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New York will wegen Klimawandel riesige Windräder vor Küste bauen
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Sie unterzeichneten in Kopenhagen eine entsprechende Erklärung. Zugleich forderten sie die Regierungen auf, ein ehrgeiziges Klimaabkommen zu verabschieden. Die Bürgermeister wollen in ihren Städten im Energiesektor, im Verkehr, in der Abfallentsorgung, in der Infrastruktur oder der Raumplanung konkrete Massnahmen ergreifen, um die Erderwärmung zu bremsen.
Vor der Küste New Yorks soll beispielsweise eine gigantische Anlage mit Windrädern entstehen, wie die «New York Times» berichtete. Der Park zur alternativen Strom-Gewinnung soll mehrere Milliarden Dollar kosten. Gleichzeitig plant die Stadt ein Gesetz zur besseren Isolierung von Häusern.
Saubere Energie schafft 18'000 neue Jobs
Mit den Massnahmen soll der CO2 New Yorks um rund fünf Prozent gesenkt werden, wie Bürgermeister Michael Bloomberg am Dienstag an dem Treffen im Rahmen des UNO-Klimagipfels ankündigte. Mit den Investitionen in erneuerbare Energien würden 18'000 Jobs geschaffen.
Der Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri, will 2,5 Milliarden Dollar investieren, um 100'000 veraltete und klimaschädliche Stadtbusse bis ins Jahr 2030 auszuwechseln.
Eingeladen zu dem Städte-Treffen waren auch der Basler Stadtpräsident Guy Morin (Grüne) und die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch (SP).
Grosse Verantwortung
Die grösste Stadt der Welt ist Tokio mit rund 35 Millionen Einwohnern. Es folgen Seoul (22,8 Millionen), Mexiko-Stadt (19,4 Millionen), New York (18,7 Millionen) und Sao Paolo (18,3 Millionen).
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in den Städten. Die Stadtbewohner produzieren drei Viertel der gesamten CO2-Emissionen und verbrauchen zwei Drittel der Energie, die weltweit benötigt wird.
«Die Städte sind die grossen Verantwortlichen des Klimawandels», sagte Morin in Kopenhagen der Nachrichtenagentur SDA. «Es ist also an ihnen, Lösungen zu finden um ihre Emissionen zu reduzieren.»
Morin ist überzeugt, dass die Städte mit konkreten Massnahmen einiges bewirken können: «Auch wenn die Regierungen es nicht schaffen, sich auf ausreichende Ziele zu einigen, werden wir vorankommen, wenn die Städte handeln.»
Ehrgeizige Ziele
Basel und Zürich streben - wie mehrere Schweizer Städte - die sogenannte 2000-Watt-Gesellschaft an. Ziel ist es, dass eine Person künftig nicht mehr als eine Tonne CO2 pro Jahr produziert. Heute liegt der CO2 pro Kopf in der Schweiz bei durchschnittlich 7 Tonnen. In Basel und Zürich liegen die Werte mit 5,2, bzw. 5,4 Tonnen deutlich tiefer.
Basel habe 2008 mehr als 100 Projekte für 12 Millionen Franken lanciert um die CO2-Emissionen der Stadt zu senken, sagte Morin. Von 1990 bis 2005 habe die Stadt 7 Prozent weniger CO2 produziert. Bis 2010 sei das Ziel eine Verminderung von 10 Prozent, bis 2020 mindestens 30 Prozent.
«Es braucht mindestens eine Reduktion von 30 Prozent», sagte Morin. «Wir möchten, dass die Regierungen in Kopenhagen ein Abkommen mit diesem Ziel für die Industriestaaten verabschieden.» (tan/sda)
Erstellt: 15.12.2009, 17:02 Uhr
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