Fed-Chef Bernanke warnt eindringlich vor US-Zahlungsausfall
Aktualisiert am 15.06.2011 10 Kommentare
Fed-Chef fordert Anhebung der Schuldenobergrenze.
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Fed-Chef Ben Bernanke hat die US-Politik eindringlich zur Lösung des Streites über die Schuldengrenze aufgefordert. Sollte es keine schnelle Einigung geben, könnten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, sagte der Chef der Notenbank in einer Rede. Zudem könne die Sonderrolle des Dollars als Reservewährung beschädigt werden. Selbst ein kurzer Zahlungsausfall könne zu gravierenden Störungen der Finanzmärkte führen.
Bernanke forderte Demokraten und Republikaner auf, einen langfristigen Plan zu entwerfen, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Er machte zugleich klar, dass die Verhandlungen über die Schuldengrenze nicht genutzt werden sollten, um Ausgabenkürzungen durchzusetzen.
Republikaner und Demokraten verhandeln seit Monaten über die Anhebung der Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar. Zuletzt hatten die Republikaner die Anhebung der Schuldengrenze blockiert, weil sie der US-Regierung Zugeständnisse für Einsparungen in Milliardenhöhe abringen wollen.
Teurere Kredite als Folge
Sollte es keine Einigung geben, droht der US-Regierung im August ein Zahlungsausfall. Vizepräsident Joe Biden traf sich erneut mit Abgeordneten von Demokraten und Republikanern, um einen Kompromiss zu finden. Sollten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren, würde dies die Aufnahme von Krediten verteuern. Bislang gelten US-Staatsanleihen weltweit fast so sicher wie Barvermögen. Viele Länder nutzen den Dollar als Reservewährung. (jak/sda)
Erstellt: 15.06.2011, 06:22 Uhr
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10 Kommentare
Für die USA scheinen wohl andere Gesetze und Regeln zu gelten als für den Rest der Welt. Wäre es nicht die USA, sondern Japan, England oder Kanada, wäre eine Herabstufung vor Jahren geschehen! Deshalb sind solche Institutionen die Bonitätsnoten vergeben nicht unabhängig und damit auch lächerlich. Antworten
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