Ausland

Wie sich die Schlinge um Polanskis Hals zuzog

Mindestens zweimal schon hatten US-Justizbehörden alles in die Wege geleitet, um den Filmemacher in Europa dingfest zu machen. Im dritten Anlauf gingen die Pläne auf. Ausgerechnet in der Schweiz.

Polanski hat zwar einen grossen Namen, aber das «spielt keine Rolle»: Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf verteidigt die Festnahme des Filmemachers.

Polanski hat zwar einen grossen Namen, aber das «spielt keine Rolle»: Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf verteidigt die Festnahme des Filmemachers.
Bild: Keystone

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Hat die Schweiz im «Fall Polanski» richtig gehandelt?

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Wie die «Los Angeles Times» berichtet, hatte das Bezirksgericht der Westküstenstadt letzte Woche von den Reiseplänen Roman Polanskis erfahren. Der Filmemacher wollte nach Zürich reisen, um den ihm vom Zurich Filmfestival verliehenen Preis abzuholen. Umgehend benachrichtigte die lokale Behörde das US-Justizdepartement und stellte ein Gesuch um Festnahme des «Flüchtigen». Die Bundesbehörde der Vereinigten Staaten wiederum gelangte an das Schweizer Justizministerium.

Wie die «Los Angeles Times» weiter schreibt, gab es in jüngster Zeit genau dieses Szenario bereits mindestens zweimal. Ob dies ebenfalls Reisen in die Schweiz betraf, bleibt offen. Auf jeden Fall gingen die Reisen in Länder, mit denen die USA Auslieferungsverträge hat. «Aber am Schluss bekam er jeweils Wind von der Sache und reiste nicht», sagt Sandi Gibbons, die Sprecherin des Gerichts in Los Angeles, welches den «Fall Polanski» behandelt.

London gemieden

Dem Filmemacher war offenbar klar, dass er auch in Europa vor Zugriffen nicht sicher sein konnte. Dennoch reiste er viel, noch in diesem Frühling drehte er in Deutschland mit Pierce Brosnan am Film «The Ghost». In Frankreich hatte er nichts zu befürchten, weil er die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Grossbritannien versuchte er zu meiden, wenn es ging, weil er dort eine Festnahme zu befürchten hatte. So zum Beispiel 2005, als er einer Veranstaltung per Video-Konferenz beiwohnte. Reisen nach Italien und Österreich machte er während Jahren unbehelligt. Auch in der Schweiz war ihm bisher nie etwas passiert: Polanski weilte schon oft für Ferien in Gstaad.

Laut Medienberichten ging nun das Gesuch des US-Justizministeriums, Polanski zu verhaften, am letzten Mittwoch in Bern ein. Offenbar hatte zuvor schon ein kantonales Polizeikorps die Bundesbehörden auf den Besuch Polanskis in Zürich aufmerksam gemacht, schreibt der «Blick». Es sei aber nicht die Kapo Zürich gewesen, so das Blatt.

Bern hielt dicht

Die Behörden in Bern mussten von Mittwoch bis Samstag dichthalten, um die nun geplante Verhaftung nicht zu gefährden. Und das klappte ganz offensichtlich. Wie der «Blick» weiter schreibt, hätten die Stäbe in Bern noch am Freitagabend das Szenario eines ganz normalen Abstimmungswochenendes geplant. Niemand ahnte etwas. Nun kam es anders.

Am letzten Samstagmorgen ging nun die Rechnung der US-Justiz auf. 32 Jahre nachdem in den USA Haftbefehl gegen Polanski erlassen wurde – wegen Missbrauchs einer 13-Jährigen. Als Ehrengast nach Zürich gereist, wird er am Flughafen von der Kantonspolizei wie ein Verbrecher empfangen und in das Auslieferungsgefängnis gleich neben der Startpiste gesteckt. Ein internationaler Haftbefehl hatte seit 2005 bestanden.

Wird er ausgeliefert?

Polanski hat zwar einen grossen Namen, aber das «spielt keine Rolle» verteidigte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf gestern die Festnahme des Filmemachers. Im Ausland, vorab in Frankreich, waren die Reaktionen teils heftig ausgefallen. In Kulturkreisen wurde die Festnahme mit Empörung aufgenommen.

«Sollte er (Polanski) einer Auslieferung zustimmen, könnte er in den nächsten Tagen nach Amerika gebracht werden», sagte Guido Ballmer, Sprecher von Eveline Widmer-Schlumpfs Justizdepartement. Das aber wird vermutlich nicht der Fall sein. Sein amerikanischer Anwalt, Chad Hummel, gab sich gegenüber der «New York Times» zwar noch bedeckt: «Derzeit können wir noch nichts sagen.» Polanski kann in der Schweiz eine Auslieferung anfechten. Und das kann Monate, wenn nicht noch länger dauern. Die USA haben 60 Tage Zeit, um das Auslieferungsgesuch zu stellen.

Los Angeles ist zufrieden

Die Frage, warum ausgerechnet die Schweiz den berühmten Künstler dingfest macht, wird noch zu beantworten sein. Widmer-Schlumpf verneinte, dass es Druck seitens der USA gab. Und auf die Frage, warum die Aktion nicht schon früher erfolgte, gab die Justizministerin zur Antwort: «Im Unterschied zu anderen Aufenthalten Polanskis in der Schweiz war diesmal sein Besuch gross angekündigt worden. In früheren Fällen haben Polizei und Justiz erst im Nachhinein davon erfahren.»

Angeblich hatten die US-Behörden Polanski einen Deal vorgeschlagen: Sollte er bis zum 7. Mai vor Gericht in Los Angeles erscheinen, würde sein Antrag auf Verjährung behandelt. Polanski erschien jedoch nicht, der Antrag wurde abgelehnt - und die US-Fahnder bliesen definitiv zur Jagd auf den 76-Jährigen.

