Obama mit Nobelpreis geweckt
Aktualisiert am 09.10.2009 37 Kommentare
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Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Fiel die Wahl auf den Richtigen?
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Der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, rief Obama am Freitag an. Eine Reaktion hatte das Weisse Haus aber zunächst nicht: Es wurde von der Entscheidung völlig überrascht.
Obama hat nach der Preisvergabe nicht wie üblich einen Anruf des norwegischen Nobel-Komitees bekommen. Es hätte sich nicht gehört, den Präsidenten mitten in der Nacht zu wecken, sagte der Vorsitzende des Komitees Thorbjoern Jagland. Zudem habe das Komitee befürchtet, dass der Name des Gewinners so schon vor der offiziellen Verkündung durchsickern könnte.
US-Präsident Barack Obama habe die Verleihung des Friedensnobelpreises in einer ersten Reaktion mit Freude aufgenommen: «Der Präsident empfand Demut, vom Nobelkomitee ausgewählt worden zu sein», sagte Gibbs.
Jubel in Kenya
Wie der TV-Sender CBS berichtete, hatte sich der Regierungssprecher zunächst bloss in einer E-Mail an den Sender gewandt - diese bestand lediglich aus einem Wort: «WOW». Der TV- Sender CNN meinte: «Und dabei stand Obama nicht einmal auf der Favoritenliste».
Der kenianische Familienzweig von Barack Obama äusserte sich voller Stolz über die Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Angehörigen. «Wir sind sehr stolz über diese Auszeichnung für Barack», sagte sein Halbonkel Said Obama aus dem westkenianischen Kogelo lebt. «Das ist eine grosse Ehre.»
Der kenianische Präsident Mwai Kibaki sprach in seinem Glückwunschschreiben an Obama von einem «Meilenstein». Mit dem Friedensnobelpreis werde Obamas Beitrag für einen besseren Zustand der Menschheit gewürdigt.
Taliban finden es «ungerecht»
Weitaus nüchterner äusserte sich der ehemalige Nobelpreisträger und Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohammed el Baradei: «Mir fällt niemand ein, der diese Ehre mehr verdient hätte», zitierte die IAEA el Baradei in Wien. In weniger als einem Jahr im Amt habe Obama es geschafft, «die Hoffnung auf eine Welt, die mit sich selbst in Frieden ist, wiederaufleben zu lassen».
Auch habe der US-Präsident einen herausragenden Führungsstil mit Hinblick auf eine Nuklearwaffen-freie Welt gezeigt. El Baradei lobte Obamas «unerschütterlichen Einsatz für Diplomatie, gegenseitigen Respekt und Dialog» als besten Weg zur Konfliktlösung.
Der afghanische Präsident Hamid Karzai sagte, das Nobelkomitee habe die «richtige» Wahl getroffen. Obamas neue Vision für die globalen Beziehungen und sein Wille, auf dem Weltniveau freundschaftliche Beziehungen und weltweiten Frieden zu schaffen, machten ihn zum angemessenen Empfänger des Preises.
Die fundamentalistischen Taliban hingegen kritisierten die Wahl des Nobel-Komitees als «ungerecht». Obama habe «in Afghanistan keinen einzigen Schritt in Richtung Frieden» unternommen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. «Wir haben in seiner Friedensstrategie keinen Wechsel wahrgenommen.» (sam/ap)
Erstellt: 09.10.2009, 14:58 Uhr
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37 Kommentare
Zum Glück ist die Wahl der Nobelpreisträger keine demokratische Angelegenheit, wo der Mehrheitsfähigste Kandidat gewinnt. Der Effekt, den das Komitee mit dieser Wahl hervorruft könnten für die Allgemeinheit und den Frieden auf der Welt nicht wertvoller sein. Wenn sich A. Nobel dieser Tage im Grab umdreht, dann aus Abscheu vor Scheinwissenschaft, wegen dem ungeheuerlichen sogenanten "wirtschaftsNP" Antworten
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