Fidel Castro kündigt seinen Tod an

Aktualisiert am 23.01.2009

Der kubanische Revolutionsführer will sich weiter zurücknehmen und keinen Einfluss mehr auf die Leitung des Landes nehmen. Und er redet über den Tod.

1/24 1. Mai-Marsch in Havanna, Revolutionsplatz.
Oscar Alba

   

«Es geht mir gut», schrieb der 82-Jährige in einem weiteren kurzen Kommentar über seine Haltung zum neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Die Zeilen wurden am Donnerstagabend auf der staatlichen Internetseite Cubadebate veröffentlicht. Es war der zweite Beitrag innerhalb von zwei Tagen, nachdem man zuvor fünf Wochen nichts mehr von Fidel Castro gehört hatte und bereits über seinen Tod spekuliert wurde.

Die Erklärung wirkt denn auch allgemein wie ein Abschied: «Ich habe meine Kommentare für dieses Jahr reduziert, um die Genossen der Partei und des Staates nicht bei den Entscheidungen angesichts der objektiven Schwierigkeiten zu stören, die aus der weltwirtschaftlichen Krise stammen», begründete er in seinen «Reflexionen von Genosse Fidel». «Niemand von ihnen soll sich durch meine eventuellen Kommentare, durch meine schwere Erkrankung oder meinen Tod verpflichtet fühlen.» Der Revolutionsführer erklärte auch, dass er das Ende von Obamas Amtszeit 2013 nicht mehr erleben werde. Es sind dies die ersten Aussagen über seinen Tod. (se/sda)

Erstellt: 23.01.2009, 15:54 Uhr

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