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Honduras: Gestürzter Präsident stellt Ultimatum
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Begleitet von einem Ultimatum des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya haben in Costa Rica am Samstag neue Gespräche zur Lösung der Krise in Honduras begonnen. Der als Vermittler fungierende costaricanische Präsident Oscar Arias hatte in den vergangenen Tagen eine Regierung der nationalen Einheit in Honduras oder eine Amnestie für Zelaya vorgeschlagen. Dieser forderte eine Einigung bis zum heutigen Samstagabend.
Bis dahin müsse eine Lösung für seine Wiedereinsetzung gefunden werden, sagte Zelaya vor Journalisten in der honduranischen Botschaft in Nicaragua. Ansonsten werde er die Gespräche unter Vermittlung von Friedensnobelpreisträger Arias als gescheitert betrachten und heimlich in sein Land zurückkehren. Zwei frühere Vermittlungsrunden waren bereits ergebnislos verlaufen.
Zelayas Aussenministerin Patricia Rodas hatte am Donnerstag angekündigt, der gestürzte Präsident werde in Kürze nach Honduras zurückkehren und einen alternativen Regierungssitz einrichten. Die Übergangsregierung in Tegucigalpa hat eine Einreise Zelayas bisher verhindert.
«Verhandlungen werden zu nichts führen»
Anhänger des gestürzten Staatschefs gingen fast täglich auf die Strasse und forderten seine Rückkehr. Am Samstag blockierten rund 3000 Demonstranten den Verkehr auf einer der wichtigsten Strassen in Tegucigalpa. «Die Verhandlungen werden zu nichts führen, und die Leute wissen das», sagte Cesar Silva, der die Proteste mit organisiert hatte. Er rechne damit, dass Zelaya nach Mitternacht wieder nach Honduras zurückkomme.
Zelaya wurde am 28. Juni mit Hilfe der Streitkräfte gestürzt und ins Exil geschickt. Der Putsch wurde fast überall auf der Welt verurteilt. (vin/ap/sda)
Erstellt: 18.07.2009, 20:54 Uhr
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