Rassismus-Vorwurf gegen Obama kommt TV-Star teuer zu stehen
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Der Detailhandelskonzern Wal-Mart, der Logistiker UPS, der Telekomriese At&T, der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson – insgesamt 36 Konzerne weigern sich, zukünftig in Glenn Becks Talkshow Werbung zu schalten. UPS entzieht gar dem Sender als Ganzes vorübergehend seine Werbegelder. Die Unternehmen reagieren damit auf einen Aufruf der Vereinigung ColorofChange.org, einer Polit-Lobby, die sich nach eigenem Anspruch für die Interessen der schwarzen Amerikaner einsetzt.
Beck, dem laut Nielsen Media Research zurzeit täglich 2,4 Millionen Amerikaner auf «FoxNews» zuschauen, hatte am 28. Juli Barack Obama als Rassisten bezeichnet, der «einen tiefsitzenden Hass gegen Weisse» hege. Grund für den Ausspruch war Obamas Reaktion auf die Verhaftung des schwarzen Professors Henry Louis Gates durch einen weissen Polizisten. Der Präsident hatte die Verhaftung öffentlich als «dumm» bezeichnet, bevor er die Hintergründe des Vorfalls kannte. «Obama hat ein Problem», sagte Beck daraufhin in einer Folge seiner Talkshow, «dieser Mann ist ein Rassist.»
ColorofChange.org wandte sich über die Onlinezeitung «Huffington Post» an die Werbekunden von «FoxNews» und forderte sie auf, ihre Werbung von «Glenn Beck» abzuziehen. Innerhalb von knapp vier Wochen haben nach Angabe der Polit-Lobby nun 36 Unternehmen dem Aufruf Folge geleistet – 12 von ihnen in der letzten Woche alleine.
Die Zuschauerzahlen machen Beck zu einem mächtigen Mann Die Affäre sei symptomatisch für ein Dilemma, in dem Werbeabteilungen steckten, urteilt «HuffPo». Sie wollten ihre Werbung in möglichst neutraler und sicherer Umgebung platzieren, gleichzeitig aber auch möglichst viele Zuschauer erreichen. Die Fernsehsendungen mit den grössten Zuschauerzahlen seien aber nun mal jene, die für Aufregung sorgten und polarisierten – wie «Glenn Beck».
Das gibt dem Moderator auch die Macht, auf die vielerorts geforderte Entschuldigung zu verzichten. Stattdessen suchte er sich für die am Montag ausgestrahlte erste Sendung nach den Sommerferien ein brisantes Thema: Die linksradikale Vergangenheit von Van Jones, Umweltberater der aktuellen Regierung in Washington. Jones ist Gründer von ColorofChange.org – und einer der Initianten des Boykottaufrufs. (oku)
Erstellt: 25.08.2009, 15:30 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