Das «Katz-und-Maus-Spiel»

In Los Angeles wurde die Verhaftung Polanskis mit Genugtuung aufgenommen. Gibbons lobt die Schweiz «für ihre extrem kooperative Haltung». Die Justizsprecherin beschrieb die seit Jahrzehnten währende Geschichte als «Katz-und-Maus-Spiel». (cpm)

Erstellt: 28.09.2009, 13:49 Uhr

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89 Kommentare

Christian Stachon

08.10.2009, 19:01 Uhr
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Kann mir jemand sagen, was ein Rechtsstaat ist, wenn eine Straftat in verschiedenen Staaten sehr stark unterschiedlich bestaft wird? Frankreich und Polen haben Polanski weder der USA ausliefern wollen, noch wollten sie ihn in ihrem Land dem Richter vorführen lassen. Die EU brüstet sich mit einem Fahnungssystem, bei dem der sich völlig frei bewegende Polanski 31 Jahre lang als unauffindbar galt! Antworten


Maura Schumacher

28.09.2009, 19:01 Uhr
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RP wird ausgeliefert werden, verurteilt, mit der Zeit vergessen - das Schreckliche, was er angetan hat und das Schreckliche, was er erlebt hat (Warschauer Ghetto, Mord an seiner Frau und ungeborenem Kind). Bleiben werden die Filme. "The Pianist" ist einer der tiefsten, wahrhaftigsten, menschlichsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Antworten


Otto Sutter

28.09.2009, 18:15 Uhr
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Herr Obama kann ja eine Begnadigung aussprechen. Das ist das Geschenk für einen Preis den Herr Polanski nie hätte annehmen sollen. Ergeiz kann auch schaden. Herr Polanski wäre besser in Frankreich geblieben. Antworten


Werner Holliger

28.09.2009, 18:09 Uhr
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Was soll dieser Medien - Hype??? Aufgrund eines Haftbefehls ist ein Vergewaltiger (Delikt verjährt in den USA und in der Schweiz nicht) verhaftet worden. Und er kann sich auf dem normalen Rechtsweg gegen die Verhaftung wehren! Das wars! Oder gibt es neuerdings Vergewaltiger verschiedener Klassen? Antworten


Marc Monder

28.09.2009, 17:58 Uhr
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Erstaunlich, dass ein Kinderschänder so lange unbehelligt durch Europe reisen kann. Schön, dass er nun gefasst wurde. Schade nur, dass er in der Schweiz wie ein Verbrecher behandelt wird (was er ja ist) um dann in den USA mit Samthandschuhen in einen Goldkäfig gesetzt zu werden, den er bald wieder verlassen kann. Am Schluss bleibt für die Schweiz ein schlechtes Image übrig. Antworten


Rold Meier

28.09.2009, 17:15 Uhr
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P Verhaftung ist nicht der Skandal. Der Skandal ist, dass er nicht schon lange dort sitzt, wo er hingehört.Nämlich in ein überfülltes US Gefängnis. Dort kann er über seine Schandtat nachdenken! Antworten


Meret Kolinova

28.09.2009, 17:08 Uhr
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Habe mich über eine plötzliche Festnahme gewundert, weil: RP hat 18 Filme als Regisseur gedreht. In 15 Filmen als Schauspieler mitgewirkt. 12 Auszeichnungen erhalten usw. Und jetzt – in Zürich festgenommen. Wo hat RP denn die verschiedenen Filme gedreht? Etwa auf dem Mond, dass er nicht vorher verhaftet werden konnte? Antworten


Rolf Schumacher

28.09.2009, 17:02 Uhr
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Viele Schnellschussmoralisten haben sich die Kehle heiser geschrien. Der Polanski-Prozess ist eine Farce, er wird Mio. kosten, verhindert aber nicht, dass täglich 100e von Mädchen in Südafrika, Zimbawe, Kongo, Namibia, Vietnam, Indien etc vergewaltigt werden. Wurden alle GI welche vergewaltigt haben gerecht bestraft? (Vietnam, Abu Chraib, Indien, etc) Und die US-Sextouristen?? Antworten


hans-Joerg Dresel

28.09.2009, 16:59 Uhr
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Jede/r die/der findet, das Frau Schlumpf falsch gehandelt hat, soll sich fragen, wie sie/er reagieren wuerde, wenn es sich im ihre/seine Tochte3r handeln wuerde. Antworten


Jeremias Kalopakov

28.09.2009, 16:58 Uhr
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Der Ausgang dieser Verhaftung dürfte einige Wochen dauern; anfänglich gehörig Staub aufwirbeln und dann – Schwamm drüber. Hauptsache, man war nahe dran. Antworten


Roland Bohrer

28.09.2009, 16:47 Uhr
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Gut gemacht CH Justiz wenn ein Internationaler Haftbefehl vorliegt, dann muss ja was daran sein. Justiz Gerechtigkeit für alle, auch für bekannte Persönlichkeiten. Nun kann er sich in den USA ja verteidigen, wenn er nichts getan hätte, müsste er sich ja nicht fürchten, anscheindend ist es aber anders, sonst würde er die USA ja nicht meiden. Antworten


Sybille Steger

28.09.2009, 16:23 Uhr
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Unverständlich wie man Polanski verteidigen kann. Angebliche Kulturschaffende oder der Grüne Vischer empören sich, die gleichen Leute also, die immer wieder die Ethik für ihre Anliegen bemühen. Wenn einer ein Kleinkind unter Drogen missbraucht, verjährt sich dies nie, ob er nun Huber heisst oder Polanski. Antworten


Ueli Kaiser

28.09.2009, 15:48 Uhr
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Was soll diese Aufregung? Polanski ist kein Held. Wenn er Unrecht getan hat, dann muss er sich verantworten, wo auch immer. Und ich denke nicht, dass er keine grosse Strafe in den USA kriegt, wahrscheinlich Geldbusse, und ewigen Landesverweis. Schwierige Situation für alle, für PL, F und CH und USA. Wie soll man einen Straftäter verteidigen, und Freilassung fordern? Antworten


