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Hugo Chávez wird Cyberaktivist

Der venezolanische Staatschef weist Befürchtungen einer bevorstehenden Internet-Zensur zurück. Demnächst startet er einen eigenen Netzauftritt.

Seine Regierung wolle den Zugang zum Web verstärken und nicht einschränken, sagte Hugo Chávez am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehansprache.

Anfang März waren Befürchtungen laut geworden, die Regierung könnte eine Kampagne gegen kritische Internetportale starten. Damals rief Chávez zu einer Regulierung des Internets auf und sagte, insbesondere der Webauftritt von «Noticiero Digital» sei ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Jetzt äusserte er sich zurückhaltender, sagte aber immer noch, die Opposition nutze das Web, um Panik zu verbreiten, was nicht geduldet werden dürfe.

Die Behörden haben nach Angaben des Präsidenten 668 Internet-Zentren für den Zugang der Bevölkerung eingerichtet und wollen in diesem Jahr 200 weitere gründen. Von den 29 Millionen Menschen in Venezuela haben etwa 1,5 Millionen einen Internet-Zugang. (vin/ddp)

Erstellt: 22.03.2010, 08:36 Uhr

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