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Honduranische Hoffnung bereits nach einem Tag geplatzt

Kurz nachdem Roberto Micheletti wie vereinbart zurückgetreten ist, geht die Regierungskrise weiter: Sowohl Micheletti als auch sein Gegner Manuel Zelaya wollen das Sagen haben.

Ihr Idol ruft sie zum Wahlboykott auf: Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya am Donnerstag.

Ihr Idol ruft sie zum Wahlboykott auf: Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya am Donnerstag.
Bild: Keystone

Die Vermittlungsversuche der Nachbarn haben nichts genützt: Roberto Micheletti (rechts) am Mittwoch mit Chiles Ex-Präsident Ricardo Lagos.

Die Vermittlungsversuche der Nachbarn haben nichts genützt: Roberto Micheletti (rechts) am Mittwoch mit Chiles Ex-Präsident Ricardo Lagos. (Bild: Keystone)

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Rund vier Monate nach dem Militärputsch in Honduras ist der Plan für eine Regierung der nationalen Einheit und Versöhnung gescheitert. Ein Ende der schwersten politischen Krise Lateinamerikas seit 20 Jahren rückte damit wieder in weite Ferne.

Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya erklärte am Freitag, eine erst in der vergangenen Woche unter US-Vermittlung getroffene Vereinbarung mit Übergangspräsident Roberto Micheletti sei geplatzt. Die Rivalen machten sich gegenseitig für das Scheitern verantwortlich. Zelaya forderte seine Anhänger zum Boykott der für Ende November geplanten Präsidentenwahlen auf.

«Dieses Theater mit Herr Micheletti»

Die Krise war in der Nacht auf Freitag weiter eskaliert: Zunächst reichte Michelettis Übergangsregierung ihren Rücktritt ein und machte damit wie geplant den Weg frei für die Bildung einer Einheitsregierung.

Doch die Widersacher Micheletti und Zelaya bestanden beide darauf, die neue Regierung bis zur Präsidentenwahl zu leiten. Zelaya weigerte sich, eigene Kabinettsmitglieder zu nennen. Micheletti setzte die Regierungsbildung trotzdem fort.

«Wir werden dieses Theater mit Herrn Micheletti nicht fortsetzen», erklärte Zelaya daraufhin. Das Verhalten Michelettis und seiner Anhänger sei absurd. Micheletti erklärte seinerseits, das neue Kabinett repräsentiere ein breites Spektrum, obwohl Zelaya keine Mitglieder entsandt habe.

Das Militär hatte den während seiner Amtszeit immer weiter nach links gerückten Zelaya Ende Juni gestürzt und ausser Landes gebracht. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion kehrte Zelaya im September nach Honduras zurück und befindet sich seitdem in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa.

Die Krise hat das verarmte Land gelähmt und international isoliert. Sie weckt Erinnerungen an Jahrzehnte während des Kalten Krieges, in denen Instabilität, Militärregime und Menschenrechtsverstösse das politische Bild Lateinamerikas prägten. (oku/sda/)

Erstellt: 06.11.2009, 10:55 Uhr

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