Von 18 Schweizern fehlt jede Spur
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Das zweite Flugzeug mit 35 Tonnen Hilfsgütern des Bundes sollte am Montagabend in Kloten starten, wie Georg Farago, Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sagte. Das erste Flugzeug mit Medikamenten und Material zum Bau von Notunterkünften war am vergangenen Samstag im Erdbebengebiet gelandet.
Die Arbeit vor Ort gestalte sich weiterhin als schwierig, hiess es. Mittlerweile sei es dem EDA gelungen, 180 Schweizer in Haiti zu kontaktieren, unter ihnen drei Verletzte. Zu 18 in Haiti vermuteten Schweizern gab es hingegen vorerst weiterhin keinen Kontakt. Über allfällige Todesopfer lagen dem EDA bisher keine Angaben vor.
Über den Landweg
Um 18 Uhr war in Port-au-Prince die Landung eines Flugzeug mit 15 Tonnen Hilfsgüter vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) vorgesehen. Das Flugzeug, das am (gestrigen) Sonntagabend in der Schweiz gestartet war, transportierte neben Küchensortimenten, Medikamenten und Plastikblachen für provisorische Unterkünfte auch ein Allrad-Fahrzeug und einen leistungsfähigen Hubstapler, wie SRK-Sprecher Karl Schuler sagte. Bereits vor Ort waren sieben SRK-Mitarbeiter. Sie waren am vergangenen Samstagabend über den Landweg von Santo Domingo aus im Krisengebiet angekommen. Zwei weitere SRK-Mitarbeiter befanden sich im Flugzeug nach Port-au-Prince.
30 Tonnen Hilfsgüter mit einem Flugzeug nach Haiti senden wollten auch die Caritas Schweiz zusammen mit der Caritas Deutschland. Neben Decken, Planen, Wasserkanistern und Chlortabletten schickten sie auch 33 Grossraumzelte und Sets für die Gesundheitsversorgung von 80'000 Menschen. Der Start der Maschine war für 19.30 Uhr ab dem niederländischen Flughafen Ostende vorgesehen.
Konzerne spenden Millionen
Spendabel zeigten sich mehrere Schweizer Grosskonzerne. Novartis (NOVN 49.24 0.90%) stellt über seine lokalen Landesorganisationen Medikamente, einschliesslich Antibiotika, und Schmerzmittel zur Verfügung und unterstützt die im Katastrophengebiet tätigen Hilfsorganisationen finanziell. Insgesamt sprach der Basler Pharmakonzern Soforthilfe im Wert von über 2,5 Millionen Dollar. Zudem wollte der Konzern Spenden seiner Angestellten verdoppeln.
Die Migros stellte der Glückskette und ihren 16 Partnerorganisationen für die Erdbebenopfer eine Million Franken zur Unterstützung der Soforthilfe zur Verfügung. Der Zürich-Versicherungskonzern kündigte an, individuelle Spenden der Mitarbeiter weltweit bis zu einem Totalbetrag von 250'000 Franken zu verdoppeln. Geld für Soforthilfe stellt auch der Kanton Genf zur Verfügung. Laut Angaben der Staatskanzlei erhielten SRK und Médecins Sans Frontières je 200'000 Franken. (sam/ddp)
Erstellt: 19.01.2010, 09:35 Uhr












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