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Tauwetter zwischen Havanna und Washington

Aktualisiert am 07.04.2009 1 Kommentar

Der kubanische Präsident Raúl Castro hat eine Parlamentsdelegation aus Washington zum Gespräch empfangen. Fällt bald das 47 Jahre währende Handelsembargo?

Die gegenseitigen Hürden sollen abgebaut werden: Gespräche mit Castro (r.) im lockeren Rahmen.

Die gegenseitigen Hürden sollen abgebaut werden: Gespräche mit Castro (r.) im lockeren Rahmen.
Bild: Keystone

Bedeutungsvolles Treffen: Raul Castro empfängt die demokratische Abgeordnete, Barbara Lee, aus Kalifornien.

Bedeutungsvolles Treffen: Raul Castro empfängt die demokratische Abgeordnete, Barbara Lee, aus Kalifornien. (Bild: Keystone)

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Die Reise der US-Abgeordneten sei zustande gekommen, weil die Welt eine Änderung in der Aussenpolitik der USA unter Präsident Barack Obama erwarte, sagte die Leiterin der US-Delegation, die Abgeordnete Barbara Lee. Die Kongressmitglieder, die zuvor unter anderem mit dem Aussenminister Bruno Rodríguez Barrilla und dem Parlamentspräsidenten Ricardo Alarcón zusammengetroffen waren, hatten erklärt, den Dialog mit der kubanischen Führung zu suchen.

«Ich bin überzeugt, dass Raul Castro normale Beziehungen mit den Vereinigten Staaten möchte», sagte die Repräsentantin Barbara Lee der Nachrichtenagentur AP nach dem Treffen. «Er meint es ernst.» Es sei ein konstruktiver Dialog gewesen.

Fidels Kommentar

Die Parlamentarier seien optimistisch, dass sich die Haltung Washingtons ändern werde. Erst vor kurzem hatte der US-Kongress das Reisen von Exilkubanern nach Kuba erleichtert. Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hatte gestern in einem Kommentar geschrieben, Kuba fürchte sich nicht vor einem Dialog mit den USA.

Insgesamt hielten sich sieben Abgeordnete in Havanna auf, um über Verbesserungen der amerikanisch-kubanischen Beziehungen zu sprechen. Ein Parlamentsmitglied musste wegen eines familiären Notfalles schon eher abreisen.

Obama lockern Regeln

Spekulationen zufolge könnte Washington das Handelsembargo gegen das sozialistische Land lockern. Es besteht seit 47 Jahren. Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass US-Präsident Barack Obama Exilkubanern in den Vereinigten Staaten künftig uneingeschränkte Besuche bei Angehörigen in ihrer alten Heimat erlauben will. Auch die Überweisung von Geld soll erlaubt werden.

Erstellt: 07.04.2009, 09:14 Uhr

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1 Kommentar

Max Wartenberg

07.04.2009, 13:04 Uhr
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Das Handelsembargo funktioniert schon lange nicht mehr. Alles was Kuba braucht, kann es via Mexiko oder Venezuela importieren. (Für Medikamente sind Direktlieferungen aus den USA erlaubt). Das Problem sind die in Florida lebenden Exilkubaner. Die Castros wollen nicht, dass diese Leute auf die Insel zurückkehren und mit ihrer kapitalistischen Weltanschauung das sozialistischen Paradies infizieren. Antworten



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