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«Gleichberechtigung der Frau ist eine unerledigte Aufgabe»

Aktualisiert am 20.09.2011 2 Kommentare

Die UNO will eine «kritische Masse» von Frauen in Politik und Parlamenten erreichen. Hillary Clinton betont, die Beteiligung von Frauen sei notwendig für den Erhalt einer friedlichen Welt.

Wollen keine Feminisierung der Armut: US-Aussenministerin Hillary Clinton und die brasilianische Presidentin Dilma Rousseff. (19. September 2011)

Wollen keine Feminisierung der Armut: US-Aussenministerin Hillary Clinton und die brasilianische Presidentin Dilma Rousseff. (19. September 2011)
Bild: Keystone

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Die Vereinten Nationen streben einen Anteil von mindestens 30 Prozent Frauen in der Politik und den Parlamenten der Welt an. Diese «kritische Masse» müsse erreicht werden, wenn von einer wirklichen Repräsentation der Frauen gesprochen werden soll, hiess es am Montag auf einem UNO-Forum zur Frauenförderung in New York. Dieser Anteil sei erst in 28 der etwa 200 Staaten auf der Welt erreicht. «Es ist viel erreicht bei der Gleichberechtigung der Frau, aber das ist immer noch eine unerledigte Aufgabe», sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton.

«Das 19. Jahrhundert war geprägt vom Ende der Sklaverei und das 20. vom Kampf gegen den Totalitarismus», sagte Clinton weiter. «Wenn wir im 21. Jahrhundert eine friedliche, wachsende Welt wollen, müssen die Frauen beteiligt werden.» Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff sagte, dass Frauen am meisten unter Armut, Krankheiten und Kriegen leiden würden. «Ich will diese Feminisierung der Armut nicht hinnehmen», sagte sie. Ein sicheres Mittel dagegen sei die Beteiligung der Frauen. «In Brasilien stellen die Frauen 52 Prozent der Wähler, aber nur 10 Prozent der Politiker. Dass das ein Missverhältnis ist, ist jedem klar.»

Politische Beteiligung für Frauen ein Menschenrecht

Weltweit sind weniger als zehn Prozent der Staats- und Regierungschefs Frauen. «Wir fordern eine stärkere Beteiligung der Frauen, weil das fundamental für Demokratie, nachhaltige Entwicklung und Frieden ist», heisst es in einer Erklärung, die von Politikerinnen aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde.

Es sei ein Menschenrecht, dass sich Frauen an Regierung und Verwaltung beteiligen könnten, gleichberechtigt mit Männern. Alle Staaten müssten diese Rechte schützen und durchsetzen, damit Frauen sich an allen Bereichen des öffentlichen Lebens beteiligen könnten.

Zu den Unterzeichnerinnen gehören neben Clinton und Rousseff die EU-Aussenpolitikerin Catherine Ashton und die kirgisische Präsidentin Rosa Otunbajewa. An der am Mittwoch in New York beginnenden Generaldebatte der UNO-Vollversammlung nehmen zwölf weibliche Staats- und Regierungschefs teil – ein Anteil von ganz knapp zehn Prozent. (kpn/sda)

Erstellt: 20.09.2011, 08:10 Uhr

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2 Kommentare

Lukas O. Bendel

20.09.2011, 12:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Daraus dass u.a. weniger als 10% der Staats- und Regierungschefs weiblich sind, auf fehlende Gleichberechtigung zu schliessen ist schon im Ansatz falsch: Gleichberechtigung bedingt gleiche Chancen und meint nicht gleiche Chancenwahrnehmung! Trotz Stimm- und Wahlrecht gehen heute (immer) weniger Frauen in der Schweiz an die Urnen; und an der Zürcher Stadtdebatte beteiligten sich nur wenige Frauen! Antworten


Rudolf Kupper

20.09.2011, 17:51 Uhr
Melden

Ausgerechnet Frau Clinton, die eine skrupellose und aggressive Aussenpolitik betreibt, möchte uns glauben machen, mit Frauen in der Politik werde die Welt friedlicher. Frauen, wählt euch bessere Vorbilder! Antworten



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