Enttarnte US-Spione fürchten um ihr Leben
Aktualisiert am 22.11.2011 6 Kommentare
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Herber Rückschlag für die CIA: Nach Informationen des amerikanischen Senders ABC haben die libanesische Hizbollah und das iranische Regime das US-Agentennetz im Libanon und im Iran teilweise zerschlagen. Nun fürchte die US-Regierung, dass die Festgenommenen exekutiert werden könnten, berichtete der Sender gestern unter Berufung auf vier anonyme derzeitige und frühere Regierungsbeamte und Geheimdienstler.
Unklar war zunächst die genaue Zahl der in den letzten sechs Monaten aufgeflogenen Agenten. Im Iran hatte Geheimdienstminister Heidar Moslehi bereits im Mai die Festnahme von mehr als 30 Agenten der USA und Israels gemeldet. Im Juni verkündete Hizbollah-Chef Sayyed Hasan Nasrallah die Festnahme von zwei US-Agenten. Seither dürften weitere dazugekommen sein. Laut ABC und Reuters handelt es sich in beiden Fällen eher um lokale Mitarbeiter und nicht um US-Staatsbürger.
Die US-Regierung streitet die Verhaftungen der CIA-Informanten ab. Daher ist auch nicht bekannt, ob jemand für das Fiasko im Geheimdienst zur Verantwortung gezogen wurde. Auch das Schicksal der enttarnten Agenten ist nicht bekannt. Matthew Levitt, ein Experte vom Washingtoner Institute for Near East Studies, meinte gegenüber dem Sender CBS, es komme ganz drauf an, wer die Informanten waren und was sie zu sagen hatten. Robert Baer, der in den 1980er-Jahren für die CIA gegen die Hizbollah arbeitete, ist gegenüber ABC pessimistischer. Er rechnet mit der Exekution der Agenten.
Treffen in der Pizzeria
Im Libanon hat die Hizbollah gemäss ABC zwei Doppelagenten eingesetzt. Diese hätten dann einen CIA-Treffpunkt in Erfahrung bringen können – eine Pizza-Hut-Filiale in Beirut. Unvorsichtigerweise seien mehrere US-Agenten regelmässig dort anzutreffen gewesen. Mindestens ein Dutzend Informanten seien so aufgeflogen – und die Hizbollah habe die Identität mehrerer Agentenbetreuer in Erfahrung gebracht.
Im Iran sind demnach Internetseiten aufgeflogen, über die der US-Geheimdienst mit seinen Agenten kommuniziert hatte.
«Wir waren faul»
«Spionage ist ein riskantes Geschäft», kommentierte ein namentlich nicht genannter Regierungsbeamter. Geheimdienstexperten vermuteten jedoch Fehler aufseiten der CIA. Robert Baer sagte zu ABC: «Wenn man eine ganze Station wie in Beirut oder Teheran verliert, ist das eine Katastrophe, die nie passieren dürfte. Und wenn es doch passiert, dann nur, weil man mit den Quellen falsch umgeht.»
Ein weiterer nicht genannter aktueller Regierungsmitarbeiter gesteht ein: «Wir waren faul, und jetzt befindet sich die CIA gegen die Hizbollah im Blindflug.» (rub)
Erstellt: 22.11.2011, 14:23 Uhr
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6 Kommentare
Das Auffliegen dieser Agenten zeigt nur, dass bereits ein geheimer Krieg gegen den Iran und Libanon im Gange ist. Auch die zahlreichen ermordeten Atomwissenschaftler (auch russische) und ständige Explosionen (wie neulich in einem Stützpunkt der Pasdaran) oder Flugzeugabstürze mit hohen iranischen Offizieren an Bord zeugen von der geheimdienstlichen Aktivität im nahen und mittleren Osten. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


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