Ausland

Küng will die Manager bessern

Aktualisiert am 07.10.2009

Der Schweizer Theologe Hans Küng hat in New York ein neues Grundsatzprogramm für ethisches Verhalten in der Wirtschaft vorgestellt – mit hohen Anforderungen.

Appell in gutem Glauben: Hans Küng im Juni bei der Verleihung des Abraham-Geiger-Preises für sein Lebenswerk.

Appell in gutem Glauben: Hans Küng im Juni bei der Verleihung des Abraham-Geiger-Preises für sein Lebenswerk. (Bild: Keystone)

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Die «Erklärung zu einem Globalen Wirtschaftsethos» lege fest, was im wirtschaftlichen Alltag «rechtens, gerecht und fair» ist, sagte Küng in seiner Rede am Uno-Hauptsitz am Dienstag in New York. Der 81-Jährige hob Küng hervor, dass die Globalisierung nur dann zu Wohlstand führe, wenn sich alle Menschen grundsätzlich aufeinander verlassen könnten.

«Seit Beginn der gegenwärtigen Krise war der Ruf nach einem ethischen Rahmen für die globalen Finanz- und Wirtschaftsmärkte laut aus vielen Ländern der Welt zu vernehmen», sagte Küng. Zwar dürfe jeder Mensch seine wirtschaftlichen Eigeninteressen verfolgen, müsse dabei aber ethische Rahmenbedingungen einhalten.

Idealismus als Grundlage

Das von Küng und anderen Intellektuellen aufgestellte Programm stützt sich auf Werte wie Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit und Respekt für das Leben, Gerechtigkeit und Solidarität, ferner auf Ehrlichkeit und Toleranz sowie gegenseitige Achtung und Partnerschaft.

Das neue Programm soll die 1993 aufgestellte «Weltethoserklärung des Parlaments der Weltreligionen» auf die Wirtschaft übertragen. Die Unterzeichner des Dokuments verpflichten sich, den Grundsätzen bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen, Aktivitäten und generell mit ihrem Verhalten zu folgen.

Zur Rechenschaft können Unterzeichner allerdings nicht gezogen werden.

Unterstützung auch von Tutu

Zu den ersten Unterzeichnern der Erklärung gehören die frühere Präsidentin von Irland und ehemalige Uno-Menschenrechtskommissarin, Mary Robinson, der amerikanische Wirtschaftsprofessor Jeffrey Sachs und der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. (raa/sda)

Erstellt: 07.10.2009, 10:20 Uhr

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