Geheime Afghanistan-Protokolle waren nur ein Vorgeschmack
Aktualisiert am 28.07.2010 13 Kommentare
Nun kennt ihn die ganze Welt: WikiLeaks-Gründer Julian Assange. (Bild: Keystone )
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US-Präsident Barack Obama hat sich gestern besorgt über die Veröffentlichung Tausender Geheimdokumente zum Afghanistan-Krieg im Internet gezeigt. Damit könnten Menschen oder Einsätze gefährdet werden, sagte Obama im Weissen Haus. Für ihn könnte es aber schon bald noch viel unangenehmer werden. Wie das amerikanische Nachrichtenmagazin «Newsweek» schreibt, ist die Online-Plattform Wikileaks auch im Besitz von geheimen Unterlagen über den Militäreinsatz im Irak. Und zwar sei der Umfang dreimal so gross wie jetzt bei den Afghanistan-Protokollen, wie der Journalist Mark Hosenball in seinem «Newsweek»-Blog schreibt.
Die Dokumente seien ebenfalls streng vertraulich und setzen sich aus ungeschminkten Zeugenberichten vom Schlachtfeld zusammen, verfasst von Angehörigen der US-Armee, meist von rangniedrigen Offizieren. Das Irak-Material befindet sich noch in den Händen von Wikileaks. Drei Quellen, die «Newsweek» bekannt sind, sind mit den Dokumenten vertraut. Gemäss einer davon seien die US-Soldaten im Irak an einem «Blutbad» beteiligt gewesen. Doch der Grossteil der verstörenden Dokumente – beispielsweise über die Misshandlung von Gefangenen – betreffe irakische Sicherheitskräfte.
Diesmal ist nicht Manning das Leck
Wikileaks-Gründer Julian Assange weiss noch nicht, wann und wie er das Material veröffentlichen will. Gemäss «Newsweek» wolle er über die Irak-Dokumente eine engere Kontrolle behalten – und sie wahrscheinlich nicht über die «New York Times», den «Guardian» und den «Spiegel» veröffentlichen.
Gemäss den Informanten von «Newsweek» sei für das Leck der Irak-Protokolle nicht Bradley Manning verantwortlich. Der US-Soldat Manning hat bei der Weitergabe der Afghanistan-Geheimakten an die Website Wikileaks eine Rolle gespielt. Die US-Behörden klären zurzeit ab, welche.
US-Präsident Barack Obama erklärte zu den bei Wikileaks veröffentlichten Dokumenten, sie enthüllten nichts Neues zum Konflikt in Afghanistan. Ob die wohl gut 200'000 Irak-Dokumente bei deren Veröffentlichung den US-Präsidenten auch so gelassen bleiben lassen? (bru)
Erstellt: 28.07.2010, 09:07 Uhr
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13 Kommentare
Die Amerikaner machen offensichtlich Einiges, was sich weder mit dem Internationalen Völkerrecht noch mit der Genfer Konvention vereinbaren lässt! Das steht auf der gleichen Ebene mit dem Terrorismus, den sie zu bekämpfen vorgeben. Es ist nur gut, dass diese Machenschaften an die Öffentlichkeit kommen. Antworten
@Hasenfratz "...dafür stehen uns rechtsstaatliche und demokratische Mittel - sprich freie Wahlen - zur Verfügung" welche durch den Machtapparat missbraucht werden. @Roduner: Selbst N. Armstrong ist sich nicht mehr sicher ob er überhaupt dort oben war. Und wer nicht schweigt wird zum schweigen gebracht. Antworten












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