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US-Ermittler zweifeln an Komplott des Iran

Aktualisiert am 13.10.2011

In den USA werden Zweifel an dem angeblich geplanten iranischen Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in Washington laut. Selbst US-Ermittler seien anfangs skeptisch gewesen.

Keine Beweise für eine Verwicklung der obersten iranischen Führung: Präsident Mahmoud Ahmadinejad (r.) und der iranische UNO-Botschafter Mohammad Khazaei in New York. (11. Oktober 2011)

Keine Beweise für eine Verwicklung der obersten iranischen Führung: Präsident Mahmoud Ahmadinejad (r.) und der iranische UNO-Botschafter Mohammad Khazaei in New York. (11. Oktober 2011)
Bild: Reuters

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Weil das Komplott schlecht organisiert gewesen sei, wurden mit dem Fall des mutmasslich aufgedeckten iranischen Attentatsplans betraute Ermittler skeptisch. Das berichtete die «Washington Post» unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Beamte. Andere Medien wie die «Los Angeles Times» zitierten dagegen Regierungsvertreter mit den Worten, das Komplott sei geplant gewesen.

Justizminister Eric Holder hatte «Elemente der Regierung» im Iran, konkret den militärischen Arm al-Kuds der Revolutionsgarden, für den Plot verantwortlich gemacht.

Nun räumten Beamte ein, das Komplott trage nicht die Handschrift der Spezialeinheit. «Was wir sehen, scheint unvereinbar mit den hohen Standards, die wir aus der Vergangenheit kennen», heisst es. Erst nach monatelangen verdeckten Ermittlungen seien die Fahnder zunehmend überzeugt gewesen.

Überraschender Dilettantismus

Ein westlicher Diplomat im UNO-Sicherheitsrat sagte in der «Washington Post»: «Jeder war überrascht über den Dilettantismus der Verschwörer.» In der «New York Times» äusserte sich der Nahostexperte des Kongress-Wissenschaftsdienstes, Kenneth Katzman, kritisch. «Es gibt einfach keinen Präzedenzfall – und noch nicht einmal eine angemessene Begründung dafür, dass der Iran, ganz egal wo, einen Komplott plant mit nichtmuslimischen Dritten wie mexikanischen Drogenbanden», sagte er.

Andere US-Regierungsvertreter brachten hingegen sogar den iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei ins Gespräch. «Das ist eine Operation – der Mord an einem Diplomaten auf ausländischem Boden –, die auf höchster Ebene in der iranischen Regierung hätte genehmigt werden müssen», sagte ein hochrangiger Beamter der «Los Angeles Times». Es gebe keine Beweise für diese These, aber man gehe nicht davon aus, dass es sich um eine Aktion gehandelt habe, die jemand auf eigene Faust ausführen wollte. (rub/sda)

Erstellt: 13.10.2011, 14:04 Uhr

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