Matthias Romer

28.09.2009, 15:36 Uhr
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Die Steinigung begeistert wie üblich. In der Schweiz wir bei der Festlegung des Strafmasses sowohl die Summe der Taten, als auch der Sinn einer Strafe berücksichtigt. In Amerika herrscht noch das perverse, undifferenzierende Gesetz der Vergeltung. @ Kurt Bachmann: Wir alle haben Triebe, welche in unserer Gesellschaft richtigerweise nicht ausgelebt werden dürfen. Einmal gefehlt, immer gefehlt? Antworten


Jürg Siegenthaler

28.09.2009, 15:23 Uhr
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Herr Polanski hat bisher "nur" den sexuellen Uebergriff gestanden, wofür er ja in den USA bereits in U-Haft war. Er hat aber die ihm zur Last gelegte Vergewaltigung stets abgestritten, weshalb er dann - wohl aus Angst - aus den USA geflüchtet ist, nachdem ihn die US-Justiz auf freien Fuss gesetzt hat. Für die ihm vorgeworfene Vergewaltigung ist P jedoch bisher nicht gesessen. Antworten


Andreas Kyriacou

28.09.2009, 15:20 Uhr
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Es klingt gut, wenn ein Mitglied des Bundesrates verlauten lässt, "grosse Namen" könnten nicht mit Sonderbehandlung rechnen. Doch wie war dies im Falle Hannibal Gaddafis? Da meinte Merz entschuldigend, die Verhaftung sei "unnötig und unangebracht" gewesen - trotz dem Vorliegen einer Strafanzeige wegen Körperverletzung, Nötigung und Drohung. Sind einige Namen vielleicht noch etwas grösser? Antworten


Jack Meier

28.09.2009, 15:19 Uhr
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Der jetztige Zugriff ist die Umsetzung der Volksinitative um Unverjährbarkeit bei sexuellen Delikten mit Kindern. Die Bundesbehörden haben ganz korrekt den Entscheid der Mehrheit des Stimmvolkes umgesetzt und sich damit keineswegs bei den USA angebiedert. Ein wichtiger Rechtsgrundsatz lautet, dass vor dem Gesetze alle gleich sind - auch ein Herr Polanski. Antworten


Karin Meiner

28.09.2009, 15:19 Uhr
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Ein mutiges Zeichen von Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf. Gerade auch im Nachgang zu den Vorgängen um unserern "Hotelier" in Tripolis. Antworten


Roland Naegeli

28.09.2009, 14:44 Uhr
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es ist sehr schwer vorstellbar, wieviele leute sich für diesen rechtlich verurteilen menschen einsetzten und den fehler nun bei der politik oder sonst wo suchen. der mann wurde rechtlich verurteilt. er ist vor der strafe geflohen nicht vor der verhandlung in der er eine eventuelle unschuld hätte beweisen können. also ist es richtig dass er jetzt hoffentlich sein strafe antreten muss. Antworten


Simon Käch

28.09.2009, 14:36 Uhr
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Die Kulturschaffenden offenbaren ihr doppelbödiges Gedankengut! Es wäre spannend, deren Reaktionen zu hören, wäre ein prominenter rechtsbürgerlicher Politiker in einer mit Polanski vergleichbaren Lage. Der Rechtsstaat kann nicht selekitv Anwendung finden. Basta. Antworten


Paul Mathieu

28.09.2009, 14:27 Uhr
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Vor dem Gesetz sind alle gleich, einge aber "gleicher". Wenn aber einmal ein "Gleicher" verhaftet wird, ist der Aufstand bei der Promibevölkerung vorprogammiert. Wenn Herr Polanski ein solches Unschuldslamm ist, warum flüchtet er denn jahrzehntelang vor den amerikanischen Behörden anstatt sich zu stellen. Antworten


Regina Wollenmann

28.09.2009, 14:16 Uhr
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Sowohl das Verbrechen, als auch die Nichtübernahme der Verantwortung von Herrn Polanski sind keine Bagetellen. Wieso gewähren Kulturschaffende und -mäzene einem solchen Menschen weiterhin ihre volle Unterstützung? Damit wurde sein Verhalten von vielen Menschen (wegen des Geldes?) gebilligt. Drogen nimmt man selber ein und können somit nie Entschuldigung für ein Verbrechen sein. Antworten


Werner Meier

28.09.2009, 14:16 Uhr
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"Man hätte Polanski mindestens vorgängig darüber informieren müssen, dass ihm eine Festnahme droht, wenn er in die Schweiz kommt." (Zitat D. Vischer) - Diese Aussage von einem Strafrechtsexperten zu hören, verwundert doch etwas. Wenn ein internationaler Haftbefehl besteht, muss der Gesuchte wohl damit rechnen, festgenommen zu werden. Antworten


Peer Wilander

28.09.2009, 14:11 Uhr
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Alle meinen, dass man den Amerikanern im Zusammenhang mit der UBS-Affäre einen Gefallen machen möchte. Tatsächlich? Vielleicht ist es auch so, dass die Schweiz vom Katz und Maus-Spiel der Franzosen wegen der Liste mit den 3000 Steuersündern genug hat. Le secret bancaire n'existe plus, n'est-ce pas, Monsieur Sarkozy! Das Bankgeheimnis muss revidiert werden aber einen Sarkozy brauchen wir dazu nicht Antworten


