Sein Schweizer Konto ist im Visier der Ermittler
Die Schweiz will die Konten des ehemaligen paraguayischen Präsidenten Luis González Macchi überprüfen. Die Bundesanwaltschaft habe Paraguay Ende Oktober 2009 um Rechtshilfe ersucht, bestätigte Sprecherin Jeannette Balmer entsprechende Medienberichte aus Paraguay. Ob Paraguay die Schweiz bei den Ermittlungen in dem Geldwäschereiverfahren unterstützen wird, ist laut Bundesanwaltschaft noch offen.
González Macchi war von 1999 bis 2003 Staatspräsident des südamerikanischen Landes. Die Schweizer Ermittlungen gehen laut den Berichten einem am 1. Juni 1999 in Zürich eingerichteten Konto nach, auf dem rund 1,2 Millionen Franken ungeklärter Herkunft liegen sollen.
Prozess in Paraguay
Im Dezember 2006 war González Macchi von einem Gericht in Paraguay wegen Veruntreuung in Millionenhöhe zu acht Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von umgerechnet über einer Million Franken verurteilt worden.
Dieses Urteil ist nach Angaben der Bundesanwaltschaft aber noch nicht rechtskräftig. Der Ausgang des Verfahrens könnte laut Balmer eine Auswirkung auf den weiteren Verlauf des schweizerischen Verfahrens haben. (cpm/sda)
Erstellt: 15.03.2010, 11:46 Uhr












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