Russlands Hackerangriffe: US-Senat hat «Anlass zu tiefer Sorge»

Der Ausschuss will einen vollständigen Überblick. Deshalb startet der US-Senat eigene Untersuchungen zu den russischen Hackerangriffen und Medienmanipulationen.

Untersucht werden «Geheimdienstverbindungen zwischen Russland und Personen aus dem Wahlkampfapparat»: Der russische Präsident Vladimir Putin (l.) und US-Präsident Barack Obama beim G20-Gipfel in St. Petersburg, Russland. (5. September 2013)

Untersucht werden «Geheimdienstverbindungen zwischen Russland und Personen aus dem Wahlkampfapparat»: Der russische Präsident Vladimir Putin (l.) und US-Präsident Barack Obama beim G20-Gipfel in St. Petersburg, Russland. (5. September 2013)

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Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hat eine eigene Untersuchung zu den Vorwürfen russischer Einflussnahme auf den Präsidentschaftswahlkampf angekündigt. Die Erkenntnisse der US-Geheimdienste zu russischen Hackerangriffen und Medienmanipulationen in den USA seien «Anlass zu tiefer Sorge», erklärte der Ausschuss am Freitag in Washington. Es sei nun «entscheidend, einen vollständigen Überblick über das Ausmass der russischen Geheimdienstaktivitäten in den USA zu bekommen».

Die Untersuchung wird in dem Ausschuss überparteilich von Republikanern und Demokraten unterstützt. Die Senatoren haben dabei das Recht, Vertreter der scheidenden Regierung von Barack Obama und der künftigen Regierung von Donald Trump zur Aussage vorzuladen.

Von russischer Kampagne überzeugt

Gegenstand der Untersuchung solle auch sein, «jegliche Geheimdienstverbindungen zwischen Russland und Personen aus dem Wahlkampfapparat» zu prüfen, erklärte der Ausschuss. Die US-Dienste waren bereits zu dem Schluss gekommen, dass Russland eine Kampagne gestartet habe, um die US-Wahl zugunsten von Trump zu beeinflussen.

Seit einigen Tagen kursiert das unbestätigte Dossier eines britischen Ex-Geheimdienstlers, demzufolge Mitarbeiter von Trump im Wahlkampf direkt mit russischen Vertretern beraten haben. Zudem soll es ein kompromittierendes Video Trumps geben. Die US-Dienste haben diese Angaben aber nicht bestätigen können, Trump weist sie als böswillige Erfindungen zurück. (foa/sda)

Erstellt: 14.01.2017, 05:54 Uhr

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