Walter Kuhn

28.09.2009, 14:10 Uhr
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In Amerika werden auch Kindsmissbrauch und Schändung mit dem Wort für Vergewaltigung bezeichnet, nämlich "rape". Möglicherweise kennen unsere Beamten die verschiedenen Wortbedeutungen nicht. Vor 20 Jahre gab es im Marcos-Fall einen ähnlichen Übersetzungsfehler zum Wort "fraud", der am Ende zum Abfluss von Milliarden Franken geführt hat, und zu stark erhöhten Hypozinsen. Antworten


peter ess

28.09.2009, 14:09 Uhr
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@ candrian - ihr Kommentar ist iGgs zu W-S nun wirklich populistisch und ... bloed. Bush wie auch andere Politiker wie auch in der CH geniessen Immunitaet sofern nicht entzogen. Dass Polanski die Einreise verwehrt wurde ist o.k. - ich will keine Paedophile in meinem Umfeld. Wir wollen den Gary Glitter und wie sie alle noch heissen nicht. Es ist mir egal ob wir ihn an F, P oder USA ausliefern. Antworten


Adrian Stampfli

28.09.2009, 14:09 Uhr
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@René Bodenmann Vergewaltigung ist doch kein Antrags- sondern ein Offizialdelikt. Deshalb ist es recht unerheblich ob das Opfer die Strafverfolgung des Täters wünscht oder nicht. Polanski hatte lange genug Zeit sich selbst zu stellen, jetzt wird er wohl dazu gezwungen. Er hat es nur sich selber zuzuschreiben dass die ganze Sache noch immer nicht vom Tisch ist. Antworten


Daniella Kohler

28.09.2009, 14:08 Uhr
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Roman Polansky ist ja aus Amerika geflohen und lebt in Frankreich. Wenn er unschuldig ist, weshalb hat er sich dann nicht gestellt. "Vergewaltigung" ist nicht entschuldbar. Keine Anklage, keine Verhandlungen, keine Stellungnahmen bedeuten auch, dass ein ganz wichtiger "Prozess" nicht stattfinden konnte, und das beim Opfer wie auch beim Täter. Antworten


Suzette preiswerk da Mota Veiga

28.09.2009, 14:05 Uhr
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Haette Polanski ein Maedchen von der Strasse gewaltsam entfuehrt und vergewaltigt, waere dies anders. Aber: Welche Eltern lassen eine 13 jaehrige Tochter allein ueber Nacht in einer Villa mit Schauspielern? Manchmal koennen gerade da bestimmte Vorhaben bewirken, wie man Geld erpressen kann. Es geht oft um sehr viel Geld! Zudem hatte das Maedchen die Klage spaeter zurueckgezogen. Peinlich ! Antworten


Isabel Wirth

28.09.2009, 14:02 Uhr
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Die Sache stinkt zum Himmel, und der Verdacht nach einem Deal mit dem US Dep. of Justice – um unsere Banken vor weiterer Verfolgung zu verschonen – ist nicht aus der Luft gegriffen. Über die amerikanische Rechtsgleichheit brauchen wir auch keine Diskussionen zu führen: Michael Jackson oder O.J. Simpson etwa kamen praktisch ungeschoren davon, beim polnisch-französischen Regisseur ist das anders. Antworten


Ellen Braun

28.09.2009, 13:46 Uhr
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Interessant in jeder Hinsicht! Letztlich geht es gar nicht um das was er getan hat, sondern darum zu sehen, dass just in dem Moment wo es politisch nützlich ist, plötzlich zugegriffen wird. Da geht es nicht um Menschenrechte, Gerechtigkeit sondern einzig und alleine um politisches Kalkül und eine Trumpfkarte die jetzt nach 4 Jahren eingesetzt wurde. Antworten


Rolf Supgogg

28.09.2009, 13:40 Uhr
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Guter Schachzug von EWS: Die Schweiz zwischen zwei Fronten (USA - F). Polanski muss wohl ein paar Monate auf Staatskosten in einer CH-Zelle schmoren, wird Richter und Anwälte beschäftigen und dann kommt heraus, dass Polanski nicht ausgeliefert werden kann. Der Staat zahlt dann die Anwaltskosten und eine Entschädigung. -Teure Justiz-Posse, die die betroffene Person/Frau gar nicht mehr interessiert. Antworten


Meinrad Keller

28.09.2009, 13:40 Uhr
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Der Täter hat es geschafft, sich über Jahrzehnte dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Jeder ging wohl davon aus, dass er dies auch noch für den Rest seines Lebens schaffen würde. Die jetzige Verhaftung ist zwingend und unbedingt korrekt. Es gibt genügend Staaten in denen die Straffreiheit zum Justizalltag gehört. Gut das die Schweiz dagegen ein Zeichen gesetzt hat. Antworten


Hans Inauen

28.09.2009, 13:40 Uhr
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Wir haben einfach die schmutzige Arbeit für zig-Staaten auf der Welt übernommen. Herr Polanski bewegte sich über Jahre in unzähligen Staaten völlig frei, es ist unfassbar dass nun ausgerechnet ein Kleinstaat die "Drecksarbeit" machen musste, ich schäme mich für die Schweiz. Antworten


Paul Buchegger

28.09.2009, 13:38 Uhr
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Einer Justizministerin fällt es wohl leichter,einen Sextäter an einer Minderjährigen dingfest machen zu lassen, sei dieser auch noch so prominent.Das Schweizerrecht ist in diesem Fall kongruent mit jenem der USA (keine Verjährung),was die Sache sicher erleichtert hat (gleiches Rechtsempfinden). Bei Qadhafis Sohn wurde in Genf ja auch konsequent gehandelt. Das ehrt den schweizerischen Rechtsstaat. Antworten


Thomas Harmann

28.09.2009, 13:37 Uhr
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Was soll eigentlich das Affentheater wegen diesem Polanski. Wenn das stimmt was ihm zur Last gelegt wird, auch wenn das im 1977 war, ist es richtig wenn man ihn festnimmt. Selbst wenn die Vergewaltigung nicht stimmt, aber mit einer 13 jährigen Sex, spricht wohl für sich. Mal sehen wie die Damen und Herren Promis reagieren würden wenn sie selber betroffen wären oder ihr Kind. Antworten


