«Das ist ein indirekter Mordversuch»
Er fühlt sich als betrogener Sieger: Sarath Fonseka. (Bild: Keystone)
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Die Leute hätten das Recht zu protestieren und würden dies auch tun, warnte der Oppositionsführer und frühere Armeechef Sarath Fonseka am Samstag. Die Menschen hätten ihn gewählt und er sei des Sieges beraubt worden. Zugleich beschuldigte Fonseka die Regierung, ihn durch einen reduzierten Personenschutz bewusst zu gefährden. Er werde nun nur noch von vier Polizisten und anstatt von 90 Soldaten beschützt.
«Das ist ein indirekter Mordversuch, damit soll ich angreifbar gemacht werden», sagte Fonseka. Die Regierung erklärte, Fonseka sei nun ein gewöhnlicher Armeeoffizier im Ruhestand und habe daher kein Anrecht auf eine Sonderbehandlung.
Unregelmässigkeiten bei Auszählung
Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa hatte die Präsidentschaftswahl am Dienstag mit einem Vorsprung von mehr als 1,8 Millionen Stimmen gewonnen. Der Chef der Wahlkommission hat jedoch Unregelmässigkeiten bei der Auszählung der Stimmzettel eingeräumt.
Die beiden Kandidaten waren während des Wahlkampfes zu erbitterten Konkurrenten geworden. Im Mai hatten sie noch gemeinsam den Sieg über die aufständischen Tamilen nach einem langjährigen Bürgerkrieg gefeiert. Fonseka fürchtet eigenen Aussagen zufolge nun, Ziel von versprengten aufständischen Tamilen zu werden.
Unterdessen versiegelte die Polizei am Samstag die Redaktionsräume einer oppositionsfreundlichen Zeitung. Am Vortag war bereits der Herausgeber des Blattes festgenommen worden. Die Zeitung hatte in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, Rajapaksa habe die Wahlen manipuliert, indem er den Wahlbeauftragen bedroht und die Zahl der abgegebenen Stimmen gefälscht habe. Sie gab damit die Vorwürfe der Opposition wieder. (vin/sda)
Erstellt: 30.01.2010, 20:43 Uhr

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