Romney und Santorum liefern sich hitzigen Schlagabtausch
Aktualisiert am 23.02.2012 24 Kommentare
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Politik à l'Américaine: Die Highlights der CNN-Debatte. Quelle: youtube.com/user/CNNDossiers
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Vor den nächsten Präsidentschaftsvorwahlen der US-Republikaner in Michigan und Arizona hat der strauchelnde Favorit Mitt Romney die Attacken auf seinen Widersacher Rick Santorum verschärft. In der ersten TV-Debatte der republikanischen Bewerber seit fast einem Monat hielt Romney Santorum am gestrigen Abend vor, während seiner Zeit als Senator die Staatsausgaben mit nach oben getrieben zu haben.
Während Santorums Amtszeit im Senat seien die Staatsausgaben um 80 Prozent angestiegen, sagte Romney. Der frühere Senator habe mehrfach für die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze der USA gestimmt, ohne sich für Einsparungen einzusetzen. Ausserdem habe Santorum für die Vergabe von Mitteln an die Organisation Planned Parenthood gestimmt, die auch Abtreibungen anbietet.
«Sie wissen nicht, wovon Sie reden»
Der christlich-konservative Ex-Senator warf Romney umgehend vor, die Fakten zu verzerren. «Sie wissen nicht, wovon Sie reden», wetterte er. Santorums längliche Erklärung, wie der US-Kongress die Mittel im Haushalt zuweise, quittierte Romney mit einem kurzen Kommentar. «Ich bin all dem nicht ganz gefolgt», sagte der Ex-Gouverneur. Aber er werde dafür sorgen, dass die «exzessiven Ausgaben» im Kongress ein Ende hätten.
Wegen seiner finanzstarken Wahlkampforganisation und der Unterstützung durch das Partei-Establishment gilt Romney als Favorit, um bei den Wahlen im November für die Republikaner Präsident Barack Obama herauszufordern. Allerdings fremdelt die konservative Basis der Republikaner weiter mit dem Ex-Gouverneur von Massachusetts. Santorum ist derzeit der Bewerber, der Romney in den Umfragen gefährlich wird.
Santorum klar vor Romney
Einer gestern veröffentlichten Erhebung der Universität Quinnipiac zufolge liegt Santorum derzeit landesweit mit 35 Prozent klar vor Romney mit 26 Prozent. Gingrich kommt demnach nur auf 14 Prozent – der Ex-Chef des Repräsentantenhauses hatte noch im Januar die Rolle des ärgsten Romney-Rivalen inne. Die Zustimmung der republikanischen Anhänger für Paul liegt laut der Umfrage bei elf Prozent. Die Ideen des texanischen Abgeordneten für einen Minimalstaat gelten auch in weiten Teilen der eigenen Partei als nicht vermittelbar.
Romney hatte Anfang Februar überraschend drei Vorwahlen an Santorum verloren, in Missouri, Minnesota und Colorado. Bei der Vorwahl im Bundesstaat Maine hatte sich dann wieder Romney durchgesetzt. Am kommenden Dienstag stimmen die Republikaner in Romneys Geburtsstaat Michigan und in Arizona ab. Eine Vorentscheidung dürfte dann beim sogenannten Super-Dienstag am 6. März fallen, wenn in zehn Bundesstaaten gleichzeitig abgestimmt wird. Die offizielle Kandidatenkür findet auf dem Nominierungsparteitag Ende August statt. (ami/AFP)
Erstellt: 23.02.2012, 06:24 Uhr
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24 Kommentare
Wer interessiert sich eigentlich noch für dieses jämmerliche Kasperlitheater. Diese amerikanischen Witzfiguren, die sich Staatsmänner nennen wollen, bestätigen einmal mehr das tiefe Niveau der US-Amerikaner und vor allem ihrer Anhänger! Antworten
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