Ausland

Ban bangt um seine Mitarbeiter in Afghanistan

Aktualisiert am 30.10.2009

Nach dem Anschlag auf ein Gästehaus der Uno in Kabul mit fünf Toten fordert Generalsekretär Ban Ki-moon mehr Sicherheitspersonal. Wenn nötig auch von privaten Firmen.

Afghanistan und Pakistan seien zu den gefährlichsten Orten der Welt für Uno-Mitarbeiter geworden: Ban Ki-moon.

Afghanistan und Pakistan seien zu den gefährlichsten Orten der Welt für Uno-Mitarbeiter geworden: Ban Ki-moon.
Bild: Keystone

Afghanistan und das Nachbarland Pakistan seien zu den gefährlichsten Orten der Welt für Uno-Mitarbeiter geworden, sagte Ban nach einem Treffen am Donnerstag mit dem Uno-Sicherheitsrat in New York. Die Bedrohung für Uno-Mitarbeiter sei «dramatisch eskaliert». Allein in diesem Jahr hätten 27 zivile Mitarbeiter der Weltorganisation ihr Leben verloren - mehr als die Hälfte davon in Afghanistan und in Pakistan. Die Mitarbeiter würden in Afghanistan unter anderem wegen ihrer Unterstützung der Stichwahl vom 7. November um das afghanische Präsidentenamt zum Ziel von Gewalttätern. Ban appellierte an Afghanistan und die dort stationierten internationalen Truppen, mit für den Schutz der Uno-Mitarbeiter zu sorgen. Auch der Einsatz privater Sicherheitsfirmen sei eine Möglichkeit.

Ban kündigte an, die Uno werde mit zusätzlichem Personal ihre Mitarbeiter schützen. Der Sicherheitsrat unterstütze seine Bitte, die er am Freitag der Vollversammlung vortragen werde, sagte Ban Ki Moon weiter. Seinen Worten zufolge geht es nicht um Soldaten, sondern um Sicherheitskräfte. Dies könne auch private Dienste mit einbeziehen, sagte er. Der genaue Bedarf müsse noch ermittelt werden.

Hilfe nötig

Ban drängte die internationale Gemeinschaft auch zu mehr Unterstützung bei der Absicherung der Stichwahl für das afghanische Präsidentenamt. «Wir werden uns nicht abschrecken lassen. Aber wir können es nicht allein schaffen. Wir brauchen die Hilfe der Mitgliedsstaaten», sagte Ban.

Eigenen Angaben zufolge hat Ban auch den amtierenden Präsidenten Hamid Karzai in einem Telefonat gedrängt, den Schutz des UNO- Personals zu verbessern. Bei dem Angriff auf das Gästehaus in Kabul waren fünf UNO-Mitarbeiter getötet und neun verletzt worden. Der Sicherheitsrat verurteilter den Angriff auf das Gästehaus scharf.

Entscheid rückt näher

Über eine allfällige Truppenaufstockung wird zudem am Freitag in Washington diskutiert. US-Verteidigungsminister Robert Gates und Generalstabschef Mike Mullen werden US-Präsident Barack Obama Vorschläge für die künftige Truppenstärke und Strategie in Afghanistan unterbreiten. Zudem werde es um die Verfügbarkeit von Ressourcen gehen, wenn sich Obama entscheide, mehr Soldaten zu entsenden, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums am Donnerstag.

Stanley McChrystal, der Kommandant der NATO-Truppen ISAF in Afghanistan, hatte eine Aufstockung der Streitkräfte um 40'000 Soldaten verlangt. Derzeit sind etwa 67'000 Amerikaner und 42'000 Alliierte am Hindukusch im Einsatz. (cpm/sda)

Erstellt: 30.10.2009, 08:58 Uhr


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.