Kurt Bachmann

28.09.2009, 13:22 Uhr
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@Matthias Romer, "einmal Zügel aus der Hand verloren"? Wie würden Sie wohl urteilen, wenn es sich bei der 13-jährigen um Ihre Tochter gehandelt hätte? Er gibt zu, mit ihr geschlafen zu haben, behauptet aber, sie sei einverstanden gewesen. Dass einem 44-jährigen, der glaubt, eine 13-jährige wolle Sex mit ihm und wisse was sie tue, derart viel Sympathien zukommt, stimmt mich nachdenklich. Antworten


Tom Gfeller

28.09.2009, 13:13 Uhr
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@Urs Berger: Wenn Herr Polanski tatsächlich unschuldig ist, wieso flüchtet er denn sein Leben lang vor den US-Behörden? Wenn er tatsächlich unschuldig ist, so hat er doch in einem Prozess gar nichts zu befürchten. Mich erstaunt das sehr fragwürdige Rechtsverständnig von seiten der Kulturschaffenden... Antworten


Walter Walder

28.09.2009, 13:11 Uhr
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Polanski hat sich dem Gericht entzogen. Er muss nun für seine bereits gestandene Tat gerade stehen. Wir haben in der Schweiz abgestimmt, dass Sexualstraftaten nicht verjähren. Wie ein René Osterwalder muss halt auch Roman Polanski für seine Taten einstehen. Vor dem Gesetz _sollten_ alle gleich sein. Traurig. Beschämend. Naja, ein falsch geparkter Fiat wird schneller abgeschleppt als ein Ferrari. Antworten


christoph nikolaus

28.09.2009, 13:09 Uhr
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Ich vermisse bei der ganzen Diskussion folgende Fage: Wie kommt die Jury des Zürcher Filmfestivals dazu einem mutmasslichen Kinderschänder einen Preis für sein Lebenswerk zu verleihen? Prominenz - koste es was es wolle! Es ist ein beunruhigend, dass diese Frage bisher in der Öffentlichkeit nicht ernsthaft gestellt wurde. Antworten


Urs Boder

28.09.2009, 12:57 Uhr
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Klar ist man betroffen, dass ein Polanski verhaftet wird. Aber auf der anderen Seite hat er nunmal eine Straftat begangen, die noch offen ist. Wie soll das denn bitte schön sonst ablaufen? Soll man künftig Kindesvergewaltiger straffrei ausgehen lassen, nur weil sie zu einer kulturellen Koryphäe geworden sind? Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Antworten


Claudia Thüring

28.09.2009, 12:56 Uhr
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Mir fällt wieder mal auf, dass nur Männer sich über die Verhaftung beschweren. Polanski war über 30 Jahre älter als sein Opfer und wusste, was er tat. Es war ver.... nochmal höchste Zeit, ihn endlich zu schnappen. Und die Franzosen sollte man rügen, so jemanden auch noch einzubürgern. Aber die brüllen ja lieber, wir seien Steuersünder!!! Antworten


Paul Erni

28.09.2009, 12:53 Uhr
Melden

Alle Verbrecher gegen Minderjährige sollen wissen, dass sie immer zur Rechenschaft gezogen werden können. Ob reich oder arm, ob bekannt oder unbekannt. Antworten


Peter Müller

28.09.2009, 12:52 Uhr
Melden

@Rolf Salder, Ist den Frankreich kein Rechtsstaat? Antworten


Dieter Jann

28.09.2009, 12:51 Uhr
Melden

Auch für Herrn P. gelten die Regeln. Es gibt einen Auslieferungsvertrag Schweiz/USA und dessen Bedingungen scheinen erfüllt. Herr P. wird sich wohl der amerikanischen Justiz (erneut) stellen müssen. Je schneller, wohl umso besser für ihn. In Polen und Frankreich hätte ihn seine Staatsbürgerschaft geschützt. Klare Falscheinschätzung seiner Anwälte... Antworten


Bruno Pfäffli

28.09.2009, 12:44 Uhr
Melden

Wenn ich den Kommentar der Justizministerin lese und vor allem jene der Leser, die Polanskis Verhaftung befürworten, dann bin ich froh, nicht mehr in meinem Heimatland, sondern in Frankreich zu leben... Bruno Pfäffli Antworten


Kurt Fischer

28.09.2009, 12:43 Uhr
Melden

Welch Heuchelei hier wieder herrscht. Die Kulturschaffenden biedern sich genauso peinlich an wie die Schweizer Regierung. Ich mag Polanski's Werke auch und der Zeitpunkt der Verhaftung ist ungeschickt, aber he, so ist es jetzt nun mal. Wenigstens wird er nicht zu Tode gefoltert werden, so wie unzählige andere Menschen die schon aus unserem Land ausgeschafft wurden! Antworten


Hans Martens

28.09.2009, 12:43 Uhr
Melden

@Andreas Schnyder: Kleine Mädchen zu schänden ist kein Antragsdelikt, auch wenn es im Suff passiert. Dass ihm das Opfer verziehen hat, heisst nur, dass sie die Tat verarbeiten konnte, ändert an Polankis Verschulden gar nichts. Ekelhaft ist es allemal! Er hat gestanden, wurde verurteilt und ist geflohen. Eine Verjährung gibt es dafür hier nicht, auch nicht in den USA. Was wenn SIE das Opfer wären? Antworten


Jo Noldi

28.09.2009, 12:31 Uhr
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Die Schweiz ist ein Rechtsstaat. Vor dem Gesetz müssen alle gleich sein, ob es ein grosser Namee oder kleiner Fisch ist, ein einfacher Tourist oder der Sohn eines gefürchteten Diktators. Sonst könnte die Schweiz mit einem Zuge mit den Willkür-Staaten Nordkorea, Simbabwe, Libyen, Burma...etc. genannt werden. Wer korrekt und unbestechlich bleibt, hats nicht immer leicht, aber wird geachtet. Antworten


