Auch Araber wollen keine verschleierten Lehrerinnen
Aktualisiert am 20.07.2010 7 Kommentare
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So darf in Syrien nicht mehr unterrichtet werden: Frau mit Ganzkörperschleier Niqab.
Syrien wolle mit dem Erlass seine säkulare Identität schützen, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP aus dem Umfeld der Regierung. Erst im vergangenen Monat habe man deshalb Hunderte Grundschullehrerinnen, die einen Niqab trügen, abgezogen und mit Verwaltungsaufgaben betraut. Das am Sonntag erlassene Verbot betrifft nicht die in Syrien wesentlich verbreiteteren Hijabs und Kopftücher.
Eine Frauenrechtsaktivisten widersprach der Darstellung einiger Niqab-Trägerinnen, wonach der Ganzkörperschleier Ausdruck ihrer «persönlichen Freiheit» sei. Die Aktivistin sagte: «Es ist eher eine extremistische Aussage.»
Der syrischen Frauenrechtsorganisation «Syrian Women Observatory» geht der Schritt des Erziehungsministeriums noch nicht weit genug: «Der Niqab löscht die Identität der Frauen im Namen der Religion aus», heisst es auf deren Webseite, «er sollte daher nicht nur in den syrischen Schulen verboten werden.»
Der sogenannte Niqab lässt lediglich einen schmalen Streifen für die Augen der Frau frei. (bru/dapd/)
Erstellt: 20.07.2010, 11:20 Uhr
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7 Kommentare
@U.Wenger: Im freiheitlichen Staat ist es umgekehrt: Alles, was nicht verboten ist, ist erlaubt. Verbote sind zu begründen. Für das Verbot des mobilen Ganzkörperkäfigs für Frauen gibt es viele gute Gründe: Sicherheit vor maskierten Raubüberfällen, Würde der Person, persönliche Freiheit für Frauen, Abschaffung des Verkaufs junger Mädchen gegen eine Brautpreis, Abschaffung öffentlichen Ärgernisses. Antworten
@ Herr Steiner: Zur Freiheit gehört, sich von Anderen und Andere von sich auszuschliessen. Für ein Vermummungsverbot kann es Gründe im Bereich Sicherheit geben; die gibt es zur Genüge. Man darf nie religiöse Ansichten kritiseren und "regeln", aber man kann aus anderen, guten Gründen etwas regeln. Schächtverbot ist ein Beispiel. Vermummungsverbot für alle (Ausnahmen Kälte, Motorrad etc.) wäre ok. Antworten
@W. Steiner: Wir dürfen nicht fremdes verbieten, stattdessen sollen wir festschreiben was erwünscht ist: Also im Sommer an allen Arbeitsplätzen kurze Hosen/Rock vorgeschrieben, ins Bad darf nur wer Badehose/Bikini trägt, etc. Das Casino hängt auch nicht eine Liste von verbotenen Kleidungsstücken aus, sondern was erlaubt ist. Antworten
Die Körperverschleierung ist eng verbunden mit dem Verkauf der Mädchen an zahlungskräftige Männer. Nur vollständiges und exklusives Eigentum an der Frau macht sie den hohen Brautpreis wert. Daneben ist die Verschleierung - das haben die Syrer richtig erkannt - ein radikales islamistisches Statement derjenigen, welche die Frauen in den mobilen Ganzkörperkäfig zwingen. Antworten
Die Syrierinnen schreiben: "Der Niqab löscht die Identität der Frauen im Namen der Religion aus." Stimmt! Aber auch der Mitmensch (Mann und Frau) wird hier ausgelöscht. Der Mitmensch ist nicht mehr würdig (!), dass eine Muslimin mit ihm interagieren darf. Die Würde des Mitmenschen ist daher vergewaltigt. Daher muss zwingend auch in der Schweiz jetzt diese Verhüllung verboten werden. Antworten

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Frank Schmid
Bravo Syrien. Wird Zeit, dass wir das auch in der Schweiz verbieten. Dieses offene zur Schau stellen extremistischen religioesen Gedankenguts einer totalitaeren "Religion" beleidigt meine eigenen religioesen Gefuehle und laesst mich in mich bedroht fuehlen. Tm Namen der Toleranz soll solche Bekleidung verboten werden. Antworten