Ausland

Manning kommt vor Militärgericht

Aktualisiert am 04.02.2012 17 Kommentare

Die USA stellen den mutmasslichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning vor ein Kriegsgericht. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Soll rund 260'000 vertrauliche Depeschen an Wikileaks weitergeleitet haben: Bradley Manning.

Soll rund 260'000 vertrauliche Depeschen an Wikileaks weitergeleitet haben: Bradley Manning.
Bild: Keystone

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Der mutmassliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss vor ein US-Militärgericht. Wie die US-Armee am Freitag mitteilte, billigte sie eine entsprechende Empfehlung der Justiz. Dem 24-jährigen Soldaten wird vorgeworfen, zahlreiche geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan sowie rund 260'000 vertrauliche Depeschen des US-Aussenministeriums an die Internetplattform Wikileaks weitergegeben zu haben.

Ein Militärrichter werde die Daten für die Verlesung der Anklage, den Beginn der Anhörungen sowie des eigentlichen Prozesses festsetzen, erklärte die US-Armee weiter. Manning droht unter anderem wegen «Unterstützung des Feindes» eine Verurteilung zu lebenslanger Haft. Die Veröffentlichung der skandalträchtigen Unterlagen durch Wikileaks zwischen Juli 2010 und September 2011 sorgte weltweit für Wirbel.

Manning soll die geheimen Daten während seiner Stationierung im Irak von Militärrechnern heruntergeladen haben. Im Mai 2010 wurde der Obergefreite auf seinem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen. Laut den Ermittlern wurden auf Mannings Computern Kontaktdaten für Wikileaks-Mitgründer Julian Assange und zahlreiche militärische Dokumente gefunden.

(mrs/AFP)

Erstellt: 04.02.2012, 09:48 Uhr

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17 Kommentare

colin miller

04.02.2012, 17:00 Uhr
Melden 13 Empfehlung

25.01.2012
Ein US-Marine verübte 2005 mit sieben weiteren Soldaten ein Massaker im irakischen Haditha mit 24 Toten. Ein Militärgericht entschied nun: Niemand muss hinter Gitter. In der Stadt Haditha kann man es nicht fassen.
Und nun soll Bradley Manning vielleicht lebenslanglich ins Gefangnis. Unglaublich. Unfassbar.Ich will nicht mehr dazuschreiben sonst vergreife ich mich im ton.
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yahya hassan bajwa

04.02.2012, 12:15 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Jene Soldaten, die ein Massaker unter irakischen Kindern, Frauen und Männern verübt haben, gehen vor Gericht frei aus. Davon berichtete der Tagi letzte Woche. Weshalb soll Mannig bestraft werden, wenn US Gericht sogar Mörder nicht betrafen?
"Alle sind vor dem Recht gleich. Aber EINIGE sind gleicher als andere" - frei nach Orwell /Animal Farm.
dr yahya hassan bajwa
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