Republikaner laufen Sturm gegen Obamas Klima-Plan

Die politischen Gegner von US-Präsident Barack Obama können seinen Klimaschutz-Plänen gar nichts Positives abringen.

«Ich werde alles tun, um Obamas Pläne zu stoppen»: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. (Archivbild)

«Ich werde alles tun, um Obamas Pläne zu stoppen»: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Republikaner im US-Kongress haben erbitterten Widerstand gegen die Klimaschutz-Pläne von Präsident Barack Obama angekündigt. «Ich werde alles tun, um sie zu stoppen», erklärte am Montag der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell.

Der Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner sprach von einer Energiesteuer und nannte den Plan «eine kostspielige, arrogante Beleidigung für diejenigen Amerikaner, die ohnehin kaum über die Runden kommen». Auch republikanische Präsidentschaftsbewerber kritisierten die Massnahmen und kündigten an, sie im Falle ihrer Wahl rückgängig zu machen.

Jeb Bush fürchtet um Arbeitsplätze

Der Kandidat Jeb Bush warnte, der Plan werde Arbeitsplätze vernichten. Es wird erwartet, dass einzelne Bundesstaaten und die Energiewirtschaft Klagen einreichen. Obamas Pläne waren am Wochenende bekannt geworden.

Unter anderem ist vorgesehen, den Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase im Energiesektor bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zu 2005 zu verringern. Der Präsident setzt sein Vorhaben per Exekutiv-Erlass um, damit er den von den Republikanern beherrschten Kongress umgehen kann. Allerdings sind solche Dekrete schwächer als Gesetze und könnten vom nächsten Präsidenten mit einem Federstrich aufgehoben werden.

Sehnsucht nach Planungssicherheit

Dabei erklärten Vertreter der amerikanischen Ökoenergie-Branche, ihre Industrie sehne sich insbesondere nach Planungssicherheit. Bei Windkraftanlagen ist die Nachfrage im vergangenen Jahrzehnt in den USA wechselhaft gewesen, weil die steuerliche Förderung zum Teil jedes Jahr angepasst wurde. «Die Hersteller werden weiter investieren, wenn wir in die Zukunft blicken und für die kommenden fünf Jahre sagen können, dass es eine Nachfrage geben wird», sagte Mike Garland von dem Windparkbetreiber Pattern Energy Group.

An der Börse stiessen Obamas Pläne auf wenig Interesse. Der MAC Global Solar Energy Index fiel am Montag um 3 Prozent. Experten verwiesen auf die Frist bis 2030. «Das ist alles zu lange hin», sagte Shawn Kravetz von der Fondsgesellschaft Esplanade Capital, die auch Solarprodukte anbietet. «Die Vorstellungskraft der Leute, die mit diesen Aktien handeln, reicht kaum bis zum 18. August, von 2030 ganz zu schweigen.» (chk/sda)

Erstellt: 04.08.2015, 04:44 Uhr

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