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US-Bürger bejubeln den Tod des Terroristenführers

In den USA gingen Zehntausende auf die Strassen, um den Tod von Osama Bin Laden zu feiern. Ex-Präsident George W. Bush gratulierte Obama. Bundespräsidentin Calmy-Rey begrüsst den Tod des Terroristen.

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Die Tötung von Osama Bin Laden verringert nicht das Leid, das die New Yorker und Amerikaner durch seine Hände erfahren haben», erklärte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. «New Yorker haben fast zehn Jahre auf diese Nachricht gewartet. Es ist meine Hoffnung, dass sie etwas inneren Frieden und Trost für all jene bringt, die ihre Lieben am 11. September 2001 verloren haben.»

Auf dem Ground Zero in New York versammelten sich Hunderte Menschen, um den Tod Bin Ladens zu feiern. Ground Zero ist der Ort, an dem einst die Zwillingstürme des World Trade Center standen, in das am 11. September zwei Flugzeuge rasten. 2600 Menschen starben.

Israel zeigt sich erfreut

Israel hat sich erfreut über den Tod von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden gezeigt. «Israel ist nach der Liquidierung Bin Ladens in Freude mit dem amerikanischen Volk vereint», teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu mit. Netanyahu gratuliere US-Präsident Barack Obama zu «diesem Sieg der Gerechtigkeit, der Freiheit und der gemeinsamen Werte der demokratischen Länder, die Seite an Seite gegen den Terrorismus gekämpft haben», hiess es.

Auch Israels Präsident Shimon Peres erklärte, der Tod Bin Ladens sei ein «grosser Erfolg, nicht nur für die USA, sondern auch für die freie Welt». Nach Angaben des israelischen Aussenministers Avigdor Lieberman wurde die israelische Botschaft in Washington eine halbe Stunde vor der offiziellen Ansprache Obamas über den Tod des Chefs der Terrororganisation informiert.

«Grosse Erleichterung überall auf der Welt»

Grossbritanniens Premierminister David Cameron erklärte, der Tod des Al-Qaida-Chefs bedeute eine «grosse Erleichterung für die Menschen überall auf der Welt». Es sei ein «grosser Erfolg, dass er gefunden wurde und nicht mehr in der Lage ist, seinen Feldzug des globalen Terrorismus fortzusetzen», teilte Cameron mit.

Bin Laden sei für die «schlimmsten terroristischen Gräueltaten verantwortlich, die die Welt gesehen hat». Unter den Tausenden Toten seien auch viele Briten gewesen. Er gratuliere Obama und den für die Aktion Verantwortlichen, fügte Cameron hinzu.

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle hat befriedigt auf den Tod von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden reagiert. Bin Laden sei «einer der brutalsten Terroristen der Welt» gewesen und habe das Leben von Tausenden unschuldigen Menschen auf dem Gewissen, erklärte Westerwelle heute in Berlin.

Dass Bin Laden nun das Handwerk gelegt werden konnte, sei eine «gute Nachricht für alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt».

Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat den Tod von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden als schweren Schlag gegen den Terrorismus bezeichnet. Die US-Militäraktion gegen Bin Laden in Pakistan zeige, dass der wahre Kampf gegen den Terror ausserhalb der Grenzen Afghanistans stattfinde, sagte Karzai vor Vertretern der Bezirksregierung in Kabul.

Der afghanische Präsident hat in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dass internationale Truppen sich so stark auf sein Land konzentrierten und gefordert, dass ein stärkeres Augenmerk auf Pakistan gelegt werden müsse, wo zahlreiche Führer von al-Qaida und Taliban vermutet werden. «Seit Jahren haben wir gesagt, dass der Kampf gegen den Terror nicht in afghanischen Dörfern und Häusern ist. Er ist an sicheren Zufluchtsorten, und heute hat sich gezeigt, dass dies richtig ist.»

Calmy-Rey spricht von «guter Neuigkeit»

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat die Tötung des Terroristen-Chefs Osama Bin Laden als «gute Neuigkeit» begrüsst. Die Schweiz verurteile jeglichen Terrorismus aufs Schärfste und heisse konkrete Aktionen gut, die darauf ausgerichtet seien, die Strukturen und Aktionen des internationalen Terrorismus zu beenden.

«In diesem Sinn ist die Tatsache, dass diese terroristische Organisation ihre Kopf verloren hat, eine gute Neuigkeit», schrieb Calmy-Rey am Montag in einer Stellungnahme. Calmy-Rey weilt derzeit in Tunis am dreitägigen Treffen der Schweizer Botschafter in Nordafrika und im Nahen Osten.

