Verbrechen einmal benennen ... leider für die Opfer zu spät! Und unsere Nachkommen werden erstaunt feststellen, dass wir um keinen Deut besser waren als die, die wir heute als Terroristen und Menschenrechtsbrecher bezeichnen! -im Gegenteil! Antworten
Dieses Imperium der Schande, hat auf dem Gerüst des Britischen Imperiums aufgebaut, wobei die USA lediglich als Muskel dieses Anglo-Dutch-American-Saudi Imperiums fungiert. Der Kopf dieses Imperiums, ist immer noch die City of London und Queen, so gesehen existiert das British Imperium immer noch, eben nur verdeckt. Ron Pauls Campaign for Liberty hat diesem Imperium der Schande den Kampf angesagt. Antworten
Die Zwangsumsiedlung wurde von der obersten britischen Rechtsinstanz als Unrechtens anerkannt. In ca 10 Jahren läuft der Pachtvertrag an und einer Wiedergutmachung steht nichts im Weg. Die korrekte Zusammenfassung des Buches lautet: Ich hasse Amerika, es ist ein Unrecht geschehen; ich hasse Amerika. Ich denke es gibt interessantere Bücher. Antworten
Rolf Schumacher: Ohne USA (und Israel) hätte der Iran die islamischen Weltrevolution bereits ein ganzes Stück vorantreiben können. Das würde zwar den ewig gestrigen Revoluzzern von der roten Front gefallen. Doch, dass dann irgend eines Tages eine islamische Republik ihre theokratische Macht an Marxisten abgeben würde, ist doch ein wenig weit von der Realität entfernt. Antworten
EIn weiterer Stein des Anstosses der für Terrorismus gegen die USA verantwortlich ist. Wer ist also tatsächlich der Terrorist? Die USA die anderer Länder Rechte verletzt, oder die die zurückschlagen? Die USA schadet sich damit in doppelter Hinsicht: All das Geld das diese Basen verschlingen, fehlt daheim für bessere Ausbildung, Katastrophenschutz, generell für die Bevölkerung. Antworten
Im Laufe der Geschichte hinterliessen kontinentale oder gar globale Imperien auf deren Misthaufen immer astronomischere Leichen- und Schuldenberge. Hoffentlich hinterlaesst das amerikanische Imperium samt seiner Bruesseler Filiale und zudienernden Schweizer Aussenclownin als hoffentlich Letztes die Welt nicht als endgueltig ruinierte radioaktiv verseuchte Wueste.... Antworten
Interessant, dass trotz der vielen Verbrechen gegen Menschenrechte die USA immer noch Sympathien in aller Welt geniessen, während Deutschland wegen seiner vor 60 Jahren begangenen Verbrechen immer der Sündenbock der Welt bleiben muss und verachtet wird. Wann wird diese Heuchelei endlich aufhören? Antworten

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Philipp Aregger
Nur eine Anmerkung zuhanden der Geostrategen hier. Diego Garcia ist von Teheran etwa genau so weit entfernt wie die Schweiz von Teheran. Eine rechte Wegstrecke. Ob denn die Pentagonianer viel erreichen mit ihren verstreuten Stützpunkten bleibt doch eher fraglich. Da ist der Islamist, der in Kairo oder Gaza anti-imperialistische Agitation betreibt, doch einiges näher an der Basis, resp. am Volk. Antworten