Beat Rytz

28.09.2009, 12:29 Uhr
Melden

So, so. In Kulturkreisen ist man empört. Was wird man wohl sein, wenn er schuldig gesprochen werden sollte? Antworten


Oliver Frey

28.09.2009, 12:25 Uhr
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Da vergewaltigt einer ein Kind, gibt es vor Gericht zu und die Leute empfinden es als Schande für die Schweiz, wenn die Person verhaftet wird? Sorry, ich verstehe das halt nicht... Antworten


Hanspeter Felix

28.09.2009, 12:24 Uhr
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Stellen Sie sich vor, Ihre eigene 13-jährige Tochter wird sexuell missbraucht und der Täter läuft 30 Jahr frei herum, weil er vor der Justiz flüchtet. Gilt Vergewaltigung eines Kindes bei Kulturschaffenden als normal und Kavaliersdelikt? Dann ist es um unsere Kultur ganz schlecht bestellt. All jene, die sich für Polanski einsetzen, sollten sich schämen, Star hin oder her! Antworten


Roland Peter

28.09.2009, 12:23 Uhr
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Ich kann einfach nicht verstehen das es Bürger gibt, die gegen eine Verhaftung Polanskis sind. Es sind wohl die selben, die am lautesten nach dem Galgen schreien, wenn ein Pädophiler in ihrem Quartier wohnt! Antworten


René Bodenmann

28.09.2009, 12:23 Uhr
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Eines muss klargestellt werden! Es ist nicht beschämend für die Schweiz sondern für Amerika. Die Schweiz hat bedauerlicher weise nur die Pflicht erfüllen müssen. Hätte sie einen "normalen" Bürger mit dem gleichen Fall laufen lassen, was dann? Schuld ist das mosaische System von Amerika, dass trotz der Bitte der geschädigten Frau es immer noch ablehnt den Fall nach 30 Jahren zu den Akten zu legen. Antworten


Willi Meier

28.09.2009, 12:23 Uhr
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@ Urs Berger: Worauf stützen Sie denn Ihre Aussage, dass nichts bewiesen sei? Polanski ist geständig! Schon lange! Antworten


Markus Arpagaus

28.09.2009, 12:22 Uhr
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Ein Mann (44) begeht einen sexuellen Uebergriff an einer 13 jährigen. Um diese Täter bestrafen zu können haben wir über die Unverjährbarkeit von Sexualdelikten abgestimmt, das Resultat ist bekannt. Und nur weil dieser Täter einen bekannten Namen trägt, so ist diese Tat nicht mehr so schlimm? Da bedenke jeder Vater und Mutter unter uns, wenn es mein Kind wäre? Antworten


Albert Radebrecht

28.09.2009, 12:20 Uhr
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Warum hat man eigentlich Marc Rich nicht ausgeliefert? Mehr Geld wahrscheinlich und ein ganzes Gefilz dran. Mir sind die Heuchler zuwider, welche im Notrecht rechtswidrig Daten liefern, Despoten den Bückling machen und Dokumente unterzeichnen, welche jedem Rechtsstaat spotten. Dafür aber einen Mann einem Staat ausliefern, welcher deutlich gemacht hat, dass der Stärkere das Recht pachtet. Antworten


Johanna Toxo

28.09.2009, 12:19 Uhr
Melden

Ich empöre mich über die die Empörung der schweizerischen Filmszene. Seit wann dann stellen sich Kulturschaffende aufseiten des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen? Ob Polanski ein Genie ist, tut nichts zur Sache. Wiegt die Abneigung gegen die Amis schwerer als der ernsthafte Kampf gegen sex. Ausbeutung und Missbrauch? Tricksen ein paar gute Filme unser Rechtsverständnis aus? Antworten


heinz berger

28.09.2009, 12:17 Uhr
Melden

der berühmte regisseur solch sich seinen dämonen stellen und vom gericht beurteilen lassen, was anliegt. es ist nun an der justiz zu entscheiden. ich habe absolut kein mitleid und kommentare wie, man hätte das filmfestival vorwarnen sollen etc. sind absolut lächerlich und unverständlich, es war die entscheidung von RP nicht in die usa zu reisen, jetzt muss er dafür gerade stehen Antworten


Hans Abächerli

28.09.2009, 12:15 Uhr
Melden

@Urs Berger: Es IST bewiesen, dass R.P. dieses Verbrechen begannen hat! Er leugnet es ja auch gar nicht! Nur ist er vor Vollstreckung des Urteils aus den USA geflohen und war über 30 Jahre auf der Flucht! Nun endlich wurde er gefasst! Wo liegt das Problem? Etwa, dass berühmte Leute anders beurteilt werden als 'arme Schlucker'? Antworten


jürg stübli

28.09.2009, 12:12 Uhr
Melden

Im Voraus gleich was für die "Das Opfer hat Roman Polanski vergeben"-Fraktion: Wir wissen ja gar nicht wieviel Polanski dem Opfer für diese noble Geste bezahlt hat! Es besteht die Möglichkeit das Roman Polanski sich diese Gnade erkauft hat! Antworten


Ursula Haass

28.09.2009, 12:08 Uhr
Melden

Nun hat die Schweiz doch endlich einmal - nach den vielen negativen Vorfällen - einen Pluspunkt von Amerika erhalten. Ich denke, Frau Widmer-Schlumpf hat dieses "Schnäppchen" sofort erkannt und reagiert. Die Hintergründe sind doch egal. Antworten


jürg stübli

28.09.2009, 12:06 Uhr
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@Urs Berger Hallo Herr Berger, Roman Polanski hat die Ihm vorgeworfene Tat selbst gestanden. Er ist also zweifelsfrei schuldig & wird jetzt hoffentlich wie jeder Verbrecher behandelt. Was würden Sie sagen wenn ein pädophiler "Sextourist" sich einfach in ein anderes Land flüchten könnte & sich somit der Verantwortung entziehen kann? Antworten


