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Mit einer Sig Sauer auf der Jagd nach Bin Laden

Aktualisiert am 03.08.2011

Ein Offizier der US-Spezialeinheit widerspricht dem Weissen Haus: Es sei nie darum gegangen, den Al-Qaida-Chef lebend zu fassen. Der Mann liefert die detaillierteste Schilderung der Exekution von Osama Bin Laden.

Seals beim Training (rechts) für den Ernstfall: Der Kommandant der amerikanischen Bin-Laden-Operation war unter anderem mit einer SIG Sauer P226 bewaffnet.
Bild: Keystone

SIG Holding

Die SIG Holding, ursprünglich Schweizerische Industrie-Gesellschaft, hatte bis vor elf Jahren mit ihrem deutschen Partner Sauer auch Pistolen hergestellt. Im Jahr 2000 wurde die Waffenschmiede aus der SIG ausgegliedert und nach Deutschland verkauft. (rub/Wikipedia)

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Der Al-Qaida-Führer starb bei einem Überraschungsangriff der USA auf sein Versteck im pakistanischen Abbottabad.

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Die Bin Ladens

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Der Seal-Kommandant James kauerte inmitten von zehn weiteren Mitgliedern der US-Spezialeinheit auf dem Boden des Helikopters, der sie in die Höhle des Löwen bringen sollte. Der bullige Mann trug für die bedeutendste US-Geheimoperation der jüngeren Geschichte eine Pistole vom Typ SIG Sauer P226 mit Schalldämpfer (siehe Info-Box). Dazu ein ebenfalls schallgedämpftes M4-Gewehr. Andere Angehörige der Seals hatten sich einem Bericht des «New Yorkers» zufolge für ein Gewehr Heckler & Koch MP7 entschieden.

In der US-Wochenzeitschrift erzählt ein anonymer Offizier, der «sehr vertraut ist mit der Bin-Laden-Operation», seine Version der Ereignisse. Demnach war von Anfang an klar, dass der Terrorfürst getötet und seine Leiche nach Afghanistan geschafft werden sollte. «Niemand wollte Gefangene», wird der Mann zitiert.

In der offiziellen Version der US-Regierung hätten die Soldaten Bin Laden hingegen nicht erschossen, wenn sie hätten sicher sein können, dass der Terror-Chef keinen Sprenggürtel oder eine versteckte Waffe trage.

Der Tod des Terrorfürsten

Gemäss dem «New Yorker» starb der meistgesuchte Terrorist so: Der erste Seal, der in der Villa in Abbottabad auf ihn traf, befürchtete, die beiden anwesenden Frauen des Al-Qaida-Chefs könnten Sprengstoff auf sich tragen. Der Seal schoss eine der Frauen in die Wade und stürzte sich auf die beiden, um sie zu Boden zu reissen.

Ein zweiter Seal habe daraufhin Osama Bin Laden mit dem M4-Gewehr erst in die Brust und dann in den Kopf geschossen. Dann habe er ins Funkgerät gesagt: «Für Gott und das Vaterland – Geronimo, Geronimo, Geronimo».

Als Präsident Barack Obama die Spezialeinheit später traf, habe er nicht gefragt, wer Bin Laden getötet habe – und die Seals hätten es auch nicht von sich aus gesagt. (rub)

Erstellt: 02.08.2011, 15:12 Uhr

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