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Sexskandal und Explosionen vor dem Amerika-Gipfel
Aktualisiert am 14.04.2012 17 Kommentare
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Auf dem heutigen Amerika-Gipfel in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena dürfte US-Präsident Barack Obama angesichts unterschiedlicher Positionen bei wichtigen Themen in die Defensive geraten. Trotz ihres schwindenden Einflusses in der Region halten die USA an Positionen fest, die von den meisten lateinamerikanischen Staaten abgelehnt werden.
Ein wichtiges Thema des Treffens wird wohl die Diskussion über die Legalisierung von Drogen werden, die Obamas Regierung strikt ablehnt. Ausserdem muss Obama damit rechnen, dass er zur Minderheit gehört, wenn er die argentinischen Ansprüche auf die britischen Falklandinseln zurückweist. Vor den Gesprächen der 30 Staats- und Regierungschefs nahm Obama gestern an einem festlichen Abendessen in der historischen Festung der Stadt teil.
Wegen Fehlverhaltens wurden unterdessen zwölf Mitarbeiter des Secret Service vom Dienst suspendiert. Die Personenschützer von Obama waren bereits vor Beginn des Gipfels nach Cartagena gereist, um die Sicherheitsvorkehrungen für den US-Präsidenten vorzubereiten.
Prostitutionsvorwürfe
Wie die Nachrichtenagentur AP in der Nacht aus Kreisen der für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Behörde erfuhr, soll es sich um Vergehen im Zusammenhang mit Prostitution gehandelt haben. Secret-Service-Sprecher Ed Donovan wollte dies weder bestätigen noch dementieren.
Die Beteiligten seien zu ihren ursprünglichen Einsatzorten zurückgeschickt worden und würden durch andere Sicherheitsbeamte ersetzt, sagte Donovan. Die Vorfälle hätten sich vor Ankunft von Präsident Obama in der Stadt ereignet.
Mindestens in einem Fall soll ein Mitarbeiter des Secret Service Kontakt zu Prostituierten gehabt haben, wie die «Washington Post» den Sprecher des Berufsverbands der Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden, Jon Adler, zitierte. Ein Angestellter des Hotels, in dem die Personenschützer seit rund einer Woche wohnten, berichtete von heftigen Trinkgelagen.
Explosionen in Cartagena und Bogotá
Kurz vor Beginn des Gipfels ereigneten sich in Kolumbien drei kleinere Explosionen. Wie aus Kreisen der Sicherheitsbehörden des Landes am Freitagabend verlautete, detonierten zwei mit Schiesspulver gefüllte Taschen auf einem leerstehenden Grundstück in Cartagena.
Eine dritte Explosion habe sich in der Hauptstadt Bogotá in der Nähe der US-Botschaft ereignet, hiess es weiter. Niemand sei verletzt worden, es sei auch in keinem der Fälle ein grösserer Sachschaden entstanden.
(kle/sda)
Erstellt: 14.04.2012, 06:33 Uhr
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17 Kommentare
Ich lebe hier in Bogota. In der Naehe der Amerikanischen Botschaft, welche sich an der Strasse zum Flughafen befindet. Heute Nachmittag war der Verkehr beeinträchtig durch Stau. Wie jeden Freitag. Von einer Bombenexplosion hat man nichts mitbekommen. Das waren 2 Silvesterpetarden, wie sie an jeder Anti-Wef Demo zu hauf explodieren. Und jetzt heisst es "Bomben explodiert". Einfach nur falsche Info. Antworten
Und schon wieder das Amerikanische meckern über die mangelnde Beachtung der Menschenrechte. Diesmal trifft es Kuba. Doch egal wen es trifft, Amweika ist nicht berechtigt hier mit der Keule zu winken. Superchristlich wie sie doch sind sollten sie sich doch daran erinnern, dass man "nicht den Splitter im Auge des Anderen, sondern den Balken im eigenen Auge behandeln soll"! Antworten
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