Repräsentantenhaus will härtere Strafen bei «Hass-Verbrechen»

Die US-Parlamentskammer verabschiedete ein Gesetz gegen die sogenannten «Hass-Verbrechen» gegen Farbige, Homosexuelle, Behinderte oder Angehörige von religiösen Minderheiten.

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Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi bezeichnete die Verabschiedung des Gesetzes am Donnerstag als «längst überfällig». Die Abstimmung im US-Senat steht noch aus. «Kein Amerikaner sollte jemals Verfolgung oder Gewalt für das, was er ist, wie er aussieht oder was er glaubt, ausgesetzt sein», sagte Pelosi.

Das Gesetz gebe den Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit «Hass-Verbrechen», die auf Vorurteile begründet seien, zu verhindern. Es sichere zudem «unser Grundrecht, sich in unseren Gemeinschaften sicher zu fühlen», ergänzte die Demokratin.

Zwei Mordfälle Ende der 90er-Jahre

Der sogenannte Hate-Crimes-Prevention-Act geht vor allem auf zwei Mordfälle Ende der 90er-Jahre zurück, die weltweit für Aufsehen gesorgt hatten: Im Juni 1998 wurde der 49-jährige behinderte Schwarze James Byrd in Texas entführt und von seinen Peinigern hinter einem Auto zu Tode geschleift.

Im Oktober 1998 wurde der homosexuelle Student Matthew Shepard mit eingeschlagenem Kopf wie eine Vogelscheuche an den Zaun einer Ranch im US-Bundesstaat Wyoming gebunden. Beide Taten lösten Rufe nach Gesetzen zur Bestrafung von Verbrechen aus, die durch die Verachtung von Minderheiten motiviert sind. (sam/sda)

(Erstellt: 09.10.2009, 11:07 Uhr)

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