Obama kündigt Stromrevolution an
Der amerikanische Präsident Barack Obama will mit einer Modernisierung der Stromnetze das Zeitalter hoher Energierechnungen und andauernder Versorgungsausfälle beenden. Der Aufbau einer modernen und intelligenten Strominfrastruktur werde mit 3,4 Milliarden Dollar unterstützt, sagte Obama am Dienstag in einer Rede in Florida. Dadurch würden Zehntausende Jobs geschaffen. Durch zusätzliche private Investitionen würden insgesamt 8,1 Milliarden Dollar für die Verbesserung der Energieversorgung aufgewendet.
Anders als beim bisherigen Stromtransport aus wenigen grossen Kraftwerken können intelligente Stromnetze (smart grids) die Versorgung dezentral und je nach tatsächlichem Bedarf steuern und dabei auch Energie aus Wind- oder Solaranlagen einspeisen. Für Konsumenten bedeutet dies etwa, dass sie Geräte vor allem dann betreiben können, wenn Strom am billigsten ist.
Geld an viele kleinere Anbieter
Aus einem staatlichen Fonds erhalten künftig etwa 100 Firmen, Versorger, Produzenten, Städte und andere Partner staatliche Hilfsmittel zwischen 400'000 und 200 Millionen Dollar. Der Vergabe war eine Ausschreibung in verschiedenen Bereichen vorausgegangen.
Die Gelder dienten zur Verbesserung des Leistungsvermögens des Stromsystems, jedoch würden keine neuen Stromleitungen installiert, hiess es weiter.
Obama will nach eigenen Angaben ein «smartes», leistungsfähigeres und sicheres Stromnetz schaffen. Die für Klimafragen zuständige Direktorin im Präsidialamt, Carol Browner, nannte das derzeitige System veraltet und marode. Die Empfänger der Zuschüsse werden Regierungsangaben zufolge die Gelder in den kommenden 60 Tagen erhalten. Die Projekte werden dann zwischen einem und drei Jahren andauern. (oku/sda)
Erstellt: 28.10.2009, 00:06 Uhr










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