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Honduras: Arias warnt vor Bürgerkrieg
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Das teilte der als Vermittler fungierende costaricanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Oscar Arias mit und warnte nach dem Gespräch vor einem Bürgerkrieg in dem mittelamerikanischen Land. Arias gab den Kontrahenten noch einmal 72 Stunden und damit bis Mittwoch Zeit, um die Verhandlungspapiere zu studieren.
Vertreter der Übergangsregierung lehnten bei den Gesprächen in Costa Rica die Wiedereinsetzung des vom Militär gestürzten Zelaya und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit ab. Deren Vertreter Carlos Lopez lehnte eine Rückkehr Zelayas kategorisch ab. Am Mittwoch solle es in Costa Rica weitere Gespräche geben. Aus Zelayas Lager kamen indes widersprüchliche Signale: Unterhändler Enrique Flores sagte, die Zeit für Verhandlungen sei abgelaufen. Der gestürzte Präsident selbst hingegen sagte der AP, er sei gewillt, die «Tür für Gespräche und Diplomatie offenzuhalten».
Der gestürzte Staatschef stimmte den Vorschlägen am Sonntag laut Arias zu. Die Regierung von Übergangspräsident Roberto Micheletti stellte sich hingegen quer. Zelaya hat bereits angekündigt, ungeachtet des Ergebnisses der Verhandlungen noch vor Ende der Woche nach Honduras zurückzukehren. Die Übergangsregierung will ihn in diesem Fall festnehmen lassen.
Gewerkschaften rufen zu Generalstreik auf
Arias hatte von den von den Unterhändlern bereits am Samstag mehr Flexibilität gefordert. Er hat vorgeschlagen, dass es eine Generalamnestie für politische Verbrechen vor und nach dem Putsch geben sollte und die Präsidentenwahl um vier Wochen auf Oktober vorverlegt wird. Damit wäre Zelayas Amtszeit beendet, und für eine weitere darf er laut Verfassung nicht mehr antreten.
Anhänger Zelayas gingen zuletzt fast täglich auf die Strasse und forderten seine Rückkehr. Am Samstag blockierten rund 3000 Demonstranten den Verkehr auf einer der wichtigsten Strassen in Tegucigalpa. Gewerkschaften, die Zelaya unterstützen, riefen für Donnerstag und Freitag zu einem Generalstreik auf. Zelaya wurde am 28. Juni mit Hilfe der Streitkräfte gestürzt und ins Exil geschickt. Der Putsch wurde fast überall auf der Welt verurteilt. (mbr/ap/sda)
Erstellt: 20.07.2009, 09:04 Uhr
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