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Papst stellt Orden unter Aufsicht

Aktualisiert am 02.05.2010

Nach mehreren Missbrauchsvorfällen bei den «Legionären Christi» will Benedikt XVI den Orden stärker kontrollieren. Der Skandal ist seit Jahren bekannt.

Laufend Missbrauchsskandale in seiner Kirche: Papst Benedikt an Ostern.

Laufend Missbrauchsskandale in seiner Kirche: Papst Benedikt an Ostern.

Soll jahrelang Kinder missbraucht haben: Pater Marcial Maciels, hier 2004 bei einem Besuch beim inzwischen verstorbenen Papst Johannes Paul II.

Papst Benedikt greift nach einem schweren Missbrauchsskandal in einer weltweiten Ordensgemeinschaft aus Priestern durch. Das Oberhaupt der katholischen Kirche will einen päpstlichen Aufseher für die «Legionäre Christi» ernennen.

Zudem werde eine Kommission die geistigen Grundlagen der Gemeinschaft überprüfen, kündigte der Vatikan am Samstag an. Der Skandal wurde bereits vor Jahren bekannt. Nach Angaben von Priesteranwärtern missbrauchte der Gründer der «Legionäre Christi», der Mexikaner Marcial Maciel, wiederholt Schutzbefohlene.

Papst Benedikt ordnete 2006 den Rückzug Maciels von der Führung der Gemeinschaft an, ohne ihn aus dem Priesteramt zu entfernen. Maciel starb 2008 im Alter von 87 Jahren. Die «Legionäre Christi» betreiben weltweit 120 Priesterseminare, 200 Schulen und 600 Laienzentren. (oku/sda)

Erstellt: 02.05.2010, 06:45 Uhr

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