Ungewöhnliches Duo besucht Haiti
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Die humanitäre Hilfe für das vom Erdbeben zerstörte Haiti soll nach dem Willen der früheren US-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush fortgesetzt werden. Das forderten sie bei einem Kurzbesuch in Port-au-Prince.
Es sei notwendig, dass jetzt im grossen Stil Arbeit für die Haitianer geschaffen werde, sagte Bush am Montagabend (Ortszeit) vor der Presse. Mit dem Programm Hope soll nach den Worten von Clinton Arbeit für etwa 100'000 Menschen in dem Karibikstaat geschaffen und die Wirtschaft wieder in Gang gesetzt werden.
Die beiden früheren US-Präsidenten waren am Morgen in Haiti eingetroffen. Im Auftrag von Präsident Barack Obama sollen sie den Prozess des Wiederaufbaus in der Erdbebenregion bewerten, berichtete der haitianische Sender Radio Metropole.
Am 31. März soll bei einer internationalen Geberkonferenz in New York über den Plan zum Wiederaufbau von Haiti befunden werden.
Preval will Budgethilfe
Bush und Clinton trafen unter anderen mit dem haitianischen Präsidenten René Préval und der Führung der UNO- Stabilisierungstruppe für Haiti, MINUSTAH, zu Beratungen zusammen.
Sie besuchten zudem einige Obdachlosenlager, die in der ganzen Stadt nach dem Erdbeben vom 12. Januar entstanden waren und in denen hunderttausende Menschen behelfsmässig untergekommen sind. Clinton ist Chefkoordinator der Vereinten Nationen für die internationale Haiti-Hilfe.
Preval sagte, er habe die beiden Besucher erneut um direkte Budgethilfe gebeten. Mit diesem Geld würde die Regierung wichtige Projekte finanzieren. Bereits bei verschiedenen Gelegenheiten zuvor hatte Preval die internationale Hilfe kritisiert, weil diese nicht genügend mit der haitianischen Regierung koordiniert werde.
Mehr Hilfe und Schuldenerlass
Die EU will an der Geberkonferenz ihre Hilfen für den Wiederaufbau Haitis verdoppeln. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton sagte nach einem Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel, sie gehe davon aus, dass die EU-Länder Haiti in den kommenden drei Jahren rund eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen würden.
Bislang hatten die EU-Länder und die EU-Kommission rund 600 Millionen Euro als Nothilfe und als mittelfristige Unterstützung für Haiti freigegeben.
Unterdessen beschloss die Interamerikanischen Entwicklungsbank im mexikanischen Cancún, Haiti umgerechnet 470 Millionen Dollar Schulden zu erlassen. Ein Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagte am Rande der Jahresversammlung, als Folge des Erdbebens hätten sich Haitis Steuereinnahmen halbiert. (bru/ddp/sda)
Erstellt: 23.03.2010, 16:26 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





