Ausland
Simple Ansichten für ein desillusioniertes Land
Von Martin Sturzenegger. Aktualisiert am 22.09.2010 52 Kommentare
Artikel zum Thema
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- Amerikas Rechte geht bis ans Limit
Die Patrioten der freien Marktwirtschaft
Der Name der Bewegung bezieht sich auf die Boston Tea Party von 1773. Aus Protest gegen die vom englischen Mutterland festgesetzten Zölle für Tee, Leder und Papier warfen Bürger von Boston eine ganze Schiffsladung Tee ins Meer. Das Ereignis markierte das den Anfang vom Ende der britischen Herrschaft über die 13 nordamerikanischen Kolonien.
Stichworte
Es war ein weiterer Schritt der Tea Party, um sich in den USA als ernstzunehmender politischer Akteur zu etablieren: Der Anwalt Joe Miller gewann am Mittwoch in Alaska die Vorwahl fürs Senatorenamt.
Sein Sieg gegen die republikanische Amtsinhaberin Lisa Murkowski fiel überraschend deutlich aus. Und: Es war der erste Erfolg der Tea Party-Bewegung gegen einen amtierenden Senator. Gemäss ersten Prognosen ist Miller bei der kommenden Senatswahl im November der klare Favorit.
Es ist kein Zufall, dass dieser von der Tea Party als historisch gefeierte Sieg ausgerechnet in Alaska gelang. Mit Sarah Palin ist dort eines der wichtigsten Aushängeschilder der als erzkonservativ geltenden Bewegung zuhause. Die frühere Gouverneurin war mit tatkräftiger Unterstützung massgeblich am Wahlsieg beteiligt.
2010: Die Tea Party startet durch
Wer denkt, die Tea-Party-Bewegung sei nur in Alaska auf dem Vormarsch, irrt: Im sonst eher liberalen Massachusetts gelang im Januar 2010 dem Republikaner Scott Brown, der Verbindungen zur Tea Party hat, der Einzug ins Senatorenamt. Auch Marco Rubio aus dem US-Staat Florida soll zurzeit beste Chancen auf einen Einzug in den Senat haben. Und in Utah verlor Senator Bob Bennet am Nominierungsparteitag der Republikaner die Unterstützung seiner Partei, die einen Kandidaten der Tea Party auf den Schild hob.
Es fällt auf, dass es der Tea Party zunehmend gelingt, Einfluss auf die Politik der Republikaner zu nehmen. Im Bundesstaat Maine gelang es der Bewegung beispielsweise, das Parteiprogramm zu ändern. Auch wenn ihre kompromisslose Politik das republikanische Lager in zwei Hälften spaltet: Der Aufschwung der Tea Party ist zurzeit ungebremst.
Wiederherstellung der amerikanischen Ehre
Die Tea Party spricht von der «Wiederherstellung der amerikanischen Ehre» und möchte das Selbstbewusstsein der Bevölkerung stärken, die mehr denn je an sich zweifelt. Der Stil der Tea Party wird durch Patriotismus und Religion geprägt – eine uramerikanische Mischung in «God's Own Country», die in kaum einem anderen westlichen Land mehr vorstellbar ist.
Glenn Beck, ein bekannter TV-Moderator und Aushängeschild der Tea Party, sprach kürzlich in seiner Rede vor dem Lincoln-Memorial: «Amerika beginnt heute, sich wieder Gott zuzuwenden.» Zehntausende Anänger jubelten ihm zu. Die Stimmung schwankte zwischen nationalem Erweckungserlebnis und Anti-Obama-Protest.
Kampfansagen an Obama
Barack Obama ist eine der liebsten Zielscheiben der Bewegung. Beck nannte den Präsidenten einen «Rassisten mit tiefem Hass auf Weisse». In ihm sieht die Tea Party auch die Figur, die für die schwache Konjunktur, die hohe Arbeitslosigkeit und die rasant steigende Verschuldung des Landes verantwortlich ist. Immer wieder werfen sie ihm «big gouvernment» – zu viel staatlichen Einfluss – vor.
