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Stanley McChrystal hat einen neuen Job
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Der wegen seiner Kritik an der US-Regierung als Afghanistan-Kommandeur gefeuerte General Stanley McChrystal sattelt um und wird Dozent an der renommierten US-Elite-Universität Yale. Aus seinen misslichen Fehlern hat er ein Lehrprogramm für Studenten gestrickt, das sich wie die Chronologie seines Scheiterns liest. Wie aus der Ankündigung seines Seminars hervorgeht, wird McChrystal Vorlesungen über Themen wie «Das Scheitern bewältigen», «Durch die Politik steuern» und das «Medien-Umfeld» halten.
Offenbar will er seine Studenten nun dafür sensibilisieren, was es bedeutet, plötzlich im Rampenlicht zu stehen. Seine für den 30. November geplante Vorlesung trägt den Titel: «Der Anführer – die persönlichen Auswirkungen von Verantwortung, Berühmtheit und anderen Wirklichkeiten». Den Studenten ist es erlaubt über ihre Eindrücke mit Stanley McChrystal zu berichten, der Inhalt der Vorlesung sei aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, teilte der Assistenzprofessor Eric Robinson den Teilnehmern des Kurses mit.
Der verhängnisvolle Artikel
Als Armee-Kommandeur war McChrystal relativ unerfahren im Umgang mit der Öffentlichkeit. Auf dem exponierten Posten in Afghanistan wurde Ende Juni eine Reportage des Journalisten Michael Hastings im amerikanischen Musikmagazin «Rolling Stone» für Stanley McChrystal schliesslich zum Verhängnis. Darin äusserte sich der General mehrmals abfällig über US-Präsident Obama, Vizepräsident Joe Biden, den nationalen Sicherheitsberater James Jones und hochrangige Diplomaten. Wenig später wurde er von Präsident Obama von all seinen Aufgaben entbunden.
(jak)
Erstellt: 09.09.2010, 10:28 Uhr



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