Chinesischer Millionär folgt Bill Gates
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Die weltweite Spendensammelaktion der Milliardäre Bill Gates und Warren Buffett stösst unter Chinas Superreichen auf geteiltes Echo. Während einige zögerlich reagierten, schloss sich als erster chinesischer Multimillionär der Unternehmer Chen Guangbiao dem Aufruf an.
Sein ganzes Vermögen von mehr als fünf Milliarden Yuan, umgerechnet 780 Millionen Franken, soll nach seinem Tod wohltätigen Zwecken zufliessen, zitierten Zeitungen am Dienstag aus einem offenen Brief des 42-Jährigen. Seine Zusage sei «ein Geschenk» für die beiden Wohltäter aus den USA anlässlich ihres China-Besuches diesen Monat.
Manche sagten ab
Nachdem andere Superreiche zurückhaltend auf eine Einladung zu einem Abendessen am 29. September in Peking reagiert hatten, sagte der Abriss- und Altwaren-Unternehmer Chen Guangbiao «tief bewegt» vom Engagement der US-Milliardäre zu.
Die Zeitung «Jingji Guanchabao» hatte zuvor berichtet, «eine kleine Zahl» der 50 eingeladenen Milliardäre habe abgesagt. Einige hätten auch beim Pekinger Büro der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung angefragt, ob sie bei dem Essen aufgefordert werden sollen, einen Teil ihres Vermögens zu stiften.
Nur Aufruf - keine Nötigung
Die Sprecherin der Stiftung, Ye Lei, sagte der Zeitung «China Daily», Gates und Buffett hätten nicht die Absicht, die geladenen chinesischen Reichen zum Spenden aufzurufen. Gleichwohl wollten sie sich in China für wohltätige Aktivitäten einsetzen und Möglichkeiten für Kooperationen ausloten.
Eingeladen sind unter anderen die Gründerin des SOHO- Bauunternehmernehmens, Zhang Xin, der Chef des Getränkeherstellers Wahaha, Zong Qinghou, und der Vorsitzende des Auto- und Batterie- Herstellers BYD, Wang Chuanfu, in dessen Unternehmen der US- Milliardär Buffett investiert hat.
Dank Immobilien- und Aktien-Boom steigt in China die Zahl der Dollar-Milliardäre rasant. Nur die USA haben mehr Superreiche. Im vergangenen Jahr wurden in China in einer Liste 130 gezählt. Ihr ermitteltes Vermögen war in einem Jahr um 130 Milliarden auf 571 Milliarden Dollar gestiegen. (oku/sda)
Erstellt: 07.09.2010, 18:46 Uhr
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