Die Anliegen der Tea Party wirken wie ein Kontrastprogramm zur Politik von Obama: Sie verlangt die vollkommene freie Marktwirtschaft, möchte die amerikanische Notenbank und das Bildungsministerium abschaffen, lehnt Auflagen bei Ölbohrungen, die US-Gesundheitsreform und die UNO-Konvention über die Rechte von Kindern ab. Allesamt klare Positionen, die in einem desorientierten Land offenbar auf fruchtbaren Boden fallen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.09.2010, 12:46 Uhr
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52 Kommentare
Schon krass, diese vollständige, komplette Ablehnung auch nur der kleinsten sozialen Errungenschaft. Sind die denn völlig durchgeknallt? Obama ist meiner Meinung nach einer der besten Präsidenten den die USA je hatten. Er ist intelligent, hört zu, versucht Kompromisse zu finden, stellt sich nicht unnötig selber in Szene. Er versucht, Amerika zu helfen, kann aber leider fast nur scheitern. Antworten
Das bringt Herr und Frau Bünzli Schweizer so richtig in Rage, DIE LINKEN. Alles Hippies, Freidenker, Öko Spinner, Täumer. Alle sind sie verantwortlich für die "Miseren" der Welt. Herr und Frau Schweizer pflägt gerne sein eigenes Gärtchen, bunkert Geld und hält an ihrer kalten Leistungsgesellschaft fest. Die Rechten/Konservativen und Kampitalisten haben schon seit Jahren das sagen in der Schweiz. Antworten
@ Mr. Enggist: Sie glauben ja selber nicht, was Sie über die 68er schreiben: Denken Sie auch noch, dass die hier heranwachsende Sauf&Party-Generation mit ihrem überragenden geistigen Potential (?), Egoismus, Gewaltbereitschaft und ohne elterliche Betreuung eine Angelegenheit der links Denkenden sei? Wenn es mir recht in Erinnerung ist: Neoliberal kommt von rechts und hat nun 20 Jahre dominiert.. Antworten
Egal ob die Republikaner oder Demokraten regieren, Amerika wie der ganze Westen ist bankrott in jeder Hinsicht. Amerika ist nicht mehr gefährlich, die Zeit von Russland, China und Islam kommt. Wer es nicht glaubt, wird es sehen und dann wird es für den Westen ganz ungemütlich werden. Wir denken, wir brauchen keine Armee mehr, wir werden uns bald wundern! Antworten
Bin mit Ueli Kaiser,Juerg Heldner,Markus Enggist,Rene Wetter,einverstanden.Die Politiker in der Schweiz müssen aufpassen,sonst passiert ähnliches bei uns auch!Uebersiedlung,Kostenexplosion,die Reichen werden immer reicher.IV-Betrüge,wie passiert.Arbeitslosigkeit,Ilegale Personen,Kriminalität.Für viele Leute lohnt es sich bald nicht mehr zu arbeiten.Ende Monat ist so oder so das Geld weg. Antworten
Ich schöpfe wieder Hoffnung für die USA; solche Werte haben die USA gross und stark gemacht. Vergessen dürfen auch wir Schweizer auf keinen Fall, dass unsere Bundesverfassung mit den Worten "Im Namen des Allmächtigen" beginnt und das ist sehr gut so. Antworten
Da wird einmal mehr die Not der Bürger politisch ausgeschlachtet. Sarah Palin ist definitiv eine überaus gefährliche Fanatikerin, die sämtliche Mittel einsetzt, u.a. auch ihr attraktives Aussehen. In meinen Augen hat sie weder Intelligenz noch Erfahrung für ein solches Amt. Antworten
Den meisten Blogern geht es nur darum, die Tea-Party und deren Anhänger zu diskriminieren. Ein bischen Selbstinformation über die Bewegung via Internet, täte nicht schaden. Die Demokraten, welche gute Mehrheiten hatten, haben seit der Wahl Obamas, fast nichts erreicht, sondern die früheren Schulden noch explodieren lassen. Auch dies kann gegoogelt werden. Ich freue mich auf die Nov.-Wahlen! Antworten
Kurz zusammengefasst: Im Namen des Sozialismus die Natur ausbeuten ohne Rücksicht auf Verluste, Arme kranke Menschen links liegen lassen, die Kluft zwischen armem Volk und reichen Parteibonzen noch weiter öffnen und über Menschenrechtsverletzungen locker, lässig hinweg sehen. Ach wie liebe ich doch diese tolle Ideologie, die ja soviel gutes bewirkt in Kuba, Nordkorea, China und in unserer Welt! Antworten
Eine Rückbesinnung auf ursprüngliche Werte und Traditionen ist eigentlich eine gute Sache, aber die Tea Party tut dies erschreckend unreflektiert und oberflächlich. Gerade der zügellose Wirtschaftsliberalismus hat Amerika geschadet. Nach den Plänen der TeaParty würde der Niedergang noch verstärkt. Das wär bestimmt nicht zu Amerikas Ehre - "Gods own country" müsste anders aussehen! Antworten
