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Neue Opferzahlen zur Erdbeben-Katastrophe auf Haiti

Aktualisiert am 23.04.2010

Nicht 220'000 Menschen, wie bisher angenommen, verloren ihr Leben bei dem verheerenden Erdbeben, sondern bis zu 300'000.

Särge über Särge: Zu tausenden mussten in Port-au-Prince Leichen aus den Trümmern geborgen werden.

Särge über Särge: Zu tausenden mussten in Port-au-Prince Leichen aus den Trümmern geborgen werden.
Bild: Reuters

Die Vereinten Nationen schätzen, dass bei der Naturkatastrophe am 12. Januar dieses Jahres zwischen 250'000 und 300'000 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 300'000 weitere Menschen seien verletzt worden. Mindestens eine Million Haitianer seien durch das Erdbeben obdachlos geworden, sagte der Chef der UNO-Mission in Haiti, Edmond Mulet, am Donnerstag in Port-au-Prince. Die Regierung des verarmten Karibikstaates sprach bisher von 220'000 Toten.

Hinsichtlich des Wiederaufbaus sagte Mulet, dass Haiti sich auf einem «guten Weg» befinde. Dennoch dürfe das Ausmass dieser Aufgabe «nicht unterschätzt» werden. Die Führung des Wiederaufbaus müssten die Haitianer übernehmen. (sda)

Erstellt: 23.04.2010, 08:57 Uhr

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