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Bomben in Turbanen: Karzai appelliert an Imame

Aktualisiert am 10.08.2011 5 Kommentare

Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat die islamischen Geistlichen des Landes dazu aufgerufen, Selbstmordanschläge mit in Turbanen versteckten Bomben zu verurteilen. Und nannte die Gründe dafür.

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Nach zwei solchen Attentaten habe der Staatschef einflussreiche Imame getroffen und sie um die Klarstellung gebeten, dass solche Gewaltanwendung gegen «islamische Werte und afghanische Traditionen» verstosse, sagte ein Sprecher Karzais am Mittwoch. «Der Turban ist ein Symbol der Würde und der Religion in Afghanistan», ergänzte er. Auch wenn Bomben für Anschläge unter Burkas versteckt würden, sei dies zu verurteilen.

Im vergangenen Monat waren in Afghanistan zwei Selbstmordattentate mit Turbanbomben verübt worden. Während einer Trauerfeier für einen getöteten Halbbruder Karzais wurden bei einer ersten Attacke drei Menschen getötet. Auch der Bürgermeister von Kandahar, der grössten Stadt im Süden des Landes, kam durch einen solchen Angriff ums Leben.

Gemeinsame Untersuchung

Indes warf die Provinzpolizei von Kandahar der dort stationierten Nato-Truppe Isaf am Mittwoch vor, zwei einheimische Sicherheitskräfte getötet zu haben. Sie seien Mitglieder einer Ortspolizei gewesen, die gegen radikalislamische Taliban kämpfe, hiess es. Irrtümlicherweise seien sie jedoch für Aufständische gehalten und erschossen worden.

Ein Augenzeuge berichtete, dass während des Schusswechsels zwischen den Polizisten und den Isaf-Soldaten vier weitere Menschen verletzt worden seien. Ein Isaf-Sprecher sagte, es sei bekannt, dass sich «ein Vorfall in der Provinz Kandahar» ereignet habe. Die Nato und die afghanischen Behörden hätten bereits eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet. (sam/AFP)

Erstellt: 10.08.2011, 13:29 Uhr

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5 Kommentare

Gero Rubli

10.08.2011, 14:20 Uhr
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Das wäre zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung und ein wichtiger Meilenstein in der Befriedung Afghanistans, wenn die Imame die Verwendung von Turbanen für Selbstmordattentate verurteilen würden. Dass sie Selbstmordattentate auch sonst verurteilen, kann man ja nicht verlangen, oder? Antworten


Peter Koller

10.08.2011, 14:45 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Der Karzai soll sich über gar nichts mehr wundern, wenn er je nach Bedarf auch mit den Taliban Bündnisse einzugehen bereit ist. Das ganze Land ist nicht mit einem einzigen toten Nato oder US - Soldaten aufzuwiegen. In diesem Land wird es nie Frieden geben, weil im Friedensfall sämtliche Terroristen nichts mehr zu sagen hätten und im Nichts verschwinden würden. Karzai spielt ein doppeltes Spiel. Antworten



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