Ausland

Obamas Team schockiert über Steinzeit-Technik

Von Monique Brunner. Aktualisiert am 23.01.2009

Schlechte Telefonverbindungen, überholte Software, kein Zugang zu Community-Websites: Die Mitarbeiter von US-Präsident Obama staunten, als sie bei ihrem Antritt veraltetes Equipment der Bush-Regierung vorfanden.

Weitere Herausforderung, alte Technik durch neue ersetzen: «Internet-Präsident» Barack Obama.

Weitere Herausforderung, alte Technik durch neue ersetzen: «Internet-Präsident» Barack Obama. (Bild: Keystone)

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Kein anderer Präsident hat es während seines Wahlkampfes verstanden, E-Mails, Blogs, Social Networks zu seinen Gunsten einzusetzen. Daher staunte das Team von US-Präsident Barack Obama nicht schlecht, als sie die veraltete Technik im Weissen Haus vorfand – damit hatte niemand gerechnet: «Es ist, als würde man von einer Xbox zu einem Atari wechseln», sagte Sprecher Bill Burton gegenüber der «Washington Post» nach seiner Arbeitsaufnahme im Weissen Haus.

Probleme bereiteten die Telefonleitungen: Wie die «Washington Post» schreibt, kriegten die Anrufer, die den Westflügel des Gebäudes angewählt hatten, während des ganzen Morgens ein Besetzzeichen zu hören. Wer die Hauptnummer der Regierung anrief, landete bei einer Bandansage, die auf die Webseite des US-Präsidenten verwies.

Informationspolitik lässt auf sich warten

Die versprochene transparente Informationspolitik liess auf sich warten, da die Mitarbeiter zum Teil weder über einen Telefonanschluss noch Computer an ihrem Arbeitsplatz verfügten. Ein Offizier erzählte gegenüber der Zeitung, dass er zur Not sein ausländisches Handy benutze, auch wenn ihm das teuer zu stehen komme. Ein anderer Mitarbeiter dessen Handy deaktiviert worden war, bat die Anrufer via Mailbox, seiner Frau anzurufen.

PC statt Mac

Was die stilbewusste Crew, die selbstverständlich mit den neuen Medien umgeht, aber am härtesten trifft ist, dass die Mitarbeiter der Bush-Regierung mit alten PCs mit einer sechs Jahre alten Windows-Version arbeiteten – und nicht mit schnittigen Macs von Apple. Auch benutzten nur wenige Leute der Bush-Regierung Laptops.

Und so wie Barack Obama den Amerikanern einen Wechsel versprochen hat, so wird die alte Technik nach und nach mit neuer ersetzt werden. «Change» kommt eben nicht über Nacht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2009, 21:58 Uhr

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