Heinrich Eichenberger

28.09.2009, 11:59 Uhr
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Rechtlich-administrativ ist dem BJ und der Kapo ZH nichts anderes übrig geblieben. Wie hätte die Peinlichkeit aber verhindert werden können? Ein vertraulicher Tipp über eine mögliche Verhaftung an die Veranstalter in Zürich und die Französiche Botschafterin in Bern hätte genügt und Polanski wäre nicht in die Schweiz geflogen. Das steht zwar nicht im Reglement, hätte uns aber den Ärger erspart. Antworten


Rolf Stalder

28.09.2009, 11:59 Uhr
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Ist ja interessant: Alle sprechen immer vom "Rechtsstaat", in dem alle gleich behandelt werden sollen. Und wenn dieser dann seine Arbeit tut, wird ihm das wieder vorgeworfen. Ausserdem sollte man sich genau merken, wer genau gegen die Verhaftung protestiert - kann deren Weste rein sein? Antworten


majo naef

28.09.2009, 11:57 Uhr
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@Urs Berger Wenn sie die Berichte gelesen haben, müssten sie eigentlich wissen, dass er alles schon damals zugegeben hat. Antworten


Andreas Keller

28.09.2009, 11:56 Uhr
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Richtig, Florin König, ein Skandal ist, dass Polanski sich so lange im Europa der hochgehaltenen Menschenrechte in vielen Ländern frei bewegen konnte. Insbesondere die Deutschen hätten seine Flucht längst beenden können und müssen, denn die Deutschen haben selber erfahren wie südamerikanische Länder jahrzehntelang Nazis vor Bestrafung schützten. Antworten


peter ess

28.09.2009, 11:53 Uhr
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Wie wird sich Frankreich verhalten da Polanski auch die F Staatsbuergerschaft besitzt. Wie wird sich die CH verhalten wenn F unmutig wirkt. Fuer Spannung ist gesorgt. Die 'Berger'sche' Meinung v. 11.38h ist genau wieso es viele auslaendische Verbrecher oder mutmassliche Verbrecher in die CH verschlaegt. Wir waren auch froh dass die Bahamas den Rey dingfest machten. Antworten


Matthias Romer

28.09.2009, 11:51 Uhr
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Eine Auslieferung darf nur erfolgen, wenn das zu erwartende Strafmass einigermassen mit unserem Rechtsempfinden übereinstimmt. Lebenslange Haft für einen 76-Jährigen, der vor 31 Jahren im Vollrausch seines Erfolges einmal seine Zügel aus der Hand verlor, danach sich aber die folgenden 31 Jahre als sehr nützliches Mitglied unserer Gesellschaft erwies, ist definitiv nicht zu verantworten. Antworten


Andreas Luck

28.09.2009, 11:51 Uhr
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Wir sind halt ein Rechtsstaat. Und es ist gut, wenn der Spruch "die Kleinen hängt man, die Grossen lässt man laufen" für einmal nicht zutrifft. Gut auch, dass sich Polanski endlich gegen die an ihn gerichteten Vorwürfe im Rahmen aller rechtlichen Möglichkeiten wehren kann. Ich hoffe sehr, dass ihm dies gelingt, besitzt der Künstler doch alle meine Hochachtung und Sympathie. Antworten


Peter Dellsperger

28.09.2009, 11:49 Uhr
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Die für unser Land beschämenden Ereignisse reihen sich nahtlos aneinander: die Preisgabe von 200 UBS -Konten im Februar, Lybien und jetzt Polanski. Die Einzelargumente mögen immer recht sein aber die Resultate widersprechen dem gesunden Menschenverstand - wie bei den Risikomodellen gewisser Banker. So können wir gleich die G20 bitten, die Regierungsverantwortung in der Schweiz zu übernehmen! Antworten


Rolf Scheibler

28.09.2009, 11:43 Uhr
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Die Schweizer Justiz handelte 100% korrekt. Wäre es nicht der Name und/oder die Berühmtheit Polanski, wären sogar 100% der Schweizer mit dem Vorgehen einverstanden. Und wenn er "nichts" gemacht hat, muss er ja auch nichts befürchten! Und ich bin froh, dass vor dem Gesetz alle gleichwertig sind! Antworten


Thomi Horath

28.09.2009, 11:39 Uhr
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Ich hoffe, die USA werden dann auch "extrem kooperativ" sein, wenn es um die Auslieferung unseres Goldes geht. Ausserdem gibt es wohl um einiges schlimmere, sehr bekannte Verbrecher, die in den USA frei herumlaufen. Ich bekomm das Gefühl nicht los, dass die Schweiz extrem den Bückling macht vor Staaten wie z.B. den USA. Antworten


Urs Berger

28.09.2009, 11:38 Uhr
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Aber es ist nicht einmal bewiessen, das er es wirklich getan hat und darum ich die aktion unnötig Antworten


Tobias Meier

28.09.2009, 11:37 Uhr
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Wieso gerade jetzt? Weil die Schweiz den USA wohl wegen des UBS-deals einiges schuldet. Die Polanski-festnahme ist dabei nur Vorspiel. Die USA zeigen der Schweiz den Meister. Bald kommen im Gegenzug ein Dutzend Guantanamo-Häftlinge in die Schweiz. Mir schwant ganz Schlimmes. Antworten


Karl Heinen

28.09.2009, 11:37 Uhr
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Polanski wusste, dass die US-Justiz auf ihn einen internationalen Haftbefehl ausgestellt hatte. Über seine Anwälte musste er auch wissen, dass es entsprechende internationale Auslieferungsverträge gibt. Warum ist er dann in dei Schweiz gereist? . Wieso hat Frankreich Polanski seinerzeit eingebürgert, obwohl die doch wissen mussten, dass ein US-Haftbefehl gegen ihn lief? Antworten


