Die Wut auf Hugo Chávez
Studentenproteste
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- Stummer Widerstand gegen höhere Gebühren
- «Wir sind hier, weil ihr uns die Bildung klaut!»
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Mit Tränengas ist die Polizei in Venezuela am Donnerstag gegen Tausende Studenten vorgegangen, die gegen die Schliessung eines regierungskritischen Kabelsenders protestierten.
Die Demonstranten in der Hauptstadt Caracas warfen Präsident Hugo Chávez vor, Kritiker mundtot zu machen. Einige warfen Steine gegen Einsatzkräfte. Die Studenten demonstrierten bereits den fünften Tag in Folge, nachdem die Behörden am Sonntag den Sender Radio Caracas Television (RCTV) stillgelegt hatten.
Die Behörden sprechen von Ruhestörung
«Wir werden keine weitere Schliessung von Medien zulassen, die die Wahrheit sagen», sagte Studentenführer Nizar El Sakih. Chávez warf den Demonstranten vor, Gewalt zu schüren. Einige versuchten, das Land «in Brand zu stecken», erklärte er in einer Fernsehansprache und kündigte ein hartes Einschreiten bei gewaltsamen Protesten an. Am Montag wurden bei Demonstrationen zwei Jugendliche getötet, Dutzende Menschen wurden in den vergangenen Tagen verletzt. Chávez zufolge wurden ausserdem am Mittwoch zwei Soldaten in der Stadt Merida von Unbekannten beschossen und verletzt.
In der Stadt Barcelona warfen die Behörden zehn Studenten Störung der öffentlichen Ordnung vor, wie ihr Anwalt dem Fernsehsender Globovision sagte. Am Mittwoch war es dort nach Protesten zu Zusammenstössen mit Polizisten gekommen. Studentenführer Jonathan Zambrano sagte dem Sender, 22 Demonstranten seien in der Stadt Barinas vorübergehend festgenommen worden. Sie seien wieder freigekommen, nachdem sich Studentengruppen zu einem Verzicht auf Demonstrationen bereiterklärt hatten. (oku/ddp)
Erstellt: 29.01.2010, 09:57 Uhr












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