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Die verschwundenen Tiere vom Golf von Mexiko

Von Monica Fahmy. Aktualisiert am 05.08.2010 13 Kommentare

Die Ölpest ist angeblich eingedämmt. Das ist die gute Nachricht. Doch BP versuche nun die Folgen des Chemikalien-Einsatzes zu vertuschen, sagen Umweltaktivisten. Stimmen nach einer Untersuchung werden laut.

Ölsperren werden am Golf von Mexiko eingesammelt.

Ölsperren werden am Golf von Mexiko eingesammelt.
Bild: Keystone

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Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Am 20. April 2010 ging die Deepwater Horizon in Flammen auf. Es kam zur grössten Ölkatastrophe aller Zeiten.

Annähernd 70 Prozent des Öls im Golf von Mexiko hat sich laut einem Bericht der US-Regierung auf natürliche Weise oder dank dem Einsatz von Chemikalien aufgelöst. Es gibt allerdings Experten, die den Bericht eher für schönfärberisch als für wissenschaftlich halten. Die schädlichen Folgen der Ölkatastrophe seien noch nicht bekannt.

Statt das verschwundene Öl zu feiern, sollte man sich eher Sorgen über das Verschwinden der Wildtiere machen, gibt der Umweltaktivist Jerry Cope in der «Huffington Post» zu bedenken. Der Golf von Mexiko sei eine «Todeszone». Tiere seien verschwunden, obwohl die Ölfirma BP eine relativ kleine Zahl getöteter Tiere angegeben habe, so Cope.

Grosse Zahl Kadaver verbrannt

«Etliche Menschen riefen mich an und sagten, dass ein Grossteil der Meeresfauna verschwunden und eine riesige Vertuschungsaktion im Gang sei», sagt Cope in einem Interview mit «Democracy Now!» Dies sei in der Zeit passiert, in der die Medien nur beschränkten Zugang in die betroffenen Gebiete hatten. Vor drei Wochen hatten Cope und ein Mitstreiter beschlossen, sich die Situation vor Ort anzusehen. In Louisiana, Florida, Alabama, überall hätten sie mit Fischern und Einheimischen gesprochen. «BP liess Fische, Vögel, Wale, Delfine und andere Meerestiere einsammeln und alle Kadaver verbrennen», sagt Cope. «Es war eine grosse Zahl Kadaver».

Im Fall der Exxon Valdez habe man die Kadaver erst gründlich untersucht und erst dann verbrannt, kritisiert die Meeresbiologin Ricky Ott. Das sei verdächtig. Sie habe in der Region viele Menschen getroffen, die plötzlich unter gesundheitlichen Problemen litten. Die eingesetzten Chemikalien könnten noch Jahrzehnte im Wasser nachweisbar sein, sagt sie in der «Huffington Post». Obwohl bekannt sei, dass die eingesetzte Chemikalie Corexit Blut und Nieren schädigen könne, habe die US-Regierung deren Einsatz erlaubt, ohne die Chemikalie vorher eingehend prüfen zu lassen.

Anzeichen unerwünschter Auswirkungen

«Die Beteiligten an den Aufräumarbeiten und die Tier- und Pflanzenwelt sind unwissentlich Teilnehmer eines gefährlichen Experiments geworden», kritisierte auch der demokratische Senator Frank Lautenberg aus New Jersey am Mittwoch in einem Hearing eines Umweltausschusses des Senats. Es gebe bereits jetzt so viele Anzeichen unerwünschter Auswirkungen des Chemikalien-Einsatzes im Golf von Mexiko, um zu wissen, dass es zusätzlicher Untersuchungen bedürfe. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.08.2010, 20:34 Uhr

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13 Kommentare

Pedro Lanz

06.08.2010, 10:09 Uhr
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Wenn die Bilder der ölverschmierten Kadaver gezeigt würden, würden wir dann den direkten Zusammenhang zu unserer Tankzapfsäule machen? Wären wir traurig? Würden wir uns einschränken? Babobama hat schon recht. Es gibt genug solcher Bild von früheren Katastrophen, die kann man sich anschauen und x 1 Million rechnen. Wie's auch Bilder früherer Kriegsverbrechen gibt, anstatt solche von Afghanistan. Antworten


Boris Radtke

06.08.2010, 07:21 Uhr
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Ok, aufgrund der "clean water act" muss BP eh eine Riesen-Summe an die USA abdrücken, um den "Schaden wieder gut zu machen". Irgendwas zwischen 1100 und 4500 usd pro ausgelaufenem Barrel muss bezahlt werden. Auf diese 2 1/2 Monate macht das einen ganz schönen Haufen Schotter, der geblecht werden muss. Fragt sich einfach, wofür die USA dieses Geld einsetzen. Krieg im Iraq? Iran? Korea? ??? Antworten




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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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