Roland Vogel

28.09.2009, 11:35 Uhr
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Diejenigen, welche die Verhaftung als Skandal werten, sollen sich vorstellen, dass die Vergewaltigte ihre eigene Tochter oder Schwester gewesen wäre. Antworten


Urs Marthaler

28.09.2009, 11:31 Uhr
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Warum hat die BRD die " inigsten Freunde" der USA und der besten Überwachung durch Schäuble's BND nicht während der Dreharbeiten auf Polanski zugegriffen ? Warum hat Sarkozy ebenfalls seit seiner Wahl zum Präsidenten, bester Freund der USA, Polanski nicht ausgeliefert. Warum übernimmt immer ausgerechnet die Schweiz solche unpopulären Angelegenheiten. Liegt es an unseren unfähigen Bundesräten ? Antworten


David Meier

28.09.2009, 11:30 Uhr
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Juristisch ist Polanskis Verhaftung korrekt. Man sollte sich aber auch fragen, weshalb die USA ausgerechnet die Schweiz um Vollstreckung des Haftbefehls baten. Polanski hat sich seit der Ausstellung des int. Haftbefehls in mehreren Ländern aufgehalten, die alle offensichtlich nicht so pflichtbeflissen handelten. Der politische Kontext (UBS...) spielt halt doch eine Rolle. Beschämend für die CH. Antworten


Andreas Schnyder

28.09.2009, 11:28 Uhr
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Das Opfer selber mittlerweile 45 und Mutter von zwei Kindern hat die Anzeige zurück gezogen und ist inzwischen Führsprecher von Hrn. Polanski. Hr. Polanski ist kein Monster als das er Dargestellt wird. Er hat sich seit mehr als 37 Jahren nichts mehr zu schulden kommen lassen. Er ist keine Gefahr für die öffentlichkeit. Umso mehr erstaunen mich die gehäsigten und undiferenzierten Kommentare! Antworten


Kurt Aegeri

28.09.2009, 11:27 Uhr
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Herr Polanski ist erwachsen und muss sich darüber klar sein, dass sein Handeln Konsequenzen hat. Egal, wie lange das zurückliegt, vor dem Recht sind alle Menschen gleich. Und das soll gelten. Alles andere kann ich wirklich nicht verstehen, ja es beschämt mich aufs Schlimmste. Antworten


Florin König

28.09.2009, 11:26 Uhr
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Ein mutmasslicher Kinderschänder wird nach 32 Jahren verhaftet, obwohl man in allen Medien seit Jahren akribisch mitverfolgen kann, wo er sich aufhält. - Ist diese Verhaftung wirklich so ein Skandal? Oder ist es ein Skandal, dass es 32 Jahre dauerte, bis man ihn endlich vor Gericht schaffte? Antworten


Rolf Binder

28.09.2009, 11:23 Uhr
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Polanski geht seit Jahrzehnten in der Schweiz ein und aus. Der Zeitpunkt der Verhaftung amüsiert, da doch bei vielen der Verdacht aufkommt, dass man damit Qadhafi zeigen will "wie, warum und wo der Bartli den Most im Rechtsstaat Schweiz holt." Jedenfalls vor dem Hintergrund, dass Polanski in Gstaad ein Haus haben soll, wird das "Ganze" hier in Far East schon mit grosser Verwunderung wahrgenommen. Antworten


Joachim Schippers

28.09.2009, 11:17 Uhr
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Als wenn man mit Lybien nicht schon genügen Schlamassel am Hals hat. Jetzt auch noch das. Man darf jetzt in F und PL schon kritisch nachfragen, warum da in den vergangenen 30 Jahren nichts geahndet wurde. Allerdings: Das Opfer hat ihm verziehen, Polanski war X-fach in der CH und ist sogar Hauseigentümer und 50 Jahre Gefängnis sind grotesk. Eine Auslieferung vebietet sich aus humanitären Erwägungen Antworten


simon schnauz

28.09.2009, 11:09 Uhr
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wieso soll sich die schweiz schämen, wenn sie sich an internationale auslieferungsabkommen hält und mit anderen staaten kooperiert? mal zwischendurch ein auge zudrücken und auf den rechtsstaat pfeiffen? polanski ist selber schuld, wenn er seine reisen ins ausland nicht sorgfältiger plant, was bei seiner vergangenheit doch sehr angebracht wäre. Antworten


Thibault Schmidt

28.09.2009, 10:56 Uhr
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Ich verstehe die Leute nicht, die diese Verhaftung unangemessen finden. Es sollte doch langsam bekannt sein das vor der Schweizer Justiz (zumindest theoretisch) alle gleich sind. Ob es sich da um einen Kulturschaffenden oder um ein Mitglied der Gaddafi Familie handelt. Missbrauch eines Kindes ist zu dem wohl eines der schlimmsten Verbrechen. Antworten


Jürg Lappert

28.09.2009, 10:47 Uhr
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Für unsere Kulturschaffenden ist eine Vergewaltigung offenbar ein Kavaliersdelikt. Antworten


Robert Herz

28.09.2009, 10:39 Uhr
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So, jetzt wurde alles erklärt: Sehr erfreulich. Vor diesem Hintergrund müsste die Verhaftung Polanskis ja eigentlich einleuchten - schliesslich hat man ja auch hierzulande entschieden, dass solcherlei Straftaten nie verjähren. Und dabei geht es ja nicht nur um Pädophilie, sondern auch um Flucht aus dem Gewahrsam/ vor der Verantwortung. Antworten


Marco Henzer

28.09.2009, 10:35 Uhr
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Alle Emotionen, seine Errungenschaften und den allgemeinen Antiamerikanismus beiseite.... Ein Rechtsstaat hat hier einem anderen innerhalb der gültigen Verträge geholfen, einen geständigen, verurteilten und flüchtigen Kinderschänder der Justiz zuzuführen. Dikussionen über das amerikanische Justizsystem, Verjährung etc sind irrelevant. In Amerika begangen, also nach dortigem recht bestraft. Punkt Antworten



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