Läuft Liz Cheney Sarah Palin den Rang ab?

Aktualisiert am 19.03.2010 7 Kommentare

Die amerikanischen Konservativen machen mobil gegen Präsident Barack Obama. Für Aufsehen sorgt dabei Liz Cheney, die Tochter des früheren Vizepräsidenten.

1/5 Liz Cheney ist Co-Gründerin der Vereinigung «Keep America Safe».
Keystone

Liz Cheney

   

Bei den Ultrarechten Amerikas kommt sie gut an, und sie macht sogar Sarah Palin Konkurrenz. Liz Cheney, 43-jährige Juristin und die ältere von zwei Töchtern des einstigen Vizepräsidenten Dick Cheney, hat ein paar Gemeinsamkeiten mit dem «Bulldoggen mit Lippenstift», wie sich die gescheiterte Vizepräsidentschaftskandidatin und frühere Gouverneurin von Alaska nannte. Mit fünf Kindern hat Liz Cheney eine grosse Familie, und sie engagiert sich vehement für die nationale Sicherheit der USA. Alle, die links von ihr politisieren, stehen schnell einmal im Verdacht, die amerikanischen Werte zu verraten.

Liz Cheney, die während der Vizepräsidentschaft ihres Vaters einen Job im Aussenministerium hatte, ist Co-Gründerin der Vereinigung «Keep America Safe». Schon der Name macht klar, was das Programm ist. Zu den Gründern gehören auch Bill Kristol, ein bekannter Publizist und Politiker und Sohn des Neokonservatismus-Theoretikers Irving Kristol, sowie Debra Burlingam, Schwester eines Piloten, der bei den Terrorattacken auf die Zwillingstürme in New York ums Leben kamen. Um Mitglieder anzuwerben, fährt «Keep America Safe» einen aggressiven Kurs gegen die Obama-Administration. Vor allem Präsident Barack Obama wird gerne und hart attackiert. Schöne Worte, keine Taten: Diese Botschaft kommt in den Spots der nationalkonservativen Vereinigung immer wieder zum Ausdruck.

Kontroverse um Spot

Mit dem jüngsten Spot sind Liz Cheney und Co. möglicherweise zu weit gegangen. «Keep America Safe» warf der Obama-Administration vor, die Namen von sieben Anwälten von Guantánamo-Häftlingen nicht publik gemacht zu haben. «Wer sind die Sieben von al-Qaida?» fragte der Spot. Nicht zufälligerweise war es der konservative TV-Sender «Fox News», der die Identität der Anwälte bekannt machte.

Weil der Spot suggiert, dass die Verteidiger der Guantánamo-Häftlinge Sympathisanten der al-Qaida seien, ist in den amerikanischen Medien eine Kontroverse in Gang gekommen. Selbst im konservativen Lager gab es kritische Stimmen. Insbesondere Rechtsanwälte schüttelten den Kopf, zumal die Verteidigung selbst von Terroristen ein verfassungsmässiges Recht ist. Ein Blogger meinte, dass mit dem Spot sogar der McCarthyismus, die aggressive anti-kommunistische Kampagne des Senators Joseph McCarthy in den Fünzigerjahren, übertroffen worden sei. «Missglückt» und «gegen die amerikanischen Werte» waren andere Kommentare von rechter Seite.

(vin)

Erstellt: 19.03.2010, 14:14 Uhr

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7 Kommentare

Alexandra Hamilton

19.03.2010, 14:55 Uhr
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Ich sag nur "Enemy Belligerent, Interrogation, Detention, and Prosecution Act of 2010". Wenn dieses Ermächtigungsgesetz schon in Kraft wäre, dann wären die Anwälte wohl bereits in unbegrenzten Militärgewahrsam. Antworten


Heinrich Schibli

19.03.2010, 14:56 Uhr
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Eine gut ausgebildete patriotische Republikanerin, welche die Werte hochhält, welche Amerika gross gemacht haben und sich wohltuend von den progressiv, marxistischen "Freunden" von Obama abhebt. Da Obama voraussichtlich und an den Umfragen absehbar nur einen Turn machen wird, eröffnen sich interessant Alternativen. Antworten



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