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Senatoren wollen Auslieferung von Guantánamo-Häftlingen stoppen

Aktualisiert am 30.12.2009

Nach dem vereitelten Anschlag auf eine Passagiermaschine wächst in den USA der Widerstand gegen die geplante Überstellung von Häftlingen aus dem Gefangenenlager Guantánamo in den Jemen.

Erneut Thema der politischen Debatte in den USA: Das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba.

Erneut Thema der politischen Debatte in den USA: Das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba.
Bild: Keystone

Knapp die Hälfte der 198 Gefangenen, die zurzeit noch in Guantánamo festgehalten werden, stammen aus dem Jemen. Geplant war, dass demnächst sechs Häftlinge in das Land im Süden der arabischen Halbinsel überstellt werden sollen. Die Senatoren John McCain, Lindsey Graham und Joseph Lieberman forderten Präsident Barack Obama am Dienstag auf, die Übergabe von an die jemenitische Regierung solange auszusetzen, bis die Sicherheitslage im Land garantiert werden könne. Die Männer seien wegen ihrer Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida eine «Bedrohung» für die Vereinigten Staaten, schrieben die beiden republikanischen und der unabhängige Senator in einem Brief. Ihre geplante Ausweisung sei daher «höchst unklug und schlecht überlegt».

Bis zu 300 al-Qaida-Kämpfer im Jemen

Die jemenitische Regierung räumte unterdessen ein, dass sich derzeit bis zu 300 al-Qaida-Kämpfer im Jemen aufhalten und dort möglicherweise neue Anschläge planen. Die Regierung sei sich über die «Gefahr» bewusst, sagte Aussenminister Abu Bakr al-Kurbi der britischen BBC. Er rief die westlichen Länder auf, den Jemen durch die Ausbildung von Sicherheitskräften im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen.

Der verhinderte Flugzeug-Attentäter von Detroit, der 23-jährige Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, hatte sich bis zuletzt im Jemen aufgehalten und war nach eigenen Angaben in einem Trainingslager von al-Qaida ausgebildet worden. Das Terrornetzwerk bekannte sich am Montag zu dem Anschlagsversuch. Abdulmutallab hatte am Freitag versucht, ein US-Flugzeug beim Landeanflug auf Detroit mit Hilfe des Sprengstoffs PETN in die Luft zu sprengen. Dabei setzte er seine Kleidung in Brand und wurde anschliessend von Passagieren überwältigt. (vin/sda)

Erstellt: 30.12.2009, 08:40 Uhr

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