Erste Homo-Ehe in Lateinamerika gestoppt
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Richterin Marta Gomez Alsina entschied am Montag, dass zunächst der Oberste Gerichtshof über die Rechtmässigkeit einer Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern befinden müsse. Sie hob damit die Entscheidung eines anderen Richters in Buenos Aires auf, der eine Verweigerung der Heiratserlaubnis für José Maria Di Bello und dessen Partner Alex Freyre als verfassungswidrig bewertet hatte.
Di Bello und sein Partner wollten dennoch am Dienstag wie geplant auf dem Standesamt in Buenos Aires erscheinen. Verweigere der Trauzeuge die Eheschliessung, dann werde das Paar einen Protestmarsch anführen, sagte ihre Anwältin Maria Rachid. Rachid ist Präsidentin des Verbandes für Lesben und Schwule in Argentinien.
Für Hochzeitsmarsch Strecke abgesperrt
Der Fall hat bereits ein breites Medienecho erzeugt, und die Behörden der argentinischen Hauptstadt haben für den Hochzeitsmarsch schon eine Strecke abgesperrt. Bello und Freyre sind seit knapp fünf Jahren zusammen, und sie sind beide HIV-positiv. Den Dienstag hatten sie für ihre Eheschliessung ausgewählt, weil es der internationale Aids-Tag ist.
Das argentinische Parlament erörtert derzeit eine Gesetzesreform, die Eheschliessungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern rechtlich anerkennen würde. (etr/ap)
Erstellt: 01.12.2009, 16:50 Uhr











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