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«Mit einer Träne im Herzen»

Aktualisiert am 22.07.2010 8 Kommentare

Die Spannungen zwischen Venezuela und Kolumbien haben sich am Donnerstag weiter verschärft. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez brach die Beziehungen zu Kolumbien ab.

Die Spannungen zwischen Venezuela und Kolumbien haben sich am Donnerstag weiter verschärft. Wegen Vorwürfen der Unterstützung kolumbianischer Rebellen kündigte der venezolanische Präsident Hugo Chávez in Caracas an, die Beziehungen zu Kolumbien abzubrechen.

«Mit einer Träne im Herzen verkünde ich: Venezuela bricht ab sofort alle Beziehungen zur kolumbianischen Regierung ab», sagte Chávez bei einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast in Caracas. Zugleich ordnete er für die Grenze zu Kolumbien höchste Alarmbereitschaft an.

Vorwürfe bekräftigt

Kolumbien hatte in der vergangenen Woche erklärt, es habe Beweise dafür, dass sich vier Führer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und ein Vertreter der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) auf venezolanischem Staatsgebiet befänden. Am Donnerstag bekräftigte Kolumbien die Vorwürfe in einer Sitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Nach Angaben des kolumbianischen Vertreters Luis Hoyos befinden sich angeblich sogar 1500 Rebellen in Venezuela.

Er sprach ausserdem von rund einem Dutzend Rebellenlagern in dem Land und forderte die Einrichtung einer internationalen Kommission, die die Lager besuchen sollte. Bereits am Vorabend hatte die Regierung in Bogotá ihre Botschafterin aus Caracas abgezogen, um über die Lage zu beraten.

Angespannte Beziehungen

Venezuelas Botschafter bei der OAS, Roy Chaderton, wies die Beschuldigungen zurück und forderte seinerseits die Entsendung einer Kommission zur Untersuchung der US-Militärbasen in Kolumbien. OAS- Generalsekretär José Miguel Insulza rief beide Seiten zur Ruhe auf.

Seit Kolumbien und die USA im Juli 2009 eine Militärkooperation vereinbarten, sind die Beziehungen der beiden Länder angespannt. Venezuela betrachtet die Kooperation als Bedrohung der Sicherheit der Region. Nach Angaben der Regierungen von Kolumbien und den USA dienen die US-Militärbasen aber vor allem zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Region. (sam/sda)

Erstellt: 22.07.2010, 20:16 Uhr

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8 Kommentare

Ronnie König

22.07.2010, 21:00 Uhr
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Ich mag Chavez nicht, doch im Kern hat er Recht! Die FARC ist in Venezuela, weil die USA falsche Schwerpunkte setzen in S-Amerika. Ein Krieg muss verhindert werden, da wir Europäer dafür zahlen oder der Grundstein für den 3.Weltkrieg gelegt werden, der aber nicht dort ausbricht. Die USA werden verlieren an Bedeutung. Das ist ihr wahres Problem. Koks sollten sie bekämpfen, brauchen es aber. Antworten


Bruno Heuberger

22.07.2010, 22:32 Uhr
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Kolumbien als Handlanger und Sprachrohr der selbsternannten Weltpolizei USA - der Dollarsegen (für die Regierungsexponenten) und die Verlegung von Billigst-Arbeitsplätzen (Geiz ist Geil) nach Kolumbien wird nicht ausbleiben! Die Abhängigkeit ist nicht mehr aufzuhalten. Ob hier die Regierung die Rechnung ohne die Bevölkerung macht? Wie die Geschichte zeigt, gehen solche Rechnung meistes nicht auf. Antworten



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