Die Obamania war von Anfang an Schall und Rauch. Doch die vereinigten Linken und Gutmenschen Europas feierten den vermeintlichen Messias und merkten nicht, dass sie ihre ideologische Weltvorstellung auf eine schwarze Leinwand projizierten. Obama sucht nur die Macht, und dafür redet er der Wählermehrheit nach dem Mund. Langsam merkens auch die Amis. Er taugt nichts. Sozialismus muss scheitern... Antworten
Auch wenn es die Tea Party nicht so sieht und deshalb Amerika auch in der Versenkung verschwinden wird. Amerika ist nicht die Welt - die ewig gestrigen, welche nicht fähig sind sich zu verändern und wahrhaben wollen, dass es noch etwas anderes jenseits der grossen Teiche gibt. Die werden genauso scheitern wie die Vorgänger die Welt ist nun mal komplizierter. Antworten
Ich finde, dass Obama-Bashing geht zu weit. Mag sein, dass gewisse Entscheidungen nicht gerade weise waren und sind, aber was kann ein erster schwarzer Präsident schon Recht machen, nachdem der ganze neoliberale Filz unter Bush ihm ein Schlamasel hinterlassen hat. Das einzige was eine Palin zu bieten hat, ist etwas Charisma. Und das reicht gottlob in den USA noch nicht aus, um gewählt zu werden... Antworten
Das einzige, was die Leute von der Tea Party erreichen, ist die Zerstörung der Mehrheitsfähigkeit der Republikaner. Wechselwähler können die Republikaner bei steigendem Einfluss der Tea Party vergessen, aber genau auf diese kommt es bei den stets knappen US-Wahlen an. Antworten
Arme, arme USA. Nur schon der Gedanke, dass man einer solch unwissenden, mit ungeheuerlichen Ansichten ausgestatteten Person überhaupt zuhören kann, lässt mich erschaudern. Ihre schon fast kranken ultrarechten Parolen sind noch zu verschmerzen. Was wirklich weh tut, ist dass ihr dabei zugejubelt wird. Wie ignorant muss ein Mensch sein, einer solchen Person Glauben zu schenken. Krass! Antworten
1 billion Dollar hat der Irak Krieg gekostet. Das US-Budget war unter Clinton noch eine schwarze Null. Dann kam Bush. Und jetzt? Kaum versucht Obama das Budget ins Lot zu bringen, und nebenbei noch eine Krankenversicherung (die schon Nixon wollte) einzuführen, jetzt das. Aber vielleicht stimmt es ja: eine Demokratie hat immer die Regierung die sie verdient. Antworten
Das haben wir bloss den 68er und Linken zu verdanken. Und den Gruenen natuerlich. Die haben zur Welwirtschaftskrise gefuehrt, die den nomalen Amerikanern einen Schuldenberg hinterlaesst. Und die haben Bush solange mit Luegen beeinflusst, bis er ein Chaos hinterlassend dem Oklahoma die Macht ueberlassen musste. Und das war natuerlich alles von Moskau gesteuert und vom KGB. Soviel ist ja klar. Antworten
Die Amis sind nicht tumb! Aber was soll man denn machen, wenn man als Volk keine Rechte hat und nicht wie wir dem Treiben immer mal wieder Einhalt gebieten kann? Da ist man als Bürger verraten und verkauft, wenn zwei Parteien mit immensen Geldmitteln dümmliche Kampagnen machen. Und nach der Wahl beliebig durchdrehen können (Irak). Ich liebe unsere Schweiz, mit allen drum und dran! Antworten
Auch zu diesem Thema kommen wieder die Besserwisser aus den Löchern gekrochen, die den Linken mit ihrem sozialistischen Gesinnungsterror die Schuld an jeglicher Misere der Jetztzeit anlasten. Vergessen gehen hierbei die konservativistischen Gschäftlimacher, die keine Gelegenheit ausliessen, Profit vor Menschlichkeit zu stellen und verantwortlich sind für Hunger, Kinderarbeit, Kriege... Antworten
Diese Leute wissen gar nicht von was sie reden, sie sollten sich vielleicht wieder mal mit der Geschichte des eigenen Landes befassen und wie es damals wohin sie ja wollen wirklich war. Gnade uns wenn solche Amateure wie Palin je an die Macht kommen! Aber wir sollten nicht zu fest über die Amerikaner spotten, auch hier gibts genügend Menschen mit wirren Ideen.. Antworten
Ich hätte mir nie gedacht, dass ich mir George Walker Bush mal zurückwünschen könnte. Aber heute geht es mir so und vielen Amerikanern offenbar auch. Spätestens seit der Kairoer Rede habe ich Zweifel an Obamas aussenpolitischer Zuverlässigkeit. Der Eiertanz um das bizarre Gebetshaus in New York City könnte ihn bald die demokratische Kongressmehrheit kosten. Antworten