Osama bin Laden und seine Organisation seien Akteure eines blindwütigen und brutalen Terrorismus, der Tausende von Toten gefordert habe, erklärte die Bundespräsidentin. «Meine Gedanken sind in diesem Moment bei den Opfern und ihren Familien.»

«Höchste Wachsamkeit» geboten

Die USA haben nach der Mitteilung vom Tod des Al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden ihre im Ausland befindlichen Staatsangehörigen vor möglichen Vergeltungsmassnahmen des Terrornetzwerks gewarnt und ihre Botschaften weltweit in Alarmbereitschaft versetzt.

Auch die Gewerkschaft der deutschen Polizei (GdP) hat nach den Meldungen über den Tod des Terroristenführers Osama Bin Laden zu «höchster Wachsamkeit» aufgefordert. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass die verschiedenen Terrornetzwerke den Tod Bin Ladens rächen wollen», erklärte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut in Berlin. «Aus diesem Grund brauchen die deutschen Sicherheitsbehörden jede politische und gesetzliche Unterstützung, um ihre Arbeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger leisten zu können», sagte Witthaut und forderte zugleich eine Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze.

«Der Tod Osama Bin Ladens wird die Terrorgefahr für Deutschland nicht entschärfen. Das zeigen die Hintergründe der jüngsten Festnahmen des Bundeskriminalamtes», sagte der GdP-Vorsitzende weiter. «Das ursprünglich von Bin Laden begründete Terrornetz funktioniert seit langem dezentral. Aktionsfähige Gruppen gibt es in vielen Ländern, wie der jüngste Bombenanschlag in Marrakesch und die Festnahmen in Düsseldorf und Bochum beweisen.» (pbe/dapd/sda)

(Erstellt: 02.05.2011, 11:30 Uhr)

Al-Qaida-Mitglied spricht von Katastrophe

Ein Mitglied des jemenitischen Zweigs von al-Qaida hat den Tod von Osama bin Laden als «Katastrophe» für das Terrornetzwerk bezeichnet. «Am Anfang haben wir die Nachricht nicht geglaubt», sagte das al-Qaida-Mitglied telefonisch der Nachrichtenagentur AFP in Aden. «Aber dann sind wir mit unseren Brüdern in Pakistan in Verbindung getreten, und sie haben die Information bestätigt.»

Nach Angaben des al-Qaida-Mitglieds wollen die fusionierten saudiarabischen und jemenitischen Sektionen der Organisation ein Treffen im Süden des Jemen abhalten, wo al-Qaida stark präsent ist. Im Anschluss an das Treffen solle eine Erklärung zum Fortgang des «Heiligen Krieges» nach dem Tod Bin Ladens veröffentlicht werden.(AFP))

Amerikaner feiern den Tod Bin Ladens.

Ölpreise mit deutlichen Verlusten

Die Ölpreise haben heute deutlich nachgegeben. Händler führten dies unter anderem auf den Tod von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden zurück. Im frühen Handel kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni 124,94 Dollar. Das waren 95 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte WTI sank noch stärker um 1,27 Dollar auf 112,66 Dollar.

Händler sehen in den Kursverlusten eine Reaktion auf jüngste Ereignisse in Pakistan und Libyen. Neben dem Tod Bin Ladens verwiesen Marktbeobachter auf die Lage in Libyen. Möglicherweise könnte sich die Situation nach dem angeblichen Tod eines Sohnes und dreier Enkel des Machthabers Muammar al-Ghadhafi ändern, hiess es. (sda)

Die USA sprechen eine Reisewarnung aus. (Quelle reuters)

George W. Bush ist zufrieden

Ex-Präsident George W. Bush hat seinem Nachfolger Barack Obama nach eigenen Angaben gratuliert, nachdem er vom Tod des Al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden erfahren hat. Obama habe ihn angerufen und gesagt, dass US-Truppen Bin Laden getötet hätten, teilte Bush mit. «Dieser bedeutsame Erfolg markiert einen Sieg für Amerika, für die Menschen, die nach Frieden auf der Welt streben, und für all diejenigen, die Angehörige am 11. September 2001 verloren haben», sagte Bush. Die USA «haben eine unmissverständliche Botschaft gesandt: Egal wie lange es dauert, der Gerechtigkeit wird Genüge getan», sagte der frühere Präsident. (dapd)

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