Bereits über 2000 Nato-Soldaten getötet
Aktualisiert am 16.08.2010 3 Kommentare
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Angaben der unabhängigen Website Icasualties.org zufolge starben seit der US-geführten Invasion vor knapp neun Jahren insgesamt 2002 Nato-Soldaten, darunter 1226 US-Soldaten und 331 Einsatzkräfte aus Grossbritannien, dem zweitgrössten Truppensteller in Afghanistan. Allein in diesem Jahr wurden bislang 434 Einsatzkräfte der internationalen Schutztruppe ISAF getötet, im bislang blutigsten Jahr 2009 waren es insgesamt 521.
Der Einsatz am Hindukusch wird vielerorts in der Bevölkerung immer unpopulärer. Auch in den USA sinkt die Zustimmung zur Teilnahme an dem militärischen Konflikt zusehends. Der Juli 2010 war mit 66 getöteten US-Soldaten zudem der verlustreichste Monat für das Land.
Sprengstoff aus Pakistan
Derweil hat die afghanische Polizei 17 Tonnen Sprengstoff beschlagnahmt, der in Farbtöpfen versteckt aus Pakistan in das Land geschmuggelt werden sollte. Der mit dem Sprengstoff beladene Lastwagen sei am Sonntag am Grenzübergang Spin Boldak im Süden des Landes gestoppt worden, sagte der für die Region zuständige Polizeichef, General Schafik Afsalli.
Die Behörden erhielten demnach einen Hinweis, der zur Entdeckung des Sprengstoffs führte. Der Lastwagen hatte zuvor schon den Zoll passiert. Die beiden Lkw-Fahrer wurden festgenommen, der Polizei zufolge steht aber noch nicht fest, ob sie von der Fracht wussten. Mit dem Sprengstoff wollten vermutlich Taliban selber ihre Bomben bauen, mit denen sie die internationalen Truppen bekämpfen, aber auch die afghanische Armee. Häufig werden bei Anschlägen auch Zivilisten getötet.
Verbündete der Taliban
Die Regierung in Kabul wirft dem pakistanischen Geheimdienst ISI seit langer Zeit vor, heimlich den radikalislamischen Taliban in der Grenzregion Unterschlupf zu gewähren und sie bei Anschlägen sogar zu unterstützen, um Afghanistan zu schwächen. Pakistan weist das zurück. Das Land war aber während der Herrschaft der Taliban in Afghanistan (1996-2001) mit diesen verbündet und stellte sich erst nach ihrem Sturz auf die Seite der USA. (sam/sda)
Erstellt: 16.08.2010, 06:29 Uhr
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3 Kommentare
Es gibt immer wieder interessante Details, die von Zeit zu Zeit rauskommen. Wer wusste z.B. schon, dass mehrere Millionen $ direkt an die Taliban als "Schutzgeld" gezahlt werden, so dass Transporte freie Durchfahrt haben. (Zahlungen z.T. wohl direkt von den NATO Truppen, zum anderen Teil von NGOs und Unternehmer, die auslaendisch finanzierte Projekte ausfuehren). Antworten
Alle getöteten Soldaten gehen auf das Konto der westlichen Politiker die diese hingeschickt haben. Offenbar haben Politiker in ihrer Ausbildung vergessen die Geschichtsstunden zu besuchen, denn es gibt keine realistische Möglichkeit eine Nation wie die Afganen mit kriegerischen Mitteln in die Knie zu zwingen. Klar ist aber, dass die Lobby der Militär- und Waffen-Industrie Krieg führen möchte. Antworten
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