Mit Erschrecken stelle ich fest, dass wir doch eine Armee gegen diese ernst zu nehmende Bedrohung von aussen brauchen! Falls Palin an die Macht kommt, ist zu hoffen, dass sie isolationisch regiert und von der Aussenpolitik die Finger lässt. Da ist mir ja fast noch Blocher lieber... Antworten
@Eisenring, die 68er Generation hat uns in diese dümmliche Lage gebracht, Linke die glaubten, wenn man Barbaren westlich kleidet Ihnen oberflächliches gehabe vermittlet und so tut als hätte jeder das gleiche verdient, ob er nun jemals 1 Franken in unsere Gemeinschaft einbezahlt hat oder nicht, das sind die wahren Idioten.(AHV/IV/KK etwas zum nachdenken? Antworten
Zuerst wirtschaften die Republikaner die ganze Nation ab und damit auch grad noch den Rest der Welt. Nachfolger Obama muss dass ganze Schlamasel aufräumen und das geht nicht in 2 Jahren. Und nun kommen ausgerechnet die Republikanner und Ihre Tea Party Anhänger und wollen die USA retten. Wie bei uns: Wir haben auch einen Mann und eine Partei die unermüdlich die Schweiz retten wollen. Antworten
@ Raoul Eisenring: Entschuldigen Sie Herr Eisenring, aber für einen schrecklichen Moment dachte ich wirklich, Sie meinen das auch noch ernst was Sie da schreiben. Sie bezeichnen im Ernst das Volk als dumm, weil es nicht mehr den Sozialisten nachläuft ?? Ihnen ist aber schon bewusst, dass der sozialistische Gesinnungsterror weit mehr Menschenleben gefordert hat als der Nationalsozialismus, oder? Antworten
Kurz zusammengefasst: Im Namen Gottes die Natur ausbeuten ohne Rücksicht auf Verluste, Arme kranke Menschen links liegen lassen, die Kluft zwischen arm und reich noch weiter öffnen und über Menschenrechtsverletzungen locker, lässig hinweg sehen. Ach wie liebe ich doch diese tollen Religionen, die ja soviel gutes bewirkt in unserer Welt! Antworten
Es redet keiner von Gottesstaat, der Reporter verwechselt Amerika mit dem Iran. Es geht darum, wieder Werte zu finden, Amerika von Obama zu retten und zu befreien. Die Amerikaner haben diesen Test Obama schon längst bereut, die Europäer meinen immer noch, er sei der Erlöser. Nein, er ist der Auslöser der Misstände in Amerika, die drüben haben das längst begriffen. Antworten
gottesstaat und neoliberalismus, sprich das recht des stärkeren, ausbeuten aller natürlichen resourcen auch wenn dies auf kosten der kinder geht, die sowieso mit der abschaffung der uno-konvention nichts mehr zu sagen haben. und frauen sollen sich wieder ihrer rolle (am herd) besinnen. also wie die talibans des westens. und das in einem land mit starker armee und atomwaggen. beängstigend. Antworten
Auch die "Tea Party", sollte sie je eine ernsthafte politische Kraft werden, wird diese patriotische Träumerei aufgeben und sich den politischen Realitäten stellen müssen. So etwas passiert in viel kleinem Massstab hin und wieder auch bei uns... Antworten
Der amerikanische Traum ist schon lange vorbei und zwar schon seit der ersten Ölkrise 1973. Was da "drüben" abgeht, ist zutiefst beunruhigend, wenn man daran denkt, das die Ami's bis zu den Zähnen bewaffnet sind. Zu was sind die wohl noch alles fähig? Antworten
Derzeit geht es in USA, Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz immer extremer zu: Gott, Neoliberalismus, Rassismus, Dümmlichkeitspolitik, glauben statt wissen. Das tumbe Volk läuft nicht mehr bei den Sozialisten mit, sondern bei denjenigen, die es in diese unmögliche Lage gebracht haben. Immerhin hat uns der Neoliberalismus und (in den USA) die Republikaner in diese Misere gezogen. Antworten


Die Welt in Bildern
Michael Meienhofer
Schon auf der sinkenden Titanic sangen die Passagiere näher mein Gott zu dir...Scheinbar sinkt jetzt noch ein grösseres Schiff und das in einem Land der unbeschränkten Möglichkeiten. Die Regierung macht sich in allen Lädern der Erde wirtschaftlich und militärisch breit, ihr Volk aber wendet sich von der Regierung ab. Früher suchten sie Zuflucht beim Präsidenten, wie die Zeiten sich